Ernst Horst, FAZ, 14.05.2004
Der Hauptreiz eines solchen Buchs liegt in seiner Zufälligkeit. Die Lektüre ist wie eine Reise, nicht nach Paris sondern sagen wir mal, nach Breslau. Man weiß nicht genau, was auf einen zukommt, aber interessant wird es allemal. Die Artikel behandeln alle das Thema Haare und Kultur. Ansonsten haben sie wenig miteinander zu tun. Das müssen sie ja auch nicht. [...] Wer gerne etwas über die haarige Kulturgeschichte des Alltags wissen möchte, wird das Buch vermutlich mit Genuss lesen. Das ist nicht die Art Forschung, für die man an die Akademie der Wissenschaften berufen wird. Dieses Gebiet ist viel amüsanter.
Angela Koch, sehepunkte, 4/2004
Haar-Tragen ergänzt somit die bestehenden historisch-anthropologischen Untersuchungen zum Körper und wirft einen erfrischenden Blick auf ein scheinbar banales Alltagsphänomen. Mit Spannung kann der zweite Band erwartet werden, der eine Auseinandersetzung mit den kulturellen Repräsentationen des Haars verspricht.