Mit 17 heiratet die junge, schüchterne Caroline - nicht gerade mit Billigung der Eltern - den Studenten Tim. Anfangs ist sie glücklich. Doch dann ereignet sich ein Unglück. Schwer angeschlagen soll sich Caroline in ihrem Elternhaus wieder erholen. Doch stattdessen verschlimmert sich ihr seelischer Zustand immer mehr. Ist sie wirklich so labil oder versucht jemand bewusst, sie bis zum völligen Zusammenbruch zu treiben? Caroline kann plötzlich gar niemandem mehr trauen. Weder sich selbst, noch den Personen ihrer Umgebung. Aber welcher Ausweg bleibt ihr da noch? Was Caroline noch gar nicht weiß (aber der Leser): Der ominöse Geiger Harry Lupac will sie nicht in den Wahnsinn treiben, sondern schlicht und ergreifend umbringen. Aber warum? "Haß beginnt daheim" ist aber kein Krimi, sondern ein Psycho-Thriller, in dem die Autorin Carolines Seelenzustand sehr gut einfängt, etwa indem die Heldin sich erst nach und nach an die Details des Unglücks, das sie erlebt hat, zu erinnern wagt und erst ab einem ganz bestimmten Punkt ihr totes Kind beim Namen nennen kann. Nicht nett, aber spannend: Man hat beim Lesen kein wirkliches Gefühl dafür, ob die Autorin auf ein Happyend abzielt oder nicht.