Gerät 5 Sterne *****
Der Drucker sieht etwas klobig aus, ist aber extrem einfach zu bedienen, relativ kompakt und die Druckqualität ist erstklassig. Auf Normalpapier sehen Fotoausdrucke besser aus als mit meinem alten Canon Tintenstrahldrucker und erscheinen in natürlichen, kräftige Farben.
Ein Plus sind die für alle Farben getrennten Tonerkassetten. So muß ich keinen gelben oder magenta Toner wegwerfen, nur weil die Farbe Cyan leer ist.
Software 2 Sterne **
Erstes Manko: Während der Installation muß man den Drucker zwingend per USB Kabel anschließen. Kein Problem für Leute, die nur ein Notebook haben, aber wenn man den Drucker eigentlich an einem Druckerserver betreiben möchte, bekommt man ein Problem. Wer einen Stand-Alone PC hat, muß wohl tricksen, wenn er den Drucker nicht erst mal zum PC tragen möchte. Es gibt keinen Knopf "Installation ohne angeschlossenen Drucker fortsetzen". Schließt man den Drucker nicht an, kann man die Druckertreiber nicht mit mit dem normalen Installer installieren.
Zweites Manko: Die Software "HP-Toolbox", mit der man erweiterte Funktionen wie "Drucke weiter, auch wenn der Seitenzähler der Tonerkassette meldet, sie sei leer" einschalten kann, funktioniert nur, wenn der Drucker direkt per USB angeschlossen ist. Ich habe den Drucker allerdings an meine Fritz!Box angeschlossen und drucke über WLAN. Drucken kann ich, aber die HP-Toolbox meldet nur "Drucker nicht angeschlossen".
Drittes Ärgernis: Die empfohlene, einfache Installation scheint automatisch und ungefragt ein "HP-Customer Experience" Tool zu installieren, welches in regelmäßigen Abständen "nach Hause telefoniert" und Daten an HP überträgt. Ich schließe dies daraus, daß, nur wenn man den "erweiterten" Installationsmodus für "erfahrene" Benutzer anwählt, eine Auswahl erscheint, in der man dieses "Feature" abschalten kann.
Die Firma HP: *
Bekommt nur einen Stern. Nicht nur, daß der Eindruck bei mir entstanden ist, sie würde ungefragt Schnüffelsoftware installieren wollen. Bei diesem Drucker und seinen Tonerkassetten hält offenbar auch die schon von den Tintenstrahldruckern bekannte Unsitte wieder Einzug, eine Kassette als "leer" zu kennzeichnen, wenn eine bestimmte Anzahl Seiten gedruckt wurde.
Hinweise darauf sind die elektrischen Kontakte der Tonerkassetten und die Funktion "Ignoriere leere Tonerkassette", die man erst extra mit der HP-Toolbox einschalten muß und bei der im Handbuch darauf hingewiesen wird, die Druckqualität würde leiden und die "Premium Gewährleistung" würde nicht mehr greifen, wenn man weiterdrucken würde. Auch die "Warnung", wenn eine nicht von HP produzierte Tonerkassette eingesetzt ist, finde ich sehr unschön.
Beides ist meiner Meinung nach vollkommen unnötig und mein alter Brother Laserdrucker kommt komplett ohne diese "Warnungen" aus. Wenn die Tonerkassette leer wird oder ist, läßt die Druckqualität halt nach. Das sehe ich doch am Ausdruck, wo ist da das Problem?
Genaueres hierzu werde ich allerdings erst in etwa 740 Seiten erfahren, wenn das Toner Starterset leer gedruckt ist. Vielleicht tue ich HP ja unrecht, aber es macht mich mißtrauisch.
Hinweis am Rande: Die beim Kauf mitgelieferten Tonerkassetten reichen nur für etwa 750 Seiten, während ein normales Set Toner etwa auf 4500 Seiten kommt. Man muß also relativ bald Toner nachkaufen. Das scheint allerdings bei den meisten Farbdruckern der Fall zu sein.
Alles in allem hinterläßt die Firma HP bei mir "gemischte Gefühle". Nächstes Mal würde ich vielleicht doch eher etwas mehr Geld ausgeben und eine andere Marke probieren.