Zugegeben, "Hop" ist ganz sicher nicht ganz so unterhaltsam wie die "Chipmunks"-Filme, und das obwohl man sich bei der Story fast 1:1 am ersten Streifenhörnchen-Streifen angelehnt hat (Tim Hill führte in beiden Fällen Regie). Der Film will eine ganze Menge auf einmal sein und überzeugt dabei nicht immer, aber oft genug.
Die ganze große Stärke des Films ist der animierte Hauptdarsteller E.B., der knuddelig und frech dem Film ein ganz eigenes Flair verleiht. Auch sein Vater, der Altosterhase, der mich (im Deutschen) an einen konservativen CDU-Politiker aus BW erinnert, macht eine ganz gute Figur. Hingegen eher misslungen fand ich die Figur des Oberkükens mit spanischem Akzent, das hier als "Bösewicht" herhalten muss.
Überhaupt ist der Film immer dann äußerst gelungen und unterhaltsam, wenn er den Hasen E.B. in der Welt der Menschen zeigt. Die Story mit dem Staatsstreich der Küken auf den Osterinseln hingegen passt irgendwie nicht so richtig hinein und wirkt eher wie ein schwacher Abklatsch von "Ich einfach unverbesserlich" (gleiches Studio) oder anderer reiner CGI-Filme. Deshalb ein Punkt Abzug.
Sehr amüsant fand ich als Kind der 80er die Gastauftritte von David Hasselhoff, der mal wieder sich selbst spielen darf (Das hatten wir schon in SpongeBob der Film und Tim Hill war einer der Autoren!).
Die Auflösung des Film hingegen ist dann eher mau und selbst für solch einen Film eher unglaubwürdig. Überhaupt fand ich, dass Ostern zu sehr "verweihnachtet" wurde (seit wann hat der Osterhase einen Schlitten?) Aber sei's drum. Der Film ist stellenweise sehr unterhaltsam und der drollige E.B. kompensiert durch seine genialen Auftritt die Schwächen am Drehbuch mehr als ausreichend. Sicher keine 5/5 aber 3.5/5 mit Tendenz nach oben.