Ich habe den Hanvon N516 nun seit einem dreiviertel Jahr und täglich für die S-Bahn-Fahrt zur Arbeit in Gebrauch.
Das Gerät kann auch mp3 abspielen, das, so muss ich gestehen, brauche ich nicht, ich will nur damit lesen können und nicht dicke Bücher in der S-Bahn mitschleppen.
Prinzipiell tut das Gerät dafür seinen Dienst. Das Display ist nicht das Größte, das finde ich aber nicht schlimm. Auch der Kontrast ist absolut ausreichend, dass man sogar in der Sonne lesen kann.
Leider überwiegen aber die negativen Seiten:
Die Geschwindigkeit ist alles andere als optimal, allein der Start dauert 37 Sekunden, bis man das Buch dann weiter lesen kann ist man bei 55 Sekunden. Das empfinde ich als zu lang.
Das Umblättern dauert auch für meine Begriffe arg lang, daran kann man sich aber gewöhnen und schon mal das Umblättern anfangen wenn man bei der vorletzten Zeile ist.
Was mich aber am aller meisten nervt sind die häufigen Systemabstürze. Ich habe bestimmt in einer Woche (also 10 mal S-Bahnfahren) 8 mal einen Systemabturz, das heißt Gerät ausschalten (ggf. sogar zurücksetzen), wieder einschalten (man erinnere sich an die 55 Sekunden, bis man wieder am Lesen ist), und dann fängt das Gerät natürlich wieder an der Stelle an, an der man an dem Tag begonnen hat, ich muss vorblättern bis zu dem Punkt, wo ich gerade war. Und das bei der lahmen Blättergeschwindigkeit. Man kann die Seiten auch direkt anwählen (so man die Seitenzahl noch weiß), wobei die Hunderternummern bei meinem Gerät seltsamerweise nicht funktionieren, was ein Fehler an meinem Gerät sein könnte.
Zuguterletzt... Verzeihung, zuschlechterletzt merkt sich das Gerät alle 10 - 15 male nicht, an welcher Stelle ich aufgehört habe zu lesen. Das heißt dann, dass ich die halbe S-Bahn-Fahrt nur damit beschäftigt bin, die richtige Stelle wieder zu finden.
Alles in Allem ist der Hanvon N516 ein günstiges Gerät, mit dem man lesen kann... wenn man es nicht zwischendurch mal aus dem Fenster geworfen hat, weil es zu arg genervt hat.