Kurzbeschreibung
Das umfassende Fachbuch über die Ordnung der Esociformes, welche die Familie der Esocidae (Hechtfische) und die Familie der Umbridae (Hundsfische) beinhaltet. Um die Zusammenhänge für die Vermehrung und Aufzucht aber auch den Fang und die Bewirtschaftung zu verstehen ist die Biologie der einzelnen Arten von besonderer Bedeutung. Daher wird in diesem Buch ein genauer Überblick über die einzelnen Arten gegeben. Es kann deshalb jedem empfohlen werden, der sich in irgendeiner Form mit den betreffenden Fischarten beschäftigt, wie Angler und Fischer aber auch Züchter und Biologen sowie Aquarianer und Naturliebhaber. Nach der Einleitung gibt der Allgemeine Teil einen Überblick über den speziellen Körperbau, die Lebensweise, die Hybriden, die Evolution und die Systematik. Ein Bestimmungsschlüssel erleichtert das exakte bestimmen der einzelnen Arten und Gattungen. Im Artenteil werden die verschiedenen Arten und Unterarten in Einzeldarstellung mit genauer Beschreibung, Verbreitung, Lebensweise und Bedeutung vorgestellt. Der Aquakultur Teil gibt Überblick über die unterschiedlichen Methoden der: Laichfischhaltung, Handhabung, Vermehrung, Erbrütung und Aufzucht sowie über die verschiedenen Bewirtschaftungsformen und Fischereimethoden und wird mit der Verarbeitung beendet. Die zahlreichen, teilweise farbigen Abbildungen und informativen Tabellen geben einen raschen Überblick. Im Anhang finden sich interssante Rezepte sowie die wichtigsten Wasserpflanzen, Parasiten und Krankheiten. Die Synonyme der einzelnen Arten und ein Literaturverzeichnis vervollständigen dieses Werk.
Auszug aus Hechte. Biologie und Aquakultur. (Esociformes). von Martin Hochleithner. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Einleitung
Hechte haben besonders durch ihr Verhalten als Raubfische, das schnelle Wachstum und die Größe die einige Arten erreichen können, besonderes Interesse bei Biologen, Gewässerbewirtschaftern und Fischern hervorgerufen. In einigen Ländern und Gewässern sind sie daher auch von besonderer Bedeutung für die Fischerei.
Das Buch entstand aus der Idee, für die Arbeit und die Produktion von Hechten die wesentlichen Daten, Ergebnisse und Informationen zusammenzufassen und eine Anleitung für alle Interessierte zu erstellen. Um die Zusammenhänge für die Vermehrung und Aufzucht aber auch den Fang und die Bewirtschaftung zu verstehen ist die Biologie der einzelnen Arten von besonderer Bedeutung. Daher soll hier ein Überblick über alle Arten und Unterarten gegeben werden.
Man nimmt an das die Hechte von heringsähnlichen Fischen abstammen und sich als spezialisierte Gruppe in Nordamerika entwickelt haben und anschließend Eurasien besiedelten. Wurden die Hechtfische früher wegen ihrer äußerlichen Merkmale fälschlicherweise auch schon zu den Knochenhechten (Lepisosteidae) und Barracudas (Sphyraenidae) gestellt, weiß man heute daß sie mit den Hundsfischen verwandt sind und eine eigene Linie neben den Lachsfischen (Salmoniformes) darstellen. Die Ordnung der Esociformes beinhaltet die Familie der Esocidae (Hechtfische) und die Familie der Umbridae (Hundsfische) mit weltweit jeweils sechs bzw. sieben Arten. Da die sehr klein bleibenden Hundsfische kaum eine wirtschaftliche Bedeutung haben, bezieht sich der Aquakulturteil im wesentlichen auf die viel größer werdenden Hechtfische, die vor allem auch für die Sportfischerei von besonderer Bedeutung sind.
Hechte bevorzugen Wassertemperaturen die für das Überleben von Kaltwasserfischen (Salmonidae) zu warm, und für das optimale Wachstum von Warmwasserfischen (Siluridae, Cyprinidae) zu kalt sind. Fischzuchtanlagen die von Grund- oder Quellwasser gespeiste Erwärmungsteiche oder andere kleinere stehende Gewässer haben, können daher diese Fische gut als zusätzliche Produktion aufziehen. Die Hechtaufzucht in geeigneten Teichen gilt heute als die rentabelste Form extensiver Bewirtschaftung. Derzeit werden in Mitteleuropa jährlich etwa 30-50 Millionen Hechte aller Altersgruppen produziert und in naturnahe Gewässer gesetzt.
Die meisten Untersuchungen und Angaben beziehen sich auf den weit verbreiteten Nordischen Hecht (Esox lucius), können aber Großteils auch auf die anderen Hechtarten umgelegt werden. Um lesbar zu bleiben beschränkt sich dieses Buch aber auf das Wesentliche. Falls nichts anderes angegeben, gelten die allgemeinen Richtwerte. Für weitergehende Informationen wird auf die Literaturangaben im Anhang verwiesen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und ein erfolgreiches Petri Heil.
Kitzbühel und Frankfurt, im Winter 2004
Martin Hochleithner