Eine geniale Geschichte des Verlustes - auf Raten.
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Textauszug: *So was kann man wirklich eine Pechsträne nennen.
Im Flurspiegel mustere ich Detail für Detail, mit dem Blick eines Schlachters, die Gestalt eines Typen, der in derselben Woche seinen Job verloren hat, dem seine Karre geklaut wurde (am Abend zuvor) und der sich gerade fertig macht, um auf die Beerdigung seines ältesten Kumpels zu gehen ...*
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Zum Inhalt:
> Freund Lionel ist einem Herzinfarkt erlegen ...
> Lescót wurde durch eine Explosion geblendet ...
> Vélimbert beging Selbstmord ...
> Yves kam durch einen Umfall ums Leben ...
> und: Nicolas Bornand verlor ein Bein bei einem Autounfall ...
Fazit: Die Zeit hinterlässt eben ihre Wunden und mit 50 setzen schließlich die Reperaturen ein !!!
Das Mysteriöse: Alle waren Schüler des berühmten Lycée-Henri-IV, kurz H4 genannt.
Nicolas Bornand, von Beruf Korrektor (ehemals), ist zur Zeit Strohwitwer und ohne Arbeit - von daher versucht er sich in 'Privatermittlungen'. Und als er Lionels Todesumstände rekonstruiert, kommen ihm erhebliche Zweifel ...
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Am Ende des Romanes "H4Blues" wird Nicolas Bernand, Altachtundsechziger und ein echter Haudegen, der weder mit der Gegenwart noch mit Frau und Sohn etwas anzufangen weiß, vor dem Nichts stehen:
"Das erste, woran ich dachte, war, dass es mir recht geschah."
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Fazit: Ein wunderbarer Roman: spannend, nachdenklich stimmend, aber auch humorvoll.
Uneingeschränkt empfehlenswert! - Nein: Ein Muß!!
Es grüßt - Reinhard Busse