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H. R: Gigers Vampirric. Vampirgeschichten [Taschenbuch]

Hans R. Giger
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Festa (Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935822588
  • ISBN-13: 978-3935822589
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 520.321 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

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Spätestens mit der Schöpfung des "Alien" in Ridley Scotts legendärem Horror-SF-Streifen gelangte HR Giger zu Weltruhm. Seine Bildbände ließen unzählige Fans erschaudern, und nun versucht er, mit Literatur Vergleichbares zu erreichen. Dafür hat er nicht selbst zur Feder gegriffen, sondern diese Anthologie mit 23 Vampirgeschichten in Festas Nosferatu-Reihe zusammengestellt, die ein feines Gespür für interessante Varianten des alten Themas beweist.

Nach einem kurzen Vorwort des Schweizer Künstlers stößt der geneigte Leser zum einen auf Klassiker wie Guy de Maupassants "Der Horla" von 1887, in dem ein unsichtbares Wesen, das Gedanken beeinflussen kann, dem Protagonisten das Leben schwer macht, zum anderen auf moderne Erzählungen wie "Slaughter" von P. N. Elrod, in der ihr vampirischer Privatdetektiv Jack Fleming es im Chicago kurz nach der Prohibition mit einem frisch erwachten Blutsauger zu tun bekommt, der seine neue Macht für eine Karriere als Gangster nutzen will. Die Vampire in dieser Sammlung sind vielgestaltig, und sie treiben ihr Unwesen nicht nur auf Friedhöfen und in Gruften. Conan-Schöpfer R. E. Howard konfrontiert einen prähistorischen Fantasyhelden mit Blut saugenden Pflanzen, Malte S. Sembten erzählt von einer Partie russischem Roulette zwischen einem Gottesmann und einem Vampir auf einem Mississippi-Dampfer, und Michael Siefeners mysteriöser Egelgott lauert in der U-Bahn.

C. L. Moores Shambleau ist ein medusenartiges, Lebenskraft saugendes Wesen aus der Vergangenheit der Venus, das es auf eine menschliche Marskolonie der Zukunft verschlagen hat. Brian Hodges vampirischer Papst hat ganz eigene Pläne, was die katholische Kirche anbelangt, und in Christian von Asters "Im Nagerparadies" betreibt ein bleicher junger Mann bei Nacht eine ungewöhnliche Tierhandlung. Der absolute Höhepunkt der Sammlung ist allerdings Brian Stablefords "Der Mann, der die Vampirfrau liebte", eine Alternativweltgeschichte, in der die Welt im Jahr 1623 ganz offiziell von einigen tausend Vampiren beherrscht wird. Ihr Instrument der Macht über die Menschen ist deren abergläubische Furcht, doch als Edmund Cordery, Mechanicus und Ex-Geliebter einer Vampirin, das Mikroskop erfindet, scheint das Wissen über die Unterschiede von Vampir- und Menschenblut nicht weit -- Wissen gegen die abergläubische Furcht, gegen die Herrschaft der Vampire.

Diese Ideenvielfalt ist die große Stärke von HR Giger's Vampirric, eine Anthologie, die mit spannenden Erzählungen unterhält, interessante Gedankenspiele präsentiert und immer wieder überrascht. Kurz: Eine ausgezeichnete Zusammenstellung vampirischer Geschichten. --Boris Koch

Über den Autor

H.R. Giger wurde geboren am 5. Februar 1940 in Chur. Er arbeitete von 1959 bis 1966 als Bauzeichner, besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich von 1962-1965, qualifizierte sich als industrieller Designer. Freiberuflicher Maler und Designer seit 1967.

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5.0 von 5 Sternen ein Muß für jeden Phantastik-Fan 30. Juli 2003
Der Schweizer H. R. Giger hat den Phantastik-Freunden schon so manche abtraumverseuchte Nacht voller Furcht und Panik beschert. Grund dafür ist das von ihm erdachte Geschöpf, eines der fremdhaftesten und furchterregendsten, das je über die Leinwände der Filmpaläste gekrochen ist: Das ALIEN verbreitet im gleichnamigen Film von Ridley Scott Grauen und Schrecken unter der Besatzung eines Weltraumschiffes. Auch seine Bilder strahlen eine geradezu magnetische Anziehungskraft aus, obwohl sie bizarre Szenerien beinhalten. Was lag also näher, als diesem genialen Schöpfer von unheimlichen Bildwelten einmal eine Storyanthologie zusammenstellen zu lassen. Der Festa Verlag legt mit dem Band „H.R. Gigers Vampirric" eine hervorragende Sammlung von Kurzgeschichten vor, welche beweist: das wahre Herz der Phantastik schlägt in der Kurzgeschichte.

Schon das einleitende Vorwort von Giger zeigt, wie gut sich der Künstler im Genre auskennt. Alle Kurzgeschichten handeln von Vampiren, wobei sich zeigt, wie unterschiedlich die Herangehensweise an das Thema sein kann. Es gibt nahezu keine schwache Story in der Anthologie, ein Kompliment an Herrn Gigers Geschmack. Leider kann man nicht jeder Geschichte das ihr nötige Wortkontingent widmen, so dass hier eine Auswahl genügen muss.

Es beginnt mit der fein gezeichneten Story „Schwarze Offenbarungen", die eine Verbindung lovecraftscher Elemente (alte, mit einem Fluch belastete Bücher) und dem Vampirmotiv herstellt. Der Protagonist der Geschichte erwirbt drei mysteriöse Bücher, welche er aber zunächst unverständlich findet. Auf einem Spaziergang gelangt er Einlass in einen dunklen Garten, in welchem eine schwarzverschleierte Dame auf einer Bank sitzt - der Auftakt zu einer unheiligen Beziehung...

Malte S. Sembtens „Blutfalter" spielt in einer außergewöhnlichen Szenerie - auf einem Raddampfer mitten auf dem Mississippi. Hier werden Glücksspiele der besonders perversen Art abgehalten: russisches Roulette! Der Held der Geschichte beobachtet einen Herren, der besonders viel Glück zu haben scheint. Doch der wahre Grund seiner Observation liegt in seiner Vergangenheit begründet. Der Protagonist ist ein Vampirjäger, doch sein Opfer ist keinesfalls wehrlos...

Amelia Reynolds Long beginnt ihre Geschichte „Der Untote" auf geradezu klassische Weise. Mit vorsichtig vorgestreckten Klauen nähert sich das Grauen in dieser Story. Alle Elemente einer Vampirgeschichte sind vorhanden: das alte Herrenhaus, der Gang durch die Finsternis in die Gruft hinab, die Enttarnung des Vampirs. Insgesamt ergibt das eine Geschichte, an Hand derer ein Autor den Aufbau einer typischen Vampirgeschichte erlernen kann. Toll geschrieben, voller schöner Bilder.

Ein wenig mehr fantasylastig begegnet uns der Vampir in Robert E. Howards „Der Garten der Furcht". In einer archaischen Vergangenheit wird die Frau des Protagonisten von einem geflügelten Ungeheuer geraubt und er macht sich an die Verfolgung. Mitten in einem merkwürdigen Blumenfeld lässt sich das Monster auf einem hohen Turm nieder und vebirgt die Frau vor den Blicken des Verfolgers. Die Blumen hingegen sind pflanzliche Vampire, die das Monster mittels Menschen füttert. Die Geschichte besticht durch ihre phantasiereiche Darstellung und stilistische Einfachheit, welche hervorragend zum gewählten Setting passt.

Es gäbe noch viele Geschichten zu erwähnen, welche ebenfalls überdurchschnittlich sind. Dem Festa Verlag ist hiermit eine tolle Sammlung gelungen, welche ich jedem Phantastik-Fan ans Herz legen möchte.

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5.0 von 5 Sternen giger beweist geschmack 11. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf
noch nicht ganz durch, aber schon wegen der ersten paar geschichten hat sich der kauf gelohnt! so unterschiedlich die erzählungen auch sind, gefesselt hat mich bisher jede einzelne.
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