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H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens, Band 10: Imagon. Roman. [Gebundene Ausgabe]

Michael Marrak
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

August 2002
H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens Band 10 Michael Marrak: IMAGON - Roman

Grönland in naher Zukunft: Der Schnee hassende Geophysiker Poul Silis wird in die Arktis beordert, um eine geheimnisvolle vorzeitliche Tempelstadt zu erforschen, die nach einem Meteoriteneinschlag aus dem Eis ragt. Er ahnt nicht, dass sein Auftrag ihn mitten hinein in ein gefährliches Netz aus Intrigen und Schamanismus führt. Als er sich plötzlich viele Jahrtausende in die Vergangenheit versetzt findet, werden Schrecken lebendig, die älter sind als die Erdgeschichte und ferneren Ursprungs als die äußersten Planeten des Sonnensystems ...

Michael Marrak erhielt für seine Erzählungen und Romane zahlreiche Literaturpreise. Mit Imagon legt er eine originelle Weiterentwicklung von H. P. Lovecrafts Berge des Wahnsinns vor – eine packende Mischung aus Science-Fiction und Wissenschaftsthriller.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Festa (August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393582212X
  • ISBN-13: 978-3935822121
  • Größe und/oder Gewicht: 22,7 x 14,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 908.375 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Michael Marraks Imagon ist der zehnte Band innerhalb der wunderbar gestalteten Reihe H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens, und wie Basil Coppers Die Eishölle hat der Roman seine Wurzeln in Lovecrafts Novelle Berge des Wahnsinns, geht aber völlig andere Wege als die beiden älteren Werke -- modernere Wege.

Poul Silis ist Geophysiker und hasst den Winter. Doch ein mutmaßlicher Meteoriteneinschlag führt ihn zu einer Gruppe Wissenschaftler nach Grönland, in verschneite Regionen abseits aller Siedlungen. Zahlreiche Menschen wollen das grelle Licht eines hellen Himmelskörpers gesehen haben, und es findet sich auch ein breiter und tiefer Krater im Eis, aber kein Meteorit, der den Einschlag verursacht haben könnte. Stattdessen hat der Expeditionsleiter, Pouls alter Freund Professor DeFries, bei der Ankunft des Geophysikers bereits Teile eines geheimnisvollen Tempels freigelegt, der seit Jahrtausenden unterhalb des Kraters eingefroren war.

Er sieht Verbindungen zwischen dem Tempel und den Inuit-Legenden alter Göttern von fremden Planeten, die er für bare Münze hält; ein Schamane der Inuit vollführt seine Rituale im Camp der Wissenschaftler, und Pouls wissenschaftlich geschulter Geist wehrt sich gegen diese Auswüchse der Irrationalität in der Einsamkeit Grönlands -- bis sein Kollege Chapmann vor seinen Augen von einer Kreatur aus der Tiefe des Kraters angefallen wird und qualvoll stirbt. Nun geht es nicht mehr um die Frage, was den Krater verursacht haben könnte, sondern: Wie können die Wissenschaftler das Ding dort unten aufhalten? Erzählen die alten Legenden tatsächlich die Wahrheit?

Viele haben Lovecraft kopiert, viele eine Hommage geschrieben, doch wenige haben seinen Stil und seine Atmosphäre so gelungen in die Gegenwart bzw. die nahe Zukunft versetzt, wie dies in Imagon geschieht. Marrak hat Lovecrafts Kreaturen und Motive in einen packenden Science-Thriller versetzt, in dem Forscher sich mit modernen wissenschaftlichen Methoden dem Grauen nähern. Die gut recherchierten, harten Fakten zu Grönland, Meteoriten, technischen Geräten und desgleichen sind manchmal sogar ein wenig viel, doch letzten Endes verliert Marrak nie die eigentliche Geschichte aus den Augen, die stetig Spannung aufbaut und mit überraschenden Wendungen aufwartet, bis hin zum furiosen Showdown, den kein Hollywood-Regisseur besser hätte inszenieren können. Boris Koch


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dunkler Schatten 12. November 2002
Von Ein Kunde
? wandelt über die Welt ? oder "unter" ihr ? und treibt seinen Schabernack mit uns. Er ist jenseitiger Traum und Phantasiegebilde und lauert auf seine Ausgeburt.

In seinem Roman IMAGON beschreibt Michael Marrak die Wiederkehr einer uralten Wesenheit, die den Älteren Göttern zum Trotz die Zeiten überdauert hat und von Menschen unterstützt wird, die einer sagenhaften Bestimmung folgen. Dabei liegt es in der Natur des Menschen und entspringt gewissermaßen seinem Forschergeist, dass Neugier und Wissensdurst das Unheil erst heraufbeschwören, das sie ergründen wollen. Das wiederum sorgt für heftigen Tumult und Rumoren unter der eisigen Oberfläche Grönlands, wohin die unheilvolle Geschichte ihren Lauf nimmt. Und wahrlich, gemütlich geht es für den Geophysiker Poul Silis nicht zu: da schmelzen zuerst unbekannte Kräfte einen gigantischen Krater in die arktische Einöde; da werden Raketen abgefeuert, die ihrem Ziel nur leichte Magenverstimmung bereiten (eine kleine humoristische Einlage á la Tim Burtons "Mars attack"); es wird eine mit shoggothischem Anti-Serum gefüllte Aerosol-Bombe gezündet, in der Absicht das Unergründliche medizinisch zu therapieren; es wird wild geschossen und auch mit schamanistischer Magie nicht gegeizt. Doch das Grauen lässt sich nicht aufhalten und schleicht sich mehr und mehr, am Bannsiegel der Älteren Götter vorbei durch die Poren der Beteiligten ? und durch die des Lesers.

Das Geschehen wird sehr eindringlich und bilderreich, so wie es die Art des Autors ist, geschildert. Und so lässt er seinen Hauptprotagonisten erst widerwillig und in der Folge redlich darum bemüht sein, die irrationalen Phänomene wissenschaftlich aufzuklären. Mit einem bedeutungsvollen Talisman um den Hals versehen, folgt Poul intuitiv der verwehten Spur nach Grönland und bahnt dabei unbewusst den dunklen Mächten den Weg in "diese" Welt. ? Es mag einem dabei ein bestimmter Tonkelch in den Sinn kommen oder der Ring der Macht aus J.R.R. Tolkiens Fantasy-Epos. Oder man denke vielleicht an multiple Persönlichkeiten, die ja mitunter enorme geistige Fähigkeiten "besitzen" und selbst von etwas besessen sind; Visionen von Geistwesen, die der Unbedarfte für die eigenen hält und seinem Ego als Talent oder Berufung erscheinen. ? Ganz allmählich wird dessen Bastion aus Logik und gesundem Menschenverstand in etwas äußerst Lebensbedrohliches verwandelt. Das Vertrauen in Wissenschaft und Technik, gleichwie der Glauben an das Gute, an Gott, Götter oder was auch immer, geraten in arge Turbulenzen. Die Phänomene jedoch bleiben. Die Gabe des Poul Silis ? sich träumend jahrtausendealter Ereignisse zu erinnern ? ist nur eines davon. Die Frage nach freiem Willen oder Schicksalhaftigkeit stellt sich ihm (und dem Leser) mit Vehemenz: Sind wir nur ein Spielball kosmischer Kräfte und immer noch "deren Sklaven"?

Das Buch ist eine düstere Offenbarung, die fasziniert und zugleich betroffen macht, so geschickt werden in die phantastische Handlung realistische Hintergründe eingefügt. Und damit wird eine weitere Frage aufgeworfen: Gibt es vielleicht eine verborgene Botschaft? (Nicht nur, um damit die Spannung unnötig steigern zu wollen ?) In IMAGON ist nämlich das abgrundtief Böse bereits gegenwärtig und der Tod nicht einzig der natürlich gegebene Antipode des Lebendigen; er ist auch Wegbereiter für etwas Fremdartiges (für das Michael Marrak hier Namen bereit hält), und die Angst (vor dem Unbekannten) ist der Speer in der Hand des Menschen. Diesen nicht auf alles Unbekannte zu werfen, bedarf geradezu unmenschlicher Selbstbeherrschung. Und das Scheitern scheint vorprogrammiert zu sein ?

Nach vollendeter Lektüre kann man einfach aufstehen und sich einem anderen Zeitvertreib zuwenden; vergnügt gleichgültig bleiben oder sich mit Gleichmut auf die Suche machen. Denn hat nicht jeder eine andere "Gabe", die es gilt, gefunden zu werden?

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Michael Marraks Gespür für Schnee ... 18. Dezember 2002
Von "asasid"
Würde man Peter Hoegs Bestseller "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" mit Lovecrafts Horror-Novelle "At the Mountains of Madness" mixen und mit Carpenters Version des Films "The Thing" würzen, hieße das Ergebnis zweifellos "Imagon".

Trotz dieser herangezogenen Vergleiche (aus einem Interview des Autors) ist der Roman keinesfalls ein trashiges Plagiat, sondern ein origineller, eigenständiger, spannender und wohldurchdachter Wissenschafts-Horror-Thriller, der sich nicht nur durch seinen Spannungsbogen und die wunderbar beschriebenen Charaktere und Handlungsschauplätze wie Grönland, das Atlantikum, der riesige Meteoritenkrater oder Kaliningrad auszeichnet, sondern vor allem durch eines: seine Sprache. Hier schreibt ein Autor, der wie kaum ein anderer seines Genres mit Worten umzugehen vermag. Einerseits tiefgründig und beängstigend eindringlich, andererseits wieder gefühlvoll und ruhig, ist der Roman immer wieder durchflochen von sarkastischen Bemerkungen und Gedankengängen des schneehassenden Protagonisten Poul Silis. Dabei bleibt Marraks Sprache keinesfalls einheitlich, sondern passt sich den jeweiligen Handlungssituationen der Geschichte unmerklich an.

Für mich einer der besten Science-Horror-Romane der letzten Jahre!

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wir erwarten dich in paapeqta!" 13. Januar 2004
Von Martin
Ich hätte ja vorgewarnt sein müssen. Sehen Sie sich doch mal das Cover ganz genau an. Sehen Sie die zwei Totenköpfe im oberen Drittel? Dir prangen da nicht umsonst. Die haben ihre Daseinsberechtigung.

Im Gegensatz zu „Lord Gamma" beginnen wir nicht sofort in einer fiktiven Welt. Es beginnt alles relativ unspektakulär. Die ersten Ungereimtheiten fangen aber hier schon an. Ein Komet hat in Grönland eingeschlagen. Auf der ganzen Welt sind aber nirgendwo Erschütterungen zu spüren, wie es dabei normal der Fall sein müsste. Auch gibt es keine Kraterrandbildung. Außerdem ist beim Einschlag ein Gebäudeteil freigelegt worden. Eigentlich dürfte er nach einem Einschlag nicht mehr da stehen. Das muss man sich genauer ansehen. Und einer der Wissenschaftler dieser Expedition ist Poul Silis. Obwohl unsere Wissenschaftler eine wahre intelektuelle Elitegruppe ist, kommen sie vor Ort ganz schön in Bedrängnis. Nicht nur geistig.

Was so alles passiert, werde ich hier nicht einmal andeuten. Lesen Sie selber. Sie werden positiv überrascht sein. Besonders traurig finde ich aber Naunas Schicksal.

Bei „Lord Gamma" muss man sich gedanklich auch ganz schön verwinden. In Imagon ist das ähnlich, vielleicht nicht ganz so extrem ausgefallen. Für einen Punkteabzug sehe ich keinen Grund. Wieder mal 5 Sterne für Michael Marrak.

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5.0 von 5 Sternen Im Eis verborgen
Es soll ein Meteorit gewesen sein, der irgendwo auf Grönland eingeschlagen ist. Doch das ist nur die offizielle Version. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2003 von sf-jens
4.0 von 5 Sternen Schnee, der auf Schogotten fällt...
"Imagon" ist der zehnte Band aus der schön aufgemachten Reihe "H.P.Lovecrafts Bibliothek des Schreckens", relativ dick und mit einem sehr stimmungsvollen Titelbild. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. September 2003 von Vilmer D. Hullando
5.0 von 5 Sternen Apokalypse aus dem ewigen Eis Grönlands
Kennen Sie Sedmeluq? Nein? Nun vielleicht kennt es aber sie. Wenn Sie Mut haben, dann nehmen Sie Michael Marraks „Imagon" zur Hand. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2003 von the_clairevoyant
4.0 von 5 Sternen einfach gut
Bei „Imagon" handelt es sich um einen von H.P.Lovecrafts „Berge des Wahnsinns" inspirierten Roman, allerdings ohne ein bloßer Abklatsch zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2003 von C. Weidler
4.0 von 5 Sternen Für Lovecraft-Fans ...
... und nicht nur für die hat der Festa-Verlag die "Bibliothek des Schreckens" in sein Programm aufgenommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2002 von Torsten Scheib
4.0 von 5 Sternen Ein prima Science Thriller, nicht nur für Lovecraft Fans
Um das vorauszuschicken, ich bin kein Lovecraft Fan. Ich habe noch kaum etwas von ihm gelesen, und wenn dann unbewusst (sozusagen "versehentlich"). Lesen Sie weiter...
Am 19. November 2002 veröffentlicht
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