die HdV 12 ist ein interessantes Werk, das vieles wieder in Erinnerung ruft, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber leider immer wieder in Vergessenheit gerät.
Beim Lesen fällt immer wieder auf, dass einiges, was als "neue Entdeckung div Pferdegurus" gefeiert wird, eigentlich schon damals bekannt war und auch praktiziert wurde. Hier wird nicht nur auf das Pferd an sich eingegangen sondern auch genauso auf den Reiter sowie den Reitlehrer. Es wird immer wieder deutlich gemacht, dass es seltenst das Pferd ist, sondern meist der Reiter, der dem Tier seinen Willen nicht vermitteln kann bzw das Tier zur willigen MITARBEIT motivieren kann.
Unterschiedliche Lösungswege (auch das 2 Schritte zurück in der Ausbildungsscala oder Sitzschulungen des Reiters)werden hier aufgezeigt - die notwendig sind, ua da es sich hier um Individuen handelt, die unterschiedlich ansprechen. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass der gute Ausbilder auf die Eigenheiten des Tieres (seien diese physischer oder psyischer Natur) Rücksicht nehmen muß, um einen willigen und zuverlässigen Partner in dem Pferd zu erhalten.
Auch wenn (oder gerade deswegen?)es sich hier eigentlich um ein WErk handelt, das sich auf den Aufbau des Pferdes und dessen Reiter für den Kriegseinsatz zielt, ist es ein interessantes Buch für alle, die nach (gewaltfreien) Lösungen und Ursachen suchen.
Althergebracht, aber immer noch von Gültigkeit.