bei diesem Buch handelt es sich eher um ein Büchlein. Es in einem Zug durchzulesen ist kein Problem. Manche "Kapitel" beinhalten gar nur einige Sätze.
Der Autor schreibt am Anfang, dass es sich hauptsächlich um Tonbandaufnahmen handelt, die er zu Papier gebracht hat. Dementsprechend ist es auch geschrieben, in kurzen, knappen Sätzen, die klingen, als würde sie jemand sagen. Dadurch ist es sehr ungewohnt zu lesen. In ausgearbeiteter Sprache ist nur das Vorwort geschrieben. Aber vielleicht wollte der Autor damit nur dafür sorgen, dass die Gedanken von Noble Red Man nicht verfälscht werden.
Erwartet hatte ich etwas über die spirituelle Welt und die Lehren der Lakota. Doch leider kommen diese im Buch zu kurz. Hingegen wird viel über die Unterdrückung und Ermordung der Indianer durch den "Weißen Mann" erzählt. Nicht, dass dies nicht wichtig wäre, aber ich hatte mir ein spirituelles Buch erhofft. Auch die Stellen, wo es um die spirituelle Welt geht, hatte ich mir besser erhofft. Alles ist kanpp geschrieben, ohne weitere Erläuterungen, Begründungen oder Vorschläge zum Nachleben. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass man schon etwas über die spirituelle Welt der Indianer wissen muss, um zu verstehen, was Noble Red Man mit seinen Aussagen meint. Schön wären auch Geschichten und Legenden der Lakota gewesen.
Anscheinend hatte ich falsche Erwartungen an dieses Buch. Ich sehe es nicht als spirituelles Werk, sondern als eine Erinnerung an Noble Red Man und an das, woran er geglaubt hat.