Die Überschrift trifft für das Buch "Hüte sich wer kann" in gewissem Maße durchaus zu. Der dritte Teil der "Chroniken der Hüter" ist sicherlich recht vielfältig. Bei einem Spielfilm müsste man jedoch sagen, das Drehbuch ist ausgezeichnet, nur die Umsetzung nicht vollauf gelungen. Die handlungsgemäß bedingte Dramatik geht nicht in allen Situationen auf den Leser über. Trotz der ständigen Gefahrensituationen geht das Lesen nur zäh voran. Außerdem fehlen die wesentlichen Pluspunkte, die die Qualität von Teil 1 ausmachten, genauso wie schon bereits in Teil 2. Die Kommunikation zwischen den handelnden Personen kommt wieder einmal zu kurz, da diese Personen größtenteils an verschiedenen Orten agieren. Diese Kommunikation und das Beziehungsgeflecht zwischen Claire und Dean war es jedoch vor allem, die den humorigen Grundton des Romans "Hotel Elysium" ausmachten. Somit blitzt der erwartete Humor nur selten auf. Es zeigt sich, dass Tanya Huff das Metier eines Action-Romanes vielleicht doch anderen überlassen sollte. Eine Rückkehr zu ihren Tugenden wäre für Teil 4 dringend notwendig. Sollte es eine Fortsetzung geben, bin ich natürlich wieder dabei, da die Serie mir trotz des Qualitätsverlustes ans Herz gewachsen ist. Vielleicht schafft es Tanya Huff in Teil 4 ja auch,Actionbestandteile (die in Teil 1 zu kurz kamen) und ihren smarten Schreibstil(aus Teil 1) zu einem gelungenem Ganzen zu vereinigen.