Das Thema „Hut" findet in vielen Filzbüchern bereits Erwähnung, wenn das Filzen von dreidimensionalen Körpern erläutert wird. Hüte werden wie auch Behältnisse, Puppenkörper und Pantoffeln nahtlos über eine Folie gefilzt. Die Hülle wird durch Walken und modellierendes Filzen in die endgültige Form gebracht. Bei Kopfbedeckungen kommt erschwerend hinzu, dass die individuelle Kopfgröße zu berücksichtigen ist und das Design auf den Tragekomfort abzustimmen gilt. Dieses Buch befasst sich ausschließlich mit dem Nassfilzen von Kappen, Mützen und Hüten. Deshalb scheuen die Autorinnen keine Mühe, dezidiert auf die Schablonenherstellung, die Filzprobe und die typischen Problemstellen beim Arbeiten der Krempe und des Kopfteils einzugehen. Während die Grundformen klassisch sind und als Rasterschablone vorliegen, variieren die Details in der Ausgestaltung. Interessante Effekte werden mit eingefilzten Leicesterflocken, eingeschnittenen Rändern, spitz geformten Wollstacheln, gefältelten Oberflächen und unterschiedlichen Farbmusterungen erzielt. Es mag daran liegen, dass mir viele gefilzte Kopfbedeckungen nicht gefallen, weil sie oft „waldschratig"- grob aussehen und in ihrer Steifheit wenig bequemen Tragekomfort haben. Obwohl der Grundlagenkurs sowie die Arbeitsanleitungen ausführlich in Text und Bild beschrieben sind und mir einige lustig dekorierte Kappen gut gefallen, hat mir dieses Buch nicht viel Neues gebracht, was ich nicht schon aus der gängigen Fachliteratur längst weiß.