Ich habe mir von diesem Buch mehr erwartet. Wichtige Details werden kaum oder gar nicht durch Fotos (oder Skizzen) dargestellt. Viele Fotos haben auch überhaupt keine Bezug zum Text und dienen anscheinen nur zur Unterhaltung. Wie in anderen Hühnerbüchern werden auch nie die auf Bildern dargestellten Rassen erwähnt (wirklich nervig).
Nachdem ich zwei Einsteigerbücher gelesen hatte, war für mich so gut wie keine Information mehr neu. Ein paar Skizzen von Ställen waren interessant, aber nicht mehr.
Als Biobauer stört es mich zusätzlich, dass der Autor den Einsatz von "imprägnierten" Zaunpfählen und das regelmäßige Streichen der Holzställe empfiehlt. Fachlich gesehen ist beides sinnlos (da Holz einfach so lange hält wie es die Art und Verarbeitung ergibt und dies nur verlängert wird wenn das Holz vor Feuchtigkeit geschützt ist) und dazu kommt noch die Giftigkeit der verwendeten Materialien. Anstatt unbeständiges vergiftetes Fichtenholz als Zaunpfähle zu verwenden, würde ich Kastanie, Eiche oder Akazie empfehlen, die man sogar noch länger haltbar machen kann, wenn man die Pfähle vorher im unteren Bereich, der in die Erde kommt, abflammt (was das Holz verdichtet und Witterungsbeständiger macht). Wenn Holz feucht wird, so morscht es generell auch innen, was eine Imprägnierung gegen Pilze sowieso völlig sinnlos macht.
Im Internet (huehner-info.de) wurde die "Schwerkraftlüftung" bei Pult- oder Satteldächern viel besser erklärt und dargestellt und auch ausführlich auf Vogelmilben eingegangen. Was ich in diesem Buch vermisst habe.