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Hühnergötter. Hiddensee Krimi [Taschenbuch]

Birgit Lautenbach , Johann Ebend
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, März 2008 --  

Kurzbeschreibung

März 2008
Wenn die Inselidylle tiefe Risse bekommt: Ein Säugling verschwindet und niemand hat etwas gesehen

Hiddensee hält den Atem an. Die drei Monate alte Leonie ist verschwunden – am helllichten Tag, auf einer Insel, auf der jeder jeden kennt. Die örtliche Polizei bekommt Verstärkung vom Festland, doch auch die Kollegen von der Kripo finden keine Spur von dem vermissten Säugling. Für die Inselbewohner hingegen steht der Schuldige bereits fest: der geistig zurückgebliebene Marten, der sich auf der Suche nach Hühnergöttern immer am Strand herumtreibt und schon einmal ein Baby an sich genommen hat ...

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 143 Seiten
  • Verlag: Prolibris Verlag Rolf Wagner; Auflage: 1., Aufl. (März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935263295
  • ISBN-13: 978-3935263290
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 352.693 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Birgit Lautenbach wurde 1948 in Hamburg geboren. Sie lebt seit fast dreißig Jahren mit ihrem Mann, Kindern, Hunden und Katzen in einem Fachwerkhaus zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel.Johann Ebend, 1958 in Hüffenhardt /Baden geboren, lebt seit fast dreißig Jahren mit seiner Frau, Kindern, Hunden und Katzen in einem Fachwerkhaus zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel.

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4.1 von 5 Sternen
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lakonisch wie der Schauplatz 20. September 2006
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Hühnergötter sind eine besondere Art von Steinen, die der geistig behinderte Marten Buhrow liebt. Er ist etwas eigen, mag keine Veränderungen, und in der Morgendämmerung geht er den Strand der Insel Hiddensee ab, immer auf der Suche nach interessanten Funden. Vor zwei Jahren hat er mal einen ausgesetzten Säugling gefunden -- und das soll ungeahnte Folgen haben, für ihn und für andere.

Hühnergötter -- damit könnten aber auch die Protagonisten dieses Krimis gemeint sein, oder auch Hiddensee selber: auf den ersten Blick gewöhnlich. Es sei denn, einer wie Marten liest sie auf, weil er einen Sinn für ihre Schönheit hat.

Hiddensee ist eigentlich eine beschauliche kleine Ostseeinsel, ein beliebtes Ferien- und Ausflugsziel im Sommer. Wie auf vielen Inseln sind die Bewohner etwas eigen. Man kennt sich; Geheimnisse vor den Nachbarn lassen sich kaum verbergen. Eine kleine verschlafene Insel eben, friedlich. Normalerweise werden noch nicht einmal Fahrräder geklaut. Aber dann geschieht etwas ungeheuerliches: Die kleine Leonie, nur wenige Monate alt, wird aus ihrem Kinderwagen im Garten entführt, am hellichten Tag, während ihre Mutter nur kurz im Haus war. Niemand hat etwas bemerkt.

Die örtliche Polizei holt Verstärkung vom Festland, die Insel und ihre Bewohner, Einheimische und Gäste, werden überprüft, niemand darf die Insel unkontrolliert verlassen; man verwaltet das unvermeidliche Chaos, so gut es eben geht. Aber das Kind bleibt verschwunden. Bedrängende Fragen kommen auf: Wie lange kann ein Kind ohne Fürsorge überleben? Lebt es überhaupt noch? Und warum wurde Leonie entführt? Während die Urlauber entweder meckern, dass ihnen die Polizei den Urlaub verderbe, oder aber ihre Kinder nicht mehr aus den Augen lassen, hat sich die Sensationspresse schon einen Verdächtigen ausgesucht, nämlich eben jenen Marten Buhrow, der schon einmal einen Säugling gefunden hat. Das passende Foto, das ihn wie ein Monster aussehen lässt, ist auch bald gefunden. Aber Kommissar Schöbel nimmt sich das familiäre Umfeld des Kindes vor, und Pieplow von der örtlichen Polizei hat einen ganz speziellen Kontakt (eigentlich zwei)...

Während die Polizei eine Lynchjustiz an Marten verhindern muss, sucht sie weiter nach der kleinen Leonie. Ein Zufall kommt ihnen schließlich zu Hilfe, und ausgerechnet Marten Buhrow entpuppt sich als hervorragender Beobachter, der sogar das weiß, was der Aufmerksamkeit der anderen Einheimischen entgangen ist...

Die Handlung von "Hühnergötter" wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, und der Leser weiß bald mehr als die Ermittler, ahnt den ein oder anderen Zusammenhang. Allerdings weiß er noch längst nicht alles, und daraus baut sich die Spannung auf. Man erlebt mit der Entführerin des Kindes, wie die Polizei wenige Meter von ihrem Aufenthaltsort entfernt wieder kehrtmacht, weil sie einen Hinweis übersieht; man bekommt aber auch eine Ahnung von ihrem Motiv. Man erlebt die Verzweiflung von Leonies Mutter mit, man nimmt sogar eine fremde Situation aus dem Blickwinkel eines Säuglings wahr, man beobachtet das undurchschaubare hektische Treiben zusammen mit dem völlig verstörten Marten, und man fühlt mit dem Polizisten Pieplow, der vor wenigen Jahren vom lokalen Erzrivalen der Hiddensseer, aus Darß, hierher gekommen ist und eigentlich gern auf Hiddensee bliebe, wenn nur...

Die Handlung ist geschickt aufgebaut; ein wesentliches Strukturmerkmal sind die Verzögerungen, die durch eben jene Perspektivwechsel entstehen. Dazu kommt, dass sich hier zwei verschiedene "Strategien" gegenüberstehen, die der Polizei und die der Entführerin. Man beobachtet eine Art Wettrennen zwischen Jäger und Gejagter und hofft, dass sich irgendwo im Plan der Entführerin ein Haken verbirgt. Dass hier am Ende der Zufall eingreifen muss, schmälert den Lesegenuss nur unwesentlich.

Dabei bleiben die Autoren erfreulich wortkarg, überschütten den Leser nicht mit uninteressanten Details. Gerade dieser spröde Stil (ein gelungener Kontrast übrigens zum emotional aufgeladenen Thema) vermittelt einen guten Eindruck von der örtlichen Mentalität und lenkt den Blick auf Wesentliches, ohne etwas Wichtiges vorzeitig zu verraten.

Dieser knappe Stil schließt auch die Lösung des Falles am Ende ein: Der Leser wird nicht mit der Schilderung langwieriger Ermittlungen gequält, deren Ergebnis er sich ohnehin schon denken kann.

"Hühnergötter" empfiehlt sich unbedingt als gute Unterhaltungsliteratur. Ein solider, spannender Lokalkrimi, dessen Autoren das Lokalkolorit nur dort einsetzen, wo es sinnvoll einsetzbar ist, und deren lakonischer Stil dieses Lokalkolorit treffend widerspiegelt.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dunkle Stunden auf der Sonneninsel 12. April 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Auf den ersten drei Seiten entscheidet es sich: Weiterlesen oder weiterverkaufen.
Bei den Hühnergöttern war der Fall auf Seite 1 klar.

Die Sprache der Autoren gefällt mir, sie ist von der Klarheit, die ich schätze und sie verstehen es, die Dinge so zu beschreiben, dass man sich "mittendrin" fühlt.

Himmelfahrt auf Hiddensee, ein früher Morgen. Ich begleite den schweigsamen Marten Buhrow zu seiner Lieblingsstunde den Boddendeich hinauf Richtung Kloster, weiter zum Seglerhafen und schaue mit ihm den Möwen nach. An einem Himmelfahrtsmorgen fand Marten ein Neugeborenes am Strand, daran denkt er an diesem Sommermorgen und ahnt nicht, was für Folgen dieser Fund noch für ihn haben wird.

Kästner und Pieplow, die beiden Hiddenseer Polizisten, werden jäh aus ihrer Inselseligkeit gerissen: Ein Säugling ist spurlos verschwunden - und das auf Hiddensee, wo nicht einmal ein Fahrrad geklaut wird.

Von dieser Stunde an ist es vorbei mit jeglicher Lagunenheiterkeit auf dem idyllischen Eiland. Die Sache verderbe ihm den Urlaub, mault ein dicker Tourist. Die Frauen lassen ihre Kinder nicht mehr aus den Augen. Eine spektakuläre Suchaktion startet, keiner verlässt unkontrolliert Hiddensee und doch vermutet einer der Ermittler, dass der Täter der Familie nah stehen muss ...

Nach vielen Mankell-Romanen war ich gespannt auf dieses Buch. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Das ist Lektüre, die in einem Rutsch durchgelesen werden. Der Roman ist unterhaltsame Urlaubslektüre, ob man nun seine Ferien auf Hiddensee oder anderswo verbringen will. Ein Stück Hiddensee bleibt, denn die Autoren haben Insel und Menschen so anschaulich beschrieben, dass man meint, schon da gewesen zu sein.

Ich habe oft schon Bücher gekauft, weil mir das Cover so gefiel. Das Titelfoto ist vom Berliner Fotografen Thilo Folesky. Der Hiddenseer Leuchtturm auf dem Dornbusch ist wundervoll fotografiert und weckt sofort Lust, nach Hiddensee zu reisen, um nach Hühnergöttern und Bernstein zu suchen.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse 10. Januar 2007
Von A.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein unglaublich gutes Buch!!!

Ich habe diesen Roman in einem Spiekeroog-Urlaub meinem Freund vorgelesen. Wir konnten die beschriebene Inselatmosphäre sehr gut nachvollziehen, weil wir sie während dieser Tage "life" erleben durften.

Frau Lautenbach hat ein unschätzbares Talent, Situationen, Charaktere und Handlungen mit einer ihr eigenen Sensibilität anschaulich und stilsicher zu beschreiben. Das macht es einem leicht, in das Buch eintauchen zu können und es bis zum letzten Satz nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.

Eines der wenigen Bücher, bei dem mir beim Lesen durch die geschaffene Intensität der Ereignisse zwischendurch die Tränen geflossen sind. Gibt es ein schöneres Kompliment an einen Autor!?

UNBEDINGT lesen!
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