Sehr vergnügliche Darstellung des Seniorenalltags von Gräfin Ilse von Bredow. Ihr Buch DAS HÖRGERÄT IM AZALEENTOPF zeigt uns die Untiefen des Rentnerdaseins, obwohl es manchmal schwer wird die Fülle an Langsamkeit, Beschwerden und Gebrechen zu lesen und zu verstehen. Dennoch vermag es die Autorin uns an einem Zustand teilhaben zu lassen, den wir alle früher oder später einmal erreichen werden, ob wir es wollen oder nicht steht da außer Frage. Mit ihrem Buch zeigt uns die Autorin die lustigen Seiten des Altwerdens wie auch deren Schattenseiten.
Die Autorin ist 87 Jahre alt und lebt in Hamburg. Zu dieser großartigen Stadt mag man schnell gratulieren, aber die 87 Jahre sind schon ein nicht minder großes Päckchen auf dem Rücken der Schriftstellerin. So sieht es auch die Autorin Gräfin Ilse von Bredow, denn das Alter hat so seine Tücken, ebenso wie die Gesellschaft, welche auch damit umgehen muss und es tunlichst verdrängt, das Altwerden...
Lebensweisheiten gemischt mit Anekdoten und einer ganzen Menge Erfahrung präsentieren sich hier in vergnüglicher Art und Weise aufbereitet. Zum schmökern und darin herum blättern lädt das kleine Büchlein ebenso ein, wie zum ernsthaften Studium der Gefahren beim Altwerden.
Wann gehört man nun zum alten Eisen und wird man immer noch von jungen und dynamischen Jungmanagern über den Tisch gezogen. Wie funktionieren diese eigenartigen Telefone, welche man sich ins Ohr stecken kann und über das verlegen von Dingen brauchen wir gar nicht zu sprechen.
Überall in diesem Buch DAS HÖRGERÄT IM AZALEENTOPF schaut uns das Altwerden entgegen, seine widerwillige Schönheit, die Komik in der Situation und auch die Grazie, welche nur alte Menschen haben, wenn sie es darauf anlegen.
Mit ihrem Buch hat sich Gräfin Ilse von Bredow wieder einmal in die Herzen ihrer Fangemeinde geschrieben, obwohl Sie die Dinge nur beim Namen nennt und sagt wie es ist: das Altwerden.
Empfehlenswert!