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Höret die Stimme.
 
 
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Höret die Stimme. [Broschiert]

Franz Werfel
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Produktinformation

  • Broschiert: 639 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596294576
  • ISBN-13: 978-3596294572
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,2 x 4,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 562.894 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Franz Werfel
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte Jirmijahs aus Anathot, des Propheten Jeremias also, aber es ist zugleich ein Menetekel, ein Mahnwort gegen alle unverantwortlich herrschende Gewalt.

Autorenportrait

Franz Werfel (1890 - 1945) wurde als Kaufmannssohn in Prag geboren. Während seines Studiums befreundete er sich mit Franz Kafka und Max Brod. 1917 lernte er Alma Mahler-Gropius kennen, die er später in Wien heiratete. Die Werfels emigrierten 1938 nach Frankreich, von wo sie zusammen mit Golo Mann zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien flohen. Über Lissabon gelangten sie schließlich in die USA. Franz Werfel starb an einem Herzleiden in Los Angeles.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein sehr ergreifendes Buch 19. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
"Höret die Stimme" gehört für mich inzwischen zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe. Es geht um die Geschichte Jeremias, den wir als einen der bekanntesten Propheten des alten Testamentes kennen (sollten). Franz Werfel beschreibt sein Leben und Leiden, sein Schicksal (und damit auch das Schicksal seines Volkes), das Schicksal eines Menschen, der das Gotteswort in sich vernimmt... das aber dann (fast) niemand hören will. "Höret die Stimme" lautet demnach auch der Titel. Das Werk ist so gewaltig, daß man gar nicht weiss, wo man anfangen soll etwas darüber zu sagen. Vielleicht soviel: Die spannende, unglaublich realistisch beschrieben Szenerie (bestens recherchiert) und die Wortkreativität, die das Erzählte sichtbar werden lässt, offenbart den "Meister", aber damit nicht genug, denn das bildet "nur" die Basis für eine Erzählweise, die so anschaulich und plausibel wird, daß man sich als Leser kaum vorstellen kann, daß Werfel dies alles "erdichtet" haben soll. Vielmehr klingt es eher so, als sei er dabeigewesen, als erinnere er sich da an etwas, so wie man das z.B. bei "Es begann in Atlantis. Ein Lebensweg durch die Jahrhunderte." finden kann. Für mich bekam durch diese Buch dieser Teil des alten Testaments zum ersten Mal ein menschliches Gesicht. Das Thema "Künder" zu sein, wie Werfel den Propheten nennt, ist zudem höchst aktuell in unserer Zeit in der es nur so von sog. "Channels" und selbsternannten medialen "Lichtarbeitern" wimmelt. "....Des echten Künders Kunst bestand nur darin, "richtig" zu hören, das heißt die ergangene Raunung von allem trüben Zusatz zu entmischen, der aus den Leidenschaften, Begierden und Willenszielen des Eigenwesens stammte. ..." Dr. Justinus Kerner war Zeitzeuge eines solchen Künders (Jacob Lorber), der in Deutscher Sprache das sog. "Innere Wort" vernahm, das Wort des Herrn. Wenn schon ein Jeremias seine liebe Not hatte das Wort des Herrn von anderen inneren Stimmen zu sondieren, dann ist es für den "normalen" Menschen gewiß auch nicht gerade leicht. In Lorbers Fall mag das anders sein, denn er starb 1864 und so kann man seine "Früchte" heute leicht prüfen. In "Die Himmel geben Antwort" kann man mehr über diesen zeitnahen Mann erfahren. Wenn man "Höret die Stimme" liest, dann wird auch klarer, wie unsere Christlichen Wurzeln im Alten Testament ruhen und damit in der geistigen Welt des Judentums. Weder rühmt Werfel dies Volk, noch verwirft er es, wenn es die Pfade des Herrn verlässt. Er lässt gelten "wie" es ist indem er tief mitfühlend mit Worten malt, was in jener Zeit geschieht und dies durch die Augen seines Künders, dessen Seele von Ereignis zu Ereignis reift. Manchmal, so denke ich, hatte wohl auch Werfel solche "Raunungen"... und wer weiß, vielleicht ist das ganze Werk eine einzige Raunung. Es würde mich nicht wundern, so tief wie es mich berührte..
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brillanter historischer Roman 15. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Sprachlich brillant, historisch genau und enorm einfühlsam ist der Roman über einen der interessantesten Propheten des Alten Testaments gelungen, Jeremia aus Anatoth. Er wirkte in dramatischen Zeitläuften unter Königen, wie sie gegensätzlicher kaum sein können. Seine Bereitschaft, sich der einmal erkannten, erlauschten Wahrheit zu stellen und gegen alle Widerstände und inneren Zweifel daran fest zu halten, steht im krassen Gegensatz zu den Mächtigen seines Volkes, die dieser Wahrheit sehr zu ihrem Schaden ausweichen. Die Schilderungen des Lebens, der Kriege, der Begegnung der Kulturen und vor allem der Beziehungen zwischen Menschen und der Beziehung zu Gott sind spannend, bildgewaltig und überzeugend. Für mich einer der faszinierendsten Romane überhaupt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Höret die Stimme!..... 27. November 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Mit diesem Roman hat Franz Werfel ein faszinierendes Porträt des alttestamentarischen Künders Jeremiah (Jirmijah) geschaffen. Eingebettet in eine 1936 spielende Rahmenhandlung, die den Bezug zur Gegenwart in Deutschland verdeutlicht, wird das Leben und Leiden des Jeremiah geschildert, der unter verschiedenen Königen in Jerusalem, aber auch im Exil im Ägypten der Pharaonen und im Babel des Nebukadnezar mit der immergleichen Situation konfrontiert wird: "Schwer ist es mit dir, Jirmijah, denn niemals noch hast du das geredet, was du reden solltest. Der Herr, dein Gott, scheint der leibhaftige Widersprecher alles guten Beginnens und Ermessens zu sein....". Wenn er seine Raunungen offenbart, trifft ihn nur Verachtung, Verfolgung, Mißhandlung; er begibt sich in Todesgefahr, wenn er die verlangten Worte Gottes spricht.
Doch Werfel geht über eine Biographie des Propheten hinaus: Die Zerstörung des Tempels in Jerusalem wird zum apokalyptischen Bild der Zukunft Europas; das religiöse Thema des Romans wird von dem verschlüsselten Aufruf überstrahlt, Widerstand zu leisten gegen die totalitäre Gewalt in Deutschland. Daher auch der Titel des Romans im Imperativ: "Höret die Stimme"!
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