Der prähistorische Riesenhai Angel bricht aus der eigens für ihn geschaffenen künstlichen Lagune aus und macht sich auf den Weg in seine ursprüngliche Heimat, die Tiefsee. Genau dort wird Jonas Taylors Frau Terry von einem größenwahnsinnigen Multiindustriellen in einer Unterwasserstation gefangen gehalten. Auf seinem Weg frisst oder zerstört Angel wirklich alles, was sich ihr entgegenstellt: Weisse Haie, Tauchboote, Segelschiffe, Netzfallen, Potwale und nicht zuletzt auch Meeressaurier.
Das klingt nicht nur trashig, sondern ist es auch, aber in einem höchst positiven Sinne. Steve Alten bietet in der direkten Fortsetzung von "Meg" eine Menge blutige Action, absurd übersteigerte Charaktere und auch eine ordentliche Prise Sex auf. Dabei ist es die größte Stärke des Autors, die zahlreichen Actionsequenzen, hier insbesondere die Attacken Angels, so detailgetreu und packend zu schildern, dass der Film praktisch zum Greifen nahe schon im Kopf des Lesers abläuft. Und alles mündet in ein wirklich atemberaubendes Finale. "Höllenschlund" ist ein Buch, das gerade wegen der hemmungslosen Übersteigerungen so gut funktioniert, von Anfang bis zum Ende fesselt und einfach Spaß macht. Wenn Steve Alten so weiter macht, wird er Peter Benchley schon bald den Rang ablaufen.
Jetzt muss nur noch Hollywood zugreifen...