Am Anfang liebte ich Ildiko von Kürthy, "Mondscheintarif" habe ich an einem Stück gelesen und mich seitdem über jedes neue Buch gefreut. Dieses Mal habe ich aber einen entscheidenden Fehler gemacht: ich habe innerhalb von 6 Wochen "Höhenrausch" und "Blaue Wunder" gelesen: dass die Inhalte der Bücher eher witzig ausgelegt sind und nicht darauf abzielen, einem lange im Gedächtnis zu bleiben, weiss und akzeptiert man als Leserin. Wie immer waren in diesem Buch einige witzige und überraschende Kniffe enthalten... doch erstaunterweise musste ich feststellen, dass mich dieses Buch zum ersten Mal gelangweilt hat. Und zwar aus folgendem Grund: irgendwie geht es bei Ildiko von Kürthy immer um das Gleiche: die verlassene Frau, der lange umschwärmte Ex-Freund, der Nebendarsteller, der am Schluss die Hauptrolle gewinnt, der schwule beste Freund, der Trip in einen Kurzurlaub undsoweiterundsofort. Ich finde es langsam enttäuschend, dass immer wieder die gleichen Elemente vorkommen.
Und was mir langsam aufstösst ist, dass die Frauen teilweise peinlich wenig Selbstachtung mit sich bringen. Ein bisschen Schmachten, okay. Leiden, Weinen, alles okay. Aber diese gnadenlose Besessenheit davon, den Typen zu gefallen, geht mir auf den Keks. Das Leben besteht doch nicht nur aus Männern, auch wenn sie ein wundervoller Teil davon sind. Ich würde mir wünschen, dass die Hauptdarstellerin im nächsten Roman mal ein bisschen mehr Selbstachtung hat und etwas weniger über ihre Figur nachdenkt! (Wobei ich anmerken möchte, dass es lächerlich ist, von Figurproblemen zu reden, wenn man nach dem Verlust von ein paar Liebeskummer-Kilos schon wieder Idealgewicht hat...!)
Wer IvK weiter lieben will, sollte mindestens 1 Jahr zwischen ihren Büchern lassen - so mein Eindruck!