"Die Höhe des Unterhalts von A-Z" (ich beziehe mich auf die 7. Auflage in der Reihe Beck-Rechtsratgeber im dtv-Verlag) wendet sich - so muss man annehmen - an juristische Laien. Der Laie aber hat nicht selten große Verständnisschwierigkeiten bei der Lektüre juritischer Texte. Dies ist umso ärgerlicher, da doch jeder Staatsbürger dem Gesetz unterliegt, das ihm nicht selten trotzdem ein Buch mit sieben Siegeln bleibt. Wer als Unterhaltsberechtigter oder Unterhaltsschuldner plötzlich in den Dschungel der Paragraphenwelt gerät, weiß davon ein Lied zu singen.
Umso bedauerlicher ist es, wenn ein im Grunde gut konzipiertes, gut gegliedertes und in den Grundzügen durchaus informatives Werk weite Strecken über in einer Sprache verfasst ist, die wohl von Juristen untereinander, aber selten von Laien verstanden wird. Obgleich ich im Laufe meines Lebens so manchen juristischen Text "entschlüsseln" musste, hat mir die Lektüre einzelner Stichwortartikel dieses Buches immer große Mühe bereitet. Vieles, was da stand, ging einfach im Nebel des Unverstehbaren unter.
So fragt es sich, ob es auch für Verlage wie Beck und dtv nicht möglich ist, Autoren zu finden, die zugleich sachkundig und verständlich schreiben können. Dieses Werk war für mich eine Enttäuschung.