'Häuptling Tokeah und die Weiße Rose' kann für heutige Verhältnisse ohnedies nicht mehr als Spannungsroman rezipiert werden. Das Interessante daran sind denn auch die historischen Hintergründe und die ausgewogene und die ' von der Sprache abgesehen ' realistische Darstellung der IndianerInnen, was man allerdings bei Cooper ('Lederstrumpf') ebenfalls findet. Nicht jedoch bei Karl May, der mit seinen Klischees das IndianerInnenbild im deutschen Sprachraum prägte.
Und so könnte man zwar bedauern, dass May und nicht Sealsfield zu den meistgelesenen SchriftstellerInnen zählt. Verwundern wird einen das, angesichts Selasfields gestelzten Stils, aber nicht.