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Härte: Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt
 
 
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Härte: Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt [Taschenbuch]

Andreas Marquardt , Jürgen Lemke
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Seine Schilderung, wie eine Mutter ihren Sohn sexuell gefügig macht, bricht ein Tabu. Sexueller Missbrauch, so die landläufige Meinung, geht von Männern aus.« BERLINER MORGENPOST

Kurzbeschreibung

»Verziehen habe ich ihr bis heute nicht. Das wird sich nie ändern, denn es gibt keine Entschuldigung. Keine Mutter darf ihr Kind so behandeln.« Andreas Marquardt war einer der brutalsten und gefährlichsten Zuhälter Berlins. Mit Anfang 40 wird er zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Erst dort vertraut er sich einem Therapeuten an: Der Vater war ein sadistischer Schläger, der die Familie früh im Stich ließ. Und seine Mutter missbrauchte ihn jahrelang und fügte ihm seelische Wunden zu, die bis heute nicht verheilt sind ... Die erschütternde Lebensgeschichte über eine traumatische Kindheit, den Teufelskreis der Gewalt - und den Weg zurück ins Leben.

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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Dämon in uns allen... 14. Februar 2008
Format:Taschenbuch
Es ist schon eine Weile her, seit ich das Buch las. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite faszniert. Ja, es IST hart - das deutet der Titel ja schon an. Und natürlich sollte man sich immer wieder hinterfragen, ob man bei einer solchen Lektüre tatsächlich vom Augenöffnen- und Verstehenwollen geleitet wird oder eher einer Sensationslust aufsitzt, die einen eben weiter ins Rotlichtmillieu führt als der sonntägliche "Tatort". Auch kritische Nachfragen, ob der Autor eines solchen Textes wirklich schonungslose Ehrlichkeit im Sinne hat oder eher auf Sex-and-Crime-Schlagzeilen aus ist und für seine eigenen kriminellen Erfahrungen eine öffentlichkeitswirksame Plattform sucht, sollten nicht ausgespart werden. Zu oft wird unterm behaupteten Deckmäntelchen der Aufklärung und Offenheit die Authenzität von Prostitutions-Storys benutzt, um einen besonderen Kitzel und puren Voyeurismus zu bedienen.
Auch Andreas Marquardt mußte sich diesem Verdacht oft stellen. Denn streckenweise blitzt denn doch sowas wie Stolz aus seinen Beschreibungen hervor, wie er mit sicherer Hand so manche Dame "zur Hure machte, ohne daß sie es merkte", als "harter Kerl" seine Mädels abrichtete und im Gewerbe seinen Mann stand.
Andererseits... ich kann es mir tatsächlich vorstellen, daß es in dieser Subkultur eben SO funktioniert. Wie ein männlicher Rezensent - Fritz Wollny - hier vor mir zugab, daß es ihn durchaus erregte, diese Huren-Abrichtungen literarisch mitzuverfolgen... Und wie diese "Schlampen" für ihn plötzlich zu menschlichen Schicksalen wurden...
Ja. Sowohl die Kerle, die als Luden da landen, jagen einer Selbstbestätigungssehnsucht hinterher, als auch die Frauen und Mädchen, die meist zu spät und zerstört "erwachen".

Das Wertvolle für mich ist das Erleben, daß es sich auch da überall "nur" um Menschen handelt. Mit ihren bitteren Geschichten, Hoffnungen, Sehnsüchten. Die von M. beschriebenen harten Kerle sind ja keine Außerirdischen, sondern fühlende Wesen, die irgendwie SO geworden sind.

Dafür, daß er SO geworden ist, hat er im Knast gesessen. Zu Recht, und das gibt er auch zu. Ebenso, daß das wohl keiner der auch durch ihn zerstörten Frauen in irgendeiner Form gerecht wird. Daß das, was er tat, irreperabel und nicht zu entschuldigen ist.

Frappierend nur, daß ausgerechnet die Frau, wegen der er dann im Knast gelandet ist, ihn eher aus Rache dem Gesetz auslieferte. Aus Machtkampf.
Dennoch wird es deutlich, daß es (wiederum frappierenderweise) für M. der entscheidende "Bruch" war, um über sein Leben nachzudenken. Und die Strafe als solche anzunehmen.
Und das unglaubliche Glück, daß eine seiner Opfer-Frauen ihm ins Leben zurück helfen konnte. Diese Frau bewundere ich zutiefst!

Ich halte das Buch für ehrlich. Mit seiner Faszination für die dunkle Seite, der Schilderungen des Entsetzlichen, der Hintergründe... und der Dankbarkeit für die Chance eines Neuanfangs, die viele der Opfer nicht haben. Das betont Marquardt oft. Er bleibt damit schuldig. Aber er nimmt diese Vorgänge aus dem Fiktiven und macht sie menschlich, im Sinne von nachfühlbar. - Genauso wie mein Vorrenzensent zum Luden könnte ich zur Hure werden, wenn die Vorzeichen für mich so stünden wie für so viele. Die Abgründe sind in uns. In jedem. Mit diesen Dämonen werden wir nur fertig, wenn wir sie anerkennen und benennen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was steckt dahinter? 18. Dezember 2011
Von Bibliothekarin (meine Bibliothek) TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein Mann, der soviel Hass, Brutalität und Erbarmungslosigkeit versprüht hat kein Mitleid verdient. Ein Mann der unter grausamen Bedingungen Frauen zu Prostituierte abrichtet und als Zuhälter fungiert, hat kein Mitleid verdient. Ein Mann, der nicht als grausamen, unbändigen Hass in sich trägt, hat kein Mitleid verdient. Und doch...!?
Und doch verspürt man Mitleid mit dem kleinen sechsjährigen Jungen, dessen Vater ihm in voller Absicht und wegen Lust auf Pein die Hand zerquetscht, die bis heute nicht mehr so richtig will. Man hat Mitleid mit dem Jungen, dessen Mutter unaussprechliche Dinge mit ihm anstellt.
Warum wird ein Mann zum Täter? Warum trägt ein Mann soviel Hass in sich? Sind es immer die Opfer die zu Tätern werden? Mißbrauchs-Bücher gibt es mittlerweile einige, jedoch wer kennt ein Buch, in dem die Mutter den eigenen Jungen verführt, mißbraucht, zu Liebe zwingt, die er nicht will? Wenig, bis kaum. Die Frage bleibt: Warum?
Marquardt erzählt es. Schonungslos, ehrlich, in einfachen Sätzen. Eine Abrechnung. Mit sich, seinem Leben, seiner Mutter. Die übermächtige Mutter. Verzeihen? Nein, das kann er nicht. Wer nimmt es ihm übel? Wurde Marquardt verziehen? Keine Ahnung. Wäre ich betroffen gewesen, ich glaube eher nicht.
Eine hat es getan: 17 Jahre war sie alt, als er sie kennenlernte. Was tut er? Er schickt sie auf den Strich, richtet sie ab. Sie geht. Sie gehorcht. Sie liebt.
8 Jahre kommt er ins Gefängnis. Sie bleibt. Warum? Sie sagt: "Ich wusste immer, dass in Andreas ein anderer steckt. Ich liebe ihn."

Fazit: In einer sehr einfachen Sprache schreibt Marquardt seine Biografie. Im Prinzip wie ihm seine Geschichten einfallen, in einer Art Interview. Allerdings sind die ersten 50 Seiten mühsam, denn es geht hauptsächlich um den Kampfsport. Das zieht sich unglaublich in die Länge: Marquardt der Hero, der Unbesiegbare, der Unbekämpfbare. Jedoch beginnt hier der Abstieg ins Nachtleben. Welch ein Klischee. Doch das Klischee trifft hier hart zu. Er verfällt niemals in den ganz ordinären Text wie Heinz Sobota in Der Minus-Mann. In einige Ausdrücke der Berliner Sprache muss man sich erst einlesen.
Lude(r) = Zuhälter
Poussage = Liebschaft (altertümlich)
Marquardt hat nichts ausgelassen: Kampfsportfanatiker, Geldeintreiber, Schläger, Zuhälter, Frauen-Abrichter... und dennoch war er Mißbrauchsopfer. Dieses Thema kommt erst sehr spät raus. Heftig, ungeschont, ungeschönt.
Ein Leben, dass so nicht jeder gelebt haben will. Normalerweise ist das Gefängnis der letzte Schritt um total abzurutschen. Marquardt hat diese Chance ergriffen - die einzige Chance - die er jemals hatte. Sie? Sie ist heute noch da. Sein Fels in der Brandung. Unbeirrt. Unerreicht.
Lesenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hart, spannend, klarer Ausdruck 20. September 2010
Von N.
Format:Taschenbuch
Das Buch war so spannend und interessant, dass ich es an einem Tag ausgelesen habe.
So hart das Leben des Autoren war, genauso hart wird es beschrieben.
Ich habe mich immer gefragt, warum Frauen Geld an Ihre Zuhälter abgeben.
Eine Variante habe ich nun kennengelenernt.

Kurz um: Absolut lesenswert!
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Härte Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt
Das Buch ist sehr brutal geschrieben. hab selbst keinerlei erfahrung im rotlichtmillieu,kommt mir sehr übertrieben vor. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Arndt veröffentlicht
Gut geschrieben, Inhalt doch sehr schlimm
Habe das Buch gelesen und fand es sehr hart, es beschreibt ein Berliner Zuhälter seine Geschichte, wie er Frauen zwang für ihn auf den Strich zu gehen und wie mies er sie... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von sternchenschnucki veröffentlicht
das Milieu mal aus einem anderen Blickwinkel
O.K. man könnte hier jetzt ein paar Schwächen des Buches erwähnen, insbesondere die kaum nachvollziehbare Struktur und die Tatsache, dass er zwar alles sachlich... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Oberleseratte veröffentlicht
Erschreckende Erkenntnisse, wie Lebenswege beeinflußt werden ...
Mit schonungslos offenen und ehrlichen Worten beschreibt Andreas Marquart seinen Lebensweg, der auch durchaus einer erschreckenden Milieuschilderung gleichkommt. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von R. Gansterer veröffentlicht
Super
Dieses Buch ist einfach super,
ich habe selten so ein gutes Buch gelesen.
Einmal angefangen zu lesen fällt das aufhören ganz schön schwer
Vor 16 Monaten von Marion veröffentlicht
schlimm, aber äußerst schlecht geschrieben
Die Lebensgeschichte ist tragisch und erschütternd. Es besteht für mich kein Zweifel, dass seine Erfahrungen zu diesem für ihn wahrscheinlich mehr als positiven... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Kathrin veröffentlicht
Karate Andy,ein echter Typ!
für mich ganz klar die Nr.2 unter den Halbwelt Biografien,sehr klar,informativ,ehrlich ....ohne Scheu vor Kritik odre bösen Zungen geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Sven Wagener veröffentlicht
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