Ich bin sicher, dass ich das schon gehört habe. Nein, ich bin sicher, dass ich das so noch nie gehört habe." Beim ersten Hören dieser CD war ich etwas verwirrt. Es kommt nicht oft vor, dass das Neuarrangieren eines Konzerts für ein anderes Instrument so gut glückt, dass man nicht mehr unterscheiden kann, ob es sich um Original oder Bearbeitung handelt. In diesem Fall liegt das sicher auch an der brillanten Technik und dem wunderbaren Ton des Solisten. Ganz erstaunlich, was Gábor Boldoczki hier leistet und was er aus den Oboen- und Orgelkonzerten von Händel und Telemann macht. Ich habe meine Vorurteile gegen sein Instrument, die Trompete (laut, etwas unsensibel, meistens eher unsauber") allesamt über Bord werfen müssen. Es ist schon etwas Besonderes, wenn die Trompete singt wie die Oboe und doch strahlende Trompete bleibt, wenn sie halsbrecherische Läufe mühelos meistert und dabei immer blitzsauber intoniert.