Wer die wunderbare Dorothea Röschmann in München gehört hat, wird mit Sophie Daneman nicht recht glücklich werden - zu neutral ist ihr Ausdruck, den Schmerz, der die unglückliche Rodelinda ausmacht, vermag sie nicht glaubhaft zu machen. Auch ist die Stimme für diese Partie doch sehr, sehr klein und vom Mikrofon künstlich aufgeblasen(ohne an Puccini oder Karajan zu denken, aber auch in der Alte-Musik-Szene gibt es doch tragfähigere Stimmen, abgesehen von Röschmann auch Antonacci, Delunsch, Hunt Lieberson etc.). Damit fällt eine ansonsten sehr geglückte Aufnahme mit viel Können und Atmosphäre - aber ohne Hauptdarstellerin kann man "Rodelinda" nicht spielen.