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Händel - Rinaldo / Genaux, Persson, Kalna, Zazzo, Rutherford, Dumaux, Visse, Freiburger Barockorchester, Jacobs [Box-Set]

Miah Persson Vivica Genaux , Lawrence Zazzo Inga Kalna , Georg Friedrich Händel , Rene Jacobs , Freiburger Barockorchester , et al. Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (1. April 2003)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 3
  • Format: Box-Set
  • Label: Harmonia M (Harmonia Mundi)
  • ASIN: B00008N6IW
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.196 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Rinaldo Komplett - Persson Miah

Produktbeschreibungen

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In der nur für den Fachmann überschaubaren Vielzahl der Opern Georg Friedrich Händels nimmt Rinaldo einen prominenten Stellenwert ein. Gründe dafür sind neben den herausragenden Qualitäten des im elften Jahrhundert angesiedelten Kreuzritterdramas auch die etwas stärkere Präsenz auf dem CD-Markt in Verbindung mit seiner historischen Stellung: Als erstes für London komponiertes Bühnenwerk bescherte es Händel 1711 einen sehr großen Erfolg.

Erst im Jahre 1999 spielte Christopher Hogwood seine Version von Rinaldo auf alten Instrumenten und mit Star-Besetzung, nun legt René Jacobs eine Neuaufnahme vor -- wie hat man sich als Kunde zu orientieren? René Jacobs ist innerhalb der historischen Aufführungspraxis ein schon seit längerem ersehnter "Neuerer" oder besser "Weiter-Denker", der auf Basis der seit den 60er-Jahren in diesem Bereich gewonnenen Erkenntnisse immer wieder zu durchaus innovativen Ergebnissen kommt. Als ein Beispiel dafür sei im vorliegenden Rinaldo die Besetzung der Continuo-Gruppe genannt: Jacobs verwendet neben dem Cembalo eine Laute, eine Harfe und eine kleine Orgel und erreicht damit -- wissend, dass eine so opulente Besetzung zur damaligen Zeit sicher eher die Ausnahme war -- eine größere Farbigkeit und klangliche Flexibilität, als dies noch Hogwood 1999 vermochte. Viele weitere Vorzüge und begeisternde Einzelaspekte stecken in orchestralen Details und erschließen sich erst durch vergleichendes Hören der beiden genannten Einspielungen; fast möchte man sagen, dass Jacobs' Rinaldo-Revolution zu einem hohen Prozentsatz auf instrumentaler Ebene stattfindet. Ein diesbezüglicher Höhepunkt ist etwa die Armida-Arie am Ende des zweiten Aktes, in der Händel selbst sich einst als Cembalo-Virtuose profilierte: Jacobs' Assistent Nicolau Figueiredo bietet hier ein Feuerwerk des brillanten Cembalo-Spiels, das einen wirklich an den Sitz fesselt. Er bekommt so viel Raum zur Improvisation, dass die Arie bei Jacobs fast doppelt so lange dauert wie bei Hogwood.

Als weit gehend hervorragend kann auch die Sängerbesetzung bezeichnet werden: In der Titelpartie ist Vivica Genaux zu hören, die in ihrer tiefen Frauenlage mehr Durchschlagskraft und Energie entfalten kann als der Counter-Tenor David Daniels bei Hogwood. Goffredos Partie wird von Lawrence Zazzo sehr ansprechend gestaltet -- hier hatte Händel selbst allerdings 1711 eine Frauenstimme eingesetzt, ein Umstand, dem Christopher Hogwood mit dem Einsatz von Bernarda Fink Rechnung trug. Im Falle von Almirena ist die zauberhafte Miah Persson ein Gewinn gegenüber der oft allzu furiosen Cecilia Bartoli bei Hogwood. Erfreulich auch Inga Kalna als Magierin Armida. Kurzum: Barockoper vom Feinsten, keine Sekunde Langeweile -- unbedingt hören! --Michael Wersin


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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen da geht die Post ab ... 23. September 2003
Format:Audio CD
Wer glaubt, dass Barockopern eine gepflegte Langeweile verstroemen muessen, oder, dass historische Aufnahmepraxis mit Sterilitaet gleichzusetzen ist sollte sich unbedingt diese CD zulegen. Das Freiburger Orchester spielt hinreissend und mitreissend. Das Timbre jeden einzelnen Saengers passt hundertprozentig zu seiner Rolle. Bei mehreren Arien Mia Perssons bekam ich eine Gaensehaut, so schoen singt sie. Vivica Genaux' Stimme klingt herb, aehnlich wie die eines Kontratenors, nur authentischer. Dies ist eine der besten CDs, die ich mir je zugelegt habe.
Wenn man verstehen will, warum Opern frueher die Leute aehnlich vom Stuhl reissen konnten, wie heute Rockkonzerte, der sollte sich diese Platte besorgen. Hoffentlich nehmen sich andere Orchester, von denen man oft den Eindruck hat, dass sie nach BAT fieldeln, und Plattengesellschaften, die Ihre Besetzung nach
den "Stars", die sie unter Vertrag haben auswaehlen, ein Beispiel.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Widersprüchliches Gesamtbild 16. November 2008
Format:Audio CD|Verifizierter Kauf
Über die grundsätzliche Qualität HÄNDELs, RENÉ JACOBS', des Freiburger Barockorchesters und der hochkarätigen Besetzung braucht man wohl kein Wort zu verlieren (Top-Profis), dennoch fällt die Aufnahme nach meinem Geschmack hinter der von NAXOS ab. JACOBS verfällt in manche Marotten der ALTE-MUSIK-SZENE, wie wir sie seit spätetens den 80er Jahren tot glaubten. Bisweilen schriller Sound, verhetzte und verrissene Tempi oder (in der Trompetenarie des Rinaldo) eine erstaunliche Behäbigkeit, alles natürlich blitzsauber (spielen können die). Einige Experimente (Continuo-Impros etc.) sind nicht zu Ende gedacht und blähen die Rezitative auf. Die Aufnahmetechnik lässt generell Fragen offen. Die Sänger wurden oft sehr direkt aufgenommen, was leider VIVICA GENAUX' Stimme erst beim zweiten Hinhören wiedererkennen lässt. Sie klingt (Aufnahmetechnik?) schrill, schwitzig, brachial. Auch Stimmklang entfaltet sich im Raum und nicht an den Schneidezähnen. Sind wir hier bei RICHARD WAGNER? Überhaupt verwechseln die Musiker bisweilen ungestüm mit lebendig, brutal mit kraftvoll und lahm mit elegant. Poesie findet man hier kaum. WER muss hier WEM WAS beweisen? Dabei hat JACOBS doch diese herrliche GIULIO CESARE Einspielung gemacht. Ich verstehe das nicht. Herrlich üppig die Instrumentierung, wunderschön das Cover und vorbildlich das Textbuch. Es gibt auf dem Markt nicht eine Aufnahme, auf der das LASCIA CH'IO PIANGA zart, flirrend und "rein" zu hören ist. Auf dieser findet man es auch nicht...
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberoper gezaubert 2. April 2003
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
"In einer Zauberoper wird gezaubert" hat R. Jacobs seine Einführung im Begleitheft der 3 CDs dieser Aufnahme betitelt. Das Zaubern ist ihm, dem Freiburger Barockorchester und den Solisten zweifellos gelungen. Jacobs hat "moderne" Ideen für diese Aufnahme/Inszenierung (Innsbruck/Berlin) entwickelt (und detailliert erläutert) und er schafft es, mit heutigen Mitteln Händel Ziele zu erreichen.
Total überzeugend ist das Freiburger Barockorchester unter Jacobs: Die Aufnahme brilliert mit Details, Präsenz und Dynamik; Räumlichkeit und Präzision sind aufnahmetechnisch hervorragend wiedergegeben. Die warme Stimme von V. Genaux ist eine gute Wahl für die Rolle des Rinaldo. M. Persson, L. Zazzo, J. Rutherford und Ch. Dumaux haben mich begeistert; I. Kalna singt manchmal ein wenig schrill - aber das passt gerade zur Rolle der Armida. D. Visse legt einen quiekend-rauhen Ton in seine Stimme - ein Charakteristikum, mit dem man sich gut anfreunden kann, und das zu den vielen Elementen gehört, die diese Aufnahme so absolut hörenswert machen. Nach den Rinaldo-Aufnahmen mit Malgoire und Hogwood das i-Tüpfelchen. Begeisternd! Ein Muss!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aussergewöhnlich 28. März 2013
Format:Audio CD|Verifizierter Kauf
Wer Oper liebt, sollte es sich wirklich überlegen die Investition in diese Aufnahme zu tätigen.
Selten etwas so schönes gehört
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein 3. April 2003
Format:Audio CD
Dass es eine Neuaufnahme nach Hogwoods Rinaldo mit der Bartoli und mit dem Star-Counter Daniels nicht leicht haben wird war schon mal zu erwarten. Doch Rene Jacobs hat es troztdem gewagt und hat nicht nur eine gleichwertige, sondern obendrein auch noch eine spannendere vorgelegt. Die orchestrale Farbenpracht ist einfach hinreissend (obwohl von Manchen die "Verbessernungen" Jacobs, übrigens detailiert in seinem Vorwort geschildert, als dem Stil nicht entsprechend abgetan werden). Die Sängerbesetzung ist alles andere als nur angemessen, sie ist fast ideal: Man kann sich keine bessere Almirena als Miah Persson vorstellen und der Mezzo von Vivica Genaux bewältigt mühelos auch die Noten, mit denen Herr Daniels in der Konkurenzaufnahme seine Probleme hatte (obwohl er was denn Ausdruck betrifft die charismatischere Persönlichkeit besitzt). Die zwei Countertenöre in den Rollen der Kreuzritter Goffredo und Eustazio beweisen, dass es neben Andreas Scholl und David Daniels auch andere ausgezeichnete Sänger in diesem Fach gibt; und ich persönlich gebe der Besetzung der Partie Goffredos (des Vaters von Almirena) durch einen Mann, den Vorzug vor der Besetzung durch einen weiblichen Alt. Es bleibt eigentlich nur die eigentliche Hauptrolle - die Armida. Die lettische Sopranistin Inga Kalna agiert sehr farbenreich und wenn es gefordert ist, auch stürmisch, wobei sie allerdings manchmal bis an ihre Grenzen stößt. Alles in Allem eine sehr gelungene Neuaufnahme durch Rene Jacobs, der uns wieder Mal nach dem vielgelobten Croesus von Keiser eine weitere Oper aus dem Jahr 1711 in seiner ganz persönlichen Sicht offeriert.
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