Aus der Amazon.de-Redaktion
Diese Version begeistert mit exzellenten künstlerischen Leistungen. Das Orchester der Englischen Nationaloper (am Pult: Charles Mackerras) spielt die mal majestätisch-feierlichen, mal locker fließenden Kompositionen von George Frederick Handel (wie ihn die Briten nennen) mit einer sympathischen Leichtigkeit. Die Sänger, allen voran Ann Murray in der Titelrolle und Kontratenor Christopher Robson als Arsamenes, glänzen ohne Ausnahme mit tadellosen Vorträgen. David Fieldings farbenprächtige Ausstattung erfreut das Auge mit unzähligen Blickfängen. Und die Inszenierung von Regisseur Nicholas Hytner, der auch die Übertragung des italienischen Originaltextes ins Englische besorgte, unterhält mit vielen amüsanten Ideen.
So wird das Verkleidungs- und Intrigenspiel um echte und geheuchelte Liebe zu einem höchst kurzweiligen, jederzeit unbeschwerten Opernvergnügen. Der Dreiakter, der im Entstehungsjahr 1738 erbarmungslos floppte, ist hier so gekonnt mit zeitgemäßen Stilmitteln variiert, dass er auch Menschen unserer Tage noch etwas zu sagen hat. Großartig! --Harald Kepler
Video Jakob Kurzinhalt
Kurzbeschreibung
Editioned by Charles Mackerras and Noel Davies
Original liberetto by Nicolo Minato
Revised by Silvio Stampigilia
1985 brachte die English National Opera (ENO) anlässlich der Feierlichkeiten zu Händels 300stem Geburtstag eine Neuinszenierung von dessen Oper Xerxes auf die Bühne. Die innovative Interpretation, die im Jahr ihrer Premiere neben vielen anderen Auszeichnungen auch den begehrten Laurence Olivier Award sowie den Evening Standard Opera Award für die beste Opernproduktion erhielt, stammte von Nicholas Hytner in der Ausstattung von David Fielding. Bei der vorliegenden Aufzeichnung, einer Wiederaufnahme in der gleichen Besetzung wie 1985, standen mit Ann Murray in der Titelrolle und dem Countertenor Christopher Robson als Arsamene zwei herausragende HändelInterpreten unserer Zeit zur Verfügung. Charles Mackerras, in den 70er Jahren langjähriger musikalischer Leiter des Opernhauses, das damals noch unter dem Namen Sadlers Wells Theatre firmierte, ist ein exzellenter Kenner der Händelschen Musik. Er dirigierte aus der von ihm selbst herausgegebenen Edition des Notentextes.