Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Unterhaltung mit privater Weltanschauung, 10. September 2008
Dieses Buch ist für mich wie eine Unterhaltung mit einem anderem Menschen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es ist Unterhaltsam, weil manche Theorien derart an Tagträumerein erinnern, dass man darin schwelgen kann.
Für mich deckt das Buch ein breites Themenspektrum ab - aber um ganz ehrlich zu sein... auch wenn ich manche Anschauungen teile, kann ich kaum etwas davon glauben. Zum einen, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Mensch so viele Freunde, oder Freunde von Schwagern oder Onkeln kennt, die alle in Geheimorganisationen arbeiten oder gearbeitet haben. Noch glaube ich daran, dass die Mächtigen, die sich vor Kindern fürchten, diese Kinder nicht auch finden würden, wenn sie sogar ein Hobbyforscher spielend einfach aufspüren kann.
Interessant finde ich auch, dass jeder Mensch, der in dem Buch vorkommt, van Helsings Bücher konsumiert hat. Egal ob es ein Top-Illuminati ist oder jemand, der im tiefsten Dschungel Südamerikas wohnt.
Unterhaltsam ist das Buch auf jeden Fall und unglaublich sowieso, ich meine - hey, Hohle Welt, Nachfahren der Atlanter, Außerirrische - aber es ist durch die Selbstherrlichkeit des Autors auch leider sehr, sehr unglaubwürdig.
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154 von 207 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
zu schlicht für schlichte Gemüter, 11. April 2007
Ich habe mir das Buch gekauft, als ich eine Lehrveranstaltung zum Thema Verschwörungstheorien plante. Und tatsächlich tauchen in van Helsings New World Order Apokaliptik auch die ganzen Gemeinplätze moderner und vormoderner Konspirationstheoretiker auf. Ein Lehrstück dafür wie bieder-gläubige Seelen sich in gott- und teufellosen Zeiten ihr Sinnvakuum füllen. Mit entsprechend aufklärerischem Gehabe reist Herr van Helsing dann anscheinend auch um die Welt, wo er en passant einen Erleuchteten nach dem anderen aufgabelt, der ihn dann in famos tiefgründige Dinge einweiht: Amerikanische Präsidenten, die eigentlich Echsen sind und ihren Reichtum in Koffern von außerirdischen Besuchern überreicht bekommen, um ein bekannteres Beispiel zu nennen.
Wie es sich für einen Propheten gehört, benötigt der Autor auch keine Belege für seine Erkenntnisse und wenn er Fußnoten unterbringt, dann verweisen diese auf Pamphlete von ähnlich unterirdischem Kaliber wie sein eigenes. Das bekannte Muster: Man zitiert einander solange gegenseitig bis jeder sich selbst ein Faktum geschaffen hat. Den zugehörigen Mechanismus findet man Ecos Foucaultschem Pendel recht gut dargestellt.
Vor 2000 Jahren gab es schon einmal einen Mann, der durch die Welt zog, auf den Zinswucher und die Reichen schimpfte, die Obrigkeit und das Establishment beleidigte, Rückzug und Einfachheit des Herzens predigte und der Welt eine Wiedergeburt versprach. Doch anders als das Evangelium scheint mir dieses Buch doch am ehesten als Manifest einer verunsicherten, ohnmächtigen und labilen Persönlichkeit gelesen werden zu sollen.
Verschwörungen finden statt, na und? Fussballschiedrichter werden von Wettkartellen bestochen, Gewerkschaften organisieren konzertierte Streiks, Energielieferanten machen Preisabsprachen, die beiden größten Parteien Deutschlands finden sich zu einer Koalition zusammen, Leute werden im Büro gemobbt...alles Arten von Verschwörung, wenn man so will. Nur wer sich konsequent dem Getriebe der Welt verweigert, hat eine Chance, nicht in irgendeine Art von Konspiration verwickelt zu werden. Dafür muss er dann allerdings das Risiko auf sich nehmen, früher oder später entweder Pontius Pilatus oder den Verfassungsschutz am Hals zu haben.
Braucht man Helsings Geschreibsel wirklich, um zur banalen Einsicht zu kommen dass viel Geld viel Macht bedeutet, dass die Medien uns nicht die ungeschminkte Wahrheit servieren (was das sein soll, weiß wohl nur Herr Helsing)und dass hinter den Kulissen wohl alles ein bisschen anders ausschaut als Lieschen Müller sich die Geschicke der Welt vorstellt?
Wohl kaum.
Und so bleibt als Fazit: Herr van Helsing klärt auf, nämlich die Leser über seinen Seelenzustand und vor allem darüber, dass er im Gegensatz zu seiner Selbsteinschätzung nämlich überhaupt keinen kritischen Verstand besitzt, sondern uralte Topoi der mystisch-romantischen Gegenaufklärung wieder aufwärmt(daher die gefühlte Nähe zum Rechtsextremismus), die als Nachtseite des Rationalismus in der Gesellschaft schon immer latent vorhanden waren.
Bestsellerambitionierte Romanschriftsteller können das Buch vielleicht als Materialsammlung oder Inspirationsquelle gebrauchen, wer jedoch nach Informationen sucht, bekommt nur den Kopf verdreht.
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45 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Woran liegt es ..., 18. Oktober 2006
... daß ein solches Machwerk auf solche Zustimmung stößt?
Haben die Menschen Angst vor sich selbst, daß sie sich ein solches Fantasiegebilde erschaffen um sich von ihren eigenen Schwierigkeiten abzulenken. Ein Gebilde das danach schreit bewiesen zu werden und es doch keiner kann, weil gewisse Autoren sich alles aus den Finger ziehen. Ist es soviel leichter die Schuld für alles irgendwelchen Verschwörern zuzuschieben, als in sich selbst nach Ursachen zu suchen? Ja es ist um vieles leichter!
Van Helsing (die Namenswahl beleidigt Bram Stoker!) scheint in einer anderen Welt zu leben und ist in seiner Selbstgefälligkeit unerträglich. Er kann keine Beweise für irgendeine Theorie vorbringen, er behandelt seine Thesen ja nicht mal als Idee sondern als DIE Wahrheit. Es mag auf unserem Planeten einiges nicht mit rechten Dingen zugehen, aber das Abdriften in solche Welten ist absurd und hilft keinem Menschen. Wenn Sie sich und andern helfen wollen ist dieses Buch KEINE Lösung. Van Helsing benutzt dazu ja noch die Methoden, die er Regierungen und Organisationen vorwirft. Er will manipulieren. Dieses Buch bietet nicht einmal einen Unterhaltungswert. Eben weil der Autor davon überzeugt ist, daß er alleine weiß wie die Dinge hier ablaufen. UNFUG!
Eine Stern dafür, daß ich diese Rezension schreiben durfte.
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