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Hände voller Blut
 
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Hände voller Blut

Eric Porter , Angharad Rees , Peter Sasdy    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Eric Porter, Angharad Rees, Jane Merrow
  • Regisseur(e): Peter Sasdy
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: EMS GmbH
  • Erscheinungstermin: 12. Mai 2005
  • Produktionsjahr: 1971
  • Spieldauer: 82 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007X9SXA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 61.010 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDb.de

"Ein kleines Glanzlicht aus der späten Hammer-Phase, als man Experimenten nicht mehr abgeneigt war, um das schwindende Zuschauerinteresse wiederzuentfachen. Zwar erzählerisch banal und vorhersehbar, zeigt der Film optisch doch einige ansehnliche Qualitäten.

So kann man Regisseur Peter Sasdy das Kompliment machen, einen kostengünstigen und dennoch sehr treffenden Film aus der viktorianischen Epoche Londons gestaltet zu haben. Ausstattung und Set Design der 1890er sind ausgezeichnet, geschmackvoll und stilsicher inszeniert. Auch die Kameraführung ist beachtlich, der Betreffende hat Einfälle gehabt, die biedere Geschichte aufzupeppen.

Was hinten und vorne nicht stimmt, ist leider die Story. Jack the Rippers Töchterlein, die nach dem Muttermord ein mörderisches Trauma angehängt bekommen hat und Väterlein nun bisweilen im inneren sprechen hört (nachdem dieser schlichterdings aus der Geschichte vor 15 Jahren verschwunden ist), ist schon ein harter Tobak. Daß dem ganzen dann aber von einem Wissenschaftler mit Tiefenpsychologie und Freudschen Methoden entgegengetreten wird, höchst unglaubwürdig. Vor allem, weil der Gelehrte munter an seiner Methode festhält, obwohl das Mädel so ziemlich jeden in seiner Umgebung weghäckselt, der ihr ein Schmuckstück umhängen oder sie in den Arm nehmen will. Auf die Idee, sich zu wehren, kommt dann auch keins der Opfer, weswegen Dr.Freud am Ende selbst ins Messer läuft, nachdem er die übrigen Morde schon ignoriert hat (naja, Betrügerin, Hausmädchen, Nutte, Medium, halt alles nichts Elementar Unverzichtbares).

Wäre die Aufklärung denn nun wenigstens ein Geheimnis gewesen, hätte man sich vielleicht noch damit anfreunden können, doch der Prolog informiert uns bereits über alles Wissenswerte dieses Traumas, so daß wir nur noch wissen wollen, wie es ausgeht, und das bitte recht schnell. Auch die Tatsache, daß unser Prä-Psychiater nicht einen Schritt vorankommt und ein Medium zur schnellen Komplettaufklärung benötigt, erfreut keinen Logiker.

Erfreuen kann einen aber der kleine Showdown, der dramatisch und fotografisch erfreulich gut inszeniert wird und zwar in der Flüstergalerie von St.Pauls. Das Ding sieht zwar nachgebaut aus, ist aber selbst dann ausgezeichnet. Ebenso überraschend dann auch noch der Härtegrad der Mordszenen, die sogar für Hammer-Standard recht herbe sind, ob es sich nun um Kehlenschnitte, große Nadeln ins Auge oder das Durchbohren per Schürhaken (gleich noch durch die Tür) handelt. Die Kamera hält voll drauf und die Details sind reichlich. Wäre eigentlich sonst Sache der Itailiener gewesen, denn das sind schon fast Giallo-Qualitäten.
Das versöhnt dann halbwegs mit dem Unfug, der sich hier Plot nennt und macht die Sache genießbar. Mehr aber auch nicht und das es zu keiner Langeweile kommt, kann ich auch nicht garantieren.

--- Silvan Prefetzky (Moonshade)"

Produktbeschreibungen

EMS HÃnde voller Blut, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 14.04.05

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überdurchschnittlich! 20. Januar 2008
Von Daniel Zynda TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Ebenfalls aus dem für die Hammer Studios sehr fruchtbarem Jahr 1971 stammt "Hände voller Blut", der lose auf dem Fall von Jack the Ripper basiert.

Doch statt sich der (damals schon) ausgelutschten Ripper-Story zu bedienen, erzählt dieser Film von dessen Tochter, die ohne es zu wollen das Tun ihres Vaters nachahmt (weil sie als kind mit ansehen musste, wie ihre Mutter vom Vater umgebracht wurde).

Ein Professor a la Freud nimmt sich ihrer an (Der Professor wird exzellent gespielt von Eric Porter), und was dann passiert, hat schon mehr etwas von einem menschlichen Drama als "nur" von Horror. Die Story ist ausgesprochen intelligent, wirklich fesselnd und berührend. Und alles mündet in einem fast opernhaften Finale.

"Hände voller Blut" war der dritte und letzte Film, den das Talent Peter Sasdy für das Studio inszenierte (nach "Wie schmeckt das Blut von Dracula"(1969) und "Comtesse des Grauens"(1970)). Danach verschwand der Regisseur leider und versackte in drittklassigkeit (sein letztes Lebenszeichen im Kino war in den 80ern ein fürchterlicher Film mit Pia Zadora).

Wenn es unter den Hammer-Filmen einen Film gibt, den man als "anspruchsvoll" bezeichnen kann, dann diesen (daneben fällt mir nur noch der ein Jahr später entstandene Film "Dämonen der Seele" ein, den es in Deutschland bisher nicht auf DVD gibt). Nicht nur für Hammer-Fans interessant.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lebt Jack the Ripper ? 21. Juni 2009
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
"Hände voller Blut" (Originaltitel: Hands of the Ripper) entstand 1971 als bei Hammer Horror langsam die Späthase eingeleutet wurde.
Regie führte der Ungar Peter Sasdy, der bereits mit "Wie schmeckt das Blut von Dracula ?" und "Comtesse des Grauens" Erfahrungen auf diesem Gebiet mit dem Studio hatte.
Mit der Rippervariante ist ihm einer der besten Hammerfilme überhaupt gelungen.
England zur Zeit von Königin Viktoria, Jack the Ripper treibt sein Unwesen. In der Anfangssequenz flieht der Serienkiller vor seinen Verfolgern nach Hause zu seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Die Frau entsetzt, denn in dem Moment entdeckt sie sein Geheimnis. Ripper tötet vor den Augen der kleinen Anna seine Frau...
Einige Jahre später: Anna (Angharad Rees) kann sich an die Kindheitsereignisse nicht mehr erinnern. Sie wurde von einer Mrs. "Granny Golding" (Dora Bryan) adoptiert. Eine Frau, die ihr Geld mit Wahrsagerei und Geisterbeschwörungen für Reiche verdient oder aber die junge Anna an finanziell gut situierte und schmierige Parlamentsabgeordneten wie Mr. Dysart (Derek Godfrey) verkauft. Bei diesem verkuppelten Schäferstündchen eskaliert aber die Situation und die geschäftstüchtige Granny wird von einem Schürhaken aufgespießt. Ist Anna eine Mörderin ? Sind es die vererbten Gene des Vaters ? Den Psychologen Dr. John Pritchard (Eric Porter) fasziniert dieser Fall und er holt Anna zu sich nach Hause und beobachtet entrückte Phasen von Anna, die dann ausgelöst werden, wenn eine Kombination aus einem glänzendes Objekt, offenem Kaminfeuer und einem Kuss eintritt. Während Pritchards Sohn Michael (Keith Bell) seine Hochzeit mit der blinden Laura (Jane Merrow) plant, geschehen weitere Morde. Kann das Medium Madame Bullard (Margaret Rawlings) Licht ins Dunkel bringen...
"Hände voller Blut" glänzt mit einer perfekten Atmosphäre Londons während des viktorianischen Zeitalters. Pritchard ist ein glühender Anhänger einer modernen Strömung von Sigmund Freud und verfällt der Idee die Psyche eines Mörders zu studieren und zu beleuchten. Als Gegenpart ein Politiker wie Dysart, der eine Doppelmoral pflegt und Mörder am Galgen sehen möchte, da wo sie hingehören.
Die FSK 18 Einstufung hat der Film deshalb erhalten, weil die Morde dann doch für ein Publikum von 1971 recht heftig und deftig.
Der Höhepunkt findet in der St. Pauls Cathedrale statt und ist eine der besten und anspruchvollsten Szenen in einem Hammerfilm. Hab ich etwa den "Citizen Kane" der Hammerfilme gesehen...grins ?
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