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Guttenbergs Fall: Der Skandal und seine Folgen für Politik und Gesellschaft
 
 
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Guttenbergs Fall: Der Skandal und seine Folgen für Politik und Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Roland Preuß , Tanjev Schultz
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus (24. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579066722
  • ISBN-13: 978-3579066721
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 113.437 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Noch bevor die zuständige Staatsanwaltschaft Hof überhaupt entschieden hatte, wie sie mit der eigentlich unumgänglichen Anklage wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung umgehen wird, leitete der Baron sein Comeback ein. Wie die Faust aufs Auge kommt nun eben auch noch die Meldung, zu einem von Autoren und Verlag nicht schöner zu erträumenderen Zeitpunkt, dass die Ermittlungsbehörde das Verfahren gegen den Plagiator eingestellt hat. Einzige Auflage: Guttenberg muss 20.000 Euro seiner Portokasse entnehmen und an die Deutsche Kinderkrebshilfe zahlen. Ein schönes Beispiel dafür, dass ein fester Glaube und vielleicht noch festere Beziehungen nach ganz oben manchmal wahre Wunder wirken.

Allen Skeptikern oder Agnostikern aber hilft nur noch der Hinweis auf ein anderes Buch zum Thema, aus dem nicht ganz so katholischen Gütersloher Verlagshaus: Guttenbergs Fall – Der Skandal und seine Folgen für Politik und Gesellschaft von dem SZ-Enthüllungsduo, das den Skandal um Guttenberg damals aufgedeckt hatte, Roland Preuß und Tanjev Schultz.“ (Rainer Dresen, BuchMarkt online )

„Preuß und Schultz, Journalisten bei der Süddeutschen Zeitung, hatten die Plagiatsaffäre als erste in die Öffentlichkeit gebracht und zeichnen die Geschichte jetzt minutiös nach. Dabei zeigt sich: Es war vor allem ein Triumph der üblichen wissenschaftlichen Praxis.“ (Frankfurter Rundschau, Hermann Horstkotte )

„Dieses Buch gibt einen unheimlich lebendigen und vor allen Dingen aus meiner Sicht informativen Einblick in ein Geschehen, das ja nicht nur die Politik, sondern auch die Wissenschaft und die Medien bewegt hat. Und ich bin froh, dass dieser Fall aufgegriffen wurde und ich gehe davon aus, dass auch nach der Lektüre dieses Buches die vielen Perspektiven, die in dem Buch auch angeschnitten sind, dann diskutiert werden.“ (Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin auf der Pressekonferenz zum Buch )

Kurzbeschreibung

Ein Skandal und seine Folgen: Die Affäre »Guttenberg« als Präzedenzfall

Die Fallhöhe beim Sturz des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg war enorm. Zugleich wurde in der Affäre das Gewicht verschiedener gesellschaftlicher Teilsysteme neu vermessen – die Wissenschaft mit ihren Prinzipien konnte sich gegen eine aus dem Ruder gelaufene Machtpolitik behaupten. In diesem brisanten Buch geht es um mehr als nur die Guttenberg-Affäre: warum der ehemalige Verteidigungsminister den Plagiatsskandal nicht überstehen konnte und was dies für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bedeutet.
Ein spannendes und notwendiges Buch, das zeigt, woran künftig nicht nur politische Führungskräfte gemessen werden, geschrieben von den beiden Journalisten, die den Stein ins Rollen gebracht haben.


Das Insiderbuch der beiden Journalisten, die den Fall aufgedeckt haben
Ein Beitrag zur aktuellen Debatte über aus dem Ruder gelaufene Regeln in Politik und Demokratie
Brillant auf den Punkt gebracht – investigativer Journalismus par excellence


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von chr
Format:Gebundene Ausgabe
In lockerer, vergnüglich zu lesender Sprache stellen die SZ-Redakteure die Plagiatsaffäre aus der Perspektive hinter den Kulissen der Presse dar. Entstanden ist ein Buch, das mit erfreulicher Klarheit aufräumt mit den albernen Verschwörungstheorien, es habe sich bei dieser Affäre um eine politisch eingefädelte "Hetzkampagne" gehandelt. Dabei gelingt es den Autoren, immer sachlich zu bleiben und ein polemisches "Nachtreten" konsequent zu vermeiden. Interessant waren die Einblicke in die Recherchearbeit der Redakteure im Vorfeld der Veröffentlichung der Vorwürfe und die penible Prüfung auf deren Sauberkeit und Richtigkeit. Offenbar war es ein großes Anliegen gewesen, eben keine unberechtigte "Schmutzkampagne" zu fahren. In reflektierter Weise wird zudem der Frage nachgegangen, ob die Veröffentlichte Meinung in Skandalen dieser Art nicht möglicherweise zu unbarmherzig agiert. Plausibel argumentieren die Autoren jedoch mit der keineswegs "gleichgeschalteten" Linie der Presselandschaft in diesem Fall, sowie der Verpflichtung zur Aufklärung, der man sich verschrieben sah. Die Analyse der Auswirkungen dieses Skandals für die Welt der Wissenschaft und auch der politischen Kultur in Deutschland ist glaubhaft und kommt zu dem Ergebnis, dass der Rücktritt Guttenbergs als Qualitätsmerkmal unserer politischen Landschaft gesehen werden muss. Jedoch wird auch die Mögichkeit eines Comebacks ohne Häme behandelt und untersucht.

Alles in allem ein Buch, das wahrscheinlich leider von den falschen Leuten gelesen werden wird, hat doch seine Zielgruppe Aufklärung solcher Art eigentlich nicht mehr nötig, während die Heerscharen unreflektierter "Fans" sich kaum für differenzierte Analysen interessieren werden.
Nicht zuletzt würde man sich wünschen, dass auch "Enoch&KT" höchstpersönlich einen Blick in diese angenehm unaufgeregte, fundierte Chronik werfen würden, einfach um zu lernen, dass man selbst als Mitglied jahrhundertealter Familien einfach auch mal im Unrecht sein kann. Und dass das unumwundene Zugeben dieser Tatsache der erste Schritt zur gesellschaftlichen Rehabilitation ist. Die Welt ist nämlich keine böse Verschwörung.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat sich zum verwertbaren Gebrauch einer Doppelpersönlichkeit bekannt und damit die Schizophrenie in ein völlig neues Licht gerückt. Der Betrug an der akademischen Gesellschaft interessierte sie nicht, da für sie nur die berufliche Leistung des charismatischen Politikers Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg von Bedeutung war. Die Autoren Roland Preuß und Tanjev Schultz dokumentieren in einer faktenreichen Analyse den kometenhaften Aufstieg eines adeligen CSU-Politikers, der innerhalb weniger Monate seinen Abschied nehmen musste, nachdem sein einzigartiges Lügen-gebäude in sich zusammenbrach. Schaut man sich genauer die Biographie des fast 40-jährigen Barons an, wird dem Betrachter einiges klar. Im Grunde ein bedauernswerter Baron auf einem zu hoch sitzenden Thron. Sein Vater, ein leidenschaftlicher Amateur-Musiker, steht voll und ganz zu seinem leidgeprüften Sohn und sagt: "Was Karl-Theodor jetzt ausgelöst und mitgemacht hat, stellt sich für ihn und die Familie auf Dauer vielleicht als eine Art stärkendes Drachenblut heraus".
Die akademischen Lehrmeister, die den jungen Juristen vom Schloss in Guttenberg ausgebildet und bis zur Promotion begleitet haben, stehen bedauerlicherweise auch auf dem Prüfstand. Die Frage nach der Unabhängigkeit der Universität Bayreuth ist noch nicht schlüssig beantwortet.
Das Buch "Guttenbergs Fall" gehört in jede Hausbibliothek von halbwegs gebildeten Bürgern Deutschlands.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
informativ und lesenswert 15. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Wer hat nicht mitbekommen, wie die Plagiatsaffäre durch die Medien ging? Und je nachdem, mit was für Menschen man sein Leben teilt, dürften jedem die unterschiedlichsten Meinungen zu dem Fall begegnet sein von "Der arme Mann, lasst den in Ruhe" über "Aber als Minister ist er doch toll" bis zu "Richtig so und am besten noch hart bestrafen dafür". In diesem Buch wird der Fall nochmal von Beginn an aufgerollt und dargelegt und auch all jene Schauplätze beleuchtet, denen vermutlich nicht jeder Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Herausgekommen ist ein Buch, dass sich deutlich auf die Seite der Wissenschaft stellt, soviel möchte ich gleich sagen, aber auch ein Buch, das versucht, Antworten zu finden auf die Frage nach dem "Warum".
Warum setzt ein erfolgreicher Mann mit einer glänzenden Zukunftsprognose seinen Ruf, sein Ansehen, seinen Job aufs Spiel indem er so eine Dummheit begeht? Warum stellt er sich, wenn alles an die Öffentlichkeit kommt, noch hin und dementiert? Warum sind die Reaktionen so erfolgt und welche Folgen hatte die ganze Affäre, die mit dem Rücktritt Guttenbergs ja lange nicht beendet ist?

Um all diese Dinge dreht sich das Buch. Sicher ist der Blick der Autoren, die ja über die Vorfälle berichtet haben, nicht menschenneutral Herrn Guttenberg gegenüber, der die wissenschaftliche Ehre verletzt hat, wohl aber sehr faktenneutral den Geschehnissen gegenüber. Und somit auch durchaus lesenswert für diejenigen, die nach wie vor daran festhalten, dass unser "Wunderminister" ungerecht behandelt wurde.

Mich hat das Buch erschreckt, weil ich vieles einfach nicht wusste, was im Vorfeld passiert ist und weil ich das genaue Ausmaß der Affäre nicht kannte, denn ehrlich gesagt, haben mir damals die gröberen Berichterstattungen genügt, um mich aufzuregen, ins Detail wollte ich da gar nicht gehen.
Beruhigend hingegen war zu sehen, dass die Wissenschaft ganz klar Stellung bezieht. Um in einer sachlichen Rezension ins Persönliche zu rutschen: Mir sind durchaus Menschen begegnet, die selber akademische Grade besitzen und sich damit eigentlich am ehesten eignen, das ganze ungeheuerliche Ausmaß zu begreifen, die sich aber an dem "er hat einen guten Job gemacht"-Argument festgebissen haben und denen es völlig egal war, wie mit dieser Doktorarbeit umgegangen wird.

Natürlich muss man zwischen dem Verfasser der unumstritten fehlerhaften Arbeit und dem Minister unterscheiden, ein anderes Licht auf die Glaubwürdigkeit wirft die Sache meiner Meinung nach dennoch, weswegen ich mich ganz schwer tue mit den Aussagen, die nur abwiegeln und beschwichtigen und Herrn Guttenberg lieber heute als morgen wieder in Amt und Würden gesehen hätten.

Wobei ein anderer prominenter Fail-Kandidat da ja schon die wahrscheinlichste Entwicklung vorausgesagt hat: "In einem Jahr ist alles vergessen". Wohl wahr und diejenigen, die sich von über Boulevardzeitungen ausposaunten Begeisterungsstürmen dann mitreißen lassen und für die alles vergeben und vergessen ist, werden vermutlich die Mehrheit darstellen.

Dennoch wäre es schön, wenn auch diese sich das Buch zu Gemüte führen würden, denn es wird mehr als deutlich, wer den Fall Guttenbergs tatsächlich verursacht hat: Er selber.

Anzumerken ist, dass sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden und keinesfalls nur auf die Medienberichte verlassen sollte, die ohnehin die eigene Meinung zeigen. Aber das ist ohnehin immer so und betrifft nicht nur diesen Fall, wenn er auch reichlich spektakulär und wegweisend ist.

Von meiner Seite eine eingeschränkte Leseempfehlung (s.o.) für beide Lager für die Fans und die Gegner, für diejenigen, die die ganze Angelegenheit verfolgt haben und für jene, die alles nur am Rande mitbekommen haben. Für Politiker als Mahnung, für Wissenschaftler ebenso, für Studenten und Professoren, für Lehrer und Schüler.

Denn das Grundthema, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Selbstdarstellung eigener Leistungen betrifft uns doch irgendwie alle.
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Und schon ist er wieder da
224 Seiten Guttenberg? Nein - eigentlich ist nach 6 Kapiteln (von 10) alles Wesentliche gesagt.
Danach geht es um andere Sünder, die Ghostwriter-Industrie und die... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Frohmut Menze veröffentlicht
Eine sehr aufschlussreiche, sachliche und lesenswerte Recherche der SZ...
Bereits auf der Seite 58 dieses sehr sachlichen und faktenreichen Buches wird ein Bild begeisterter Anhänger Guttenbergs bei einer Veranstaltung gezeigt, die ein Transparent... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von M. Plotzki veröffentlicht
Die Öffentlichkeit vergisst schnell
Die Öffentlichkeit vergisst schnell. Seit der ehemalige Verteidigungsminister Guttenberg wegen seines Umgangs mit den gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfen im... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht
Brilliant !!!! Sehr gute Recherchen ein Krimi aus dem wahren Leben
Das Buch ist vom Anfang bis zum Ende sehr spannend geschrieben. Der Aufstieg und Fall eines Politikers.
Ein packender Krimi, aus dem realen Leben.
Vor 6 Monaten von Metin veröffentlicht
interessant wird's erst zum Schluß
Zunächst ist dieses Buch eine Chronik der bekannten Geschehnisse um den über seinen eigenen Doktortitel gestolperten Exminister zu Guttenberg. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Christian Döring veröffentlicht
Geldmacherei
Klar, erst Stunk machen und jetzt noch ein Buch hinterher. Die Kasse muss klingeln.
Ich konnte auf der Seite "Randomhouse" über 23 Seiten Leseprobe nehmen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Ronald Hörstmann veröffentlicht
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