Dieses Buch hatte mich neugierig gemacht, da ich selbst auch schon häufig ausgestellt habe und selbstverständlich auch Frau Peper als bekannte Zuchtrichterin mir ein Begriff ist.
Das Buch ist sehr gut verständlich und eingängig geschrieben, allerdings ist es für den recht hohen Preis ganz schön dünn, wohl wegen der vielen Bilder und vermutlich nicht so großen Auflage. Ich habe es an einem Tag locker durchgehabt.
Es gab zu diesem Thema vielleicht auch nicht soo viel praktisches zu schreiben?
Jedenfalls ist es sehr interessant, was so alles beachtet werden kann, wenn man einen Hund ausstellen möchte und sich seine Chancen nicht durch echte Fehler oder auch nur Kleinigkeiten unbewußt schmälern will. Immerhin hat man ja auch teures Meldegeld bezahlt und möchte das bestmögliche Ergebnis, das an diesem Tage für Hund und Herrchen/Frauchen drin sind, erreichen?
Die Grundzüge in der Ausstellungspraxis kann sich aber auch jeder selbst aneignen, der mit wachen Augen eine Ausstellung besucht, was aber anscheinend nicht alle tun - der Hund ist manchmal eigentlich besser als er im Ring aussieht, da sein Besitzer es nicht besser weiß.
Entgegen allen üblen Nachreden der Leute, die selbst nicht gern Zuchtschauen besuchen: es GIBT wirklich viele Hunde, die liebend gern auf Ausstellungen gehen und die gerne allen dort zeigen, dass sie sich selbst für die allerschönsten halten. Dieser Stolz macht ihn zum persönlichen Champion, unabhängig von der Wertung des Tages.
Diese generelle Selbstsicherheit in Prüfungssituationen ist es auch, was man sehr gut üben kann - und sie tut dem Hund auch in seiner "Freizeit" gut, er hat es in seinem Hundeleben viel leichter als wenn er, von der Sinnenflut hoffnungslos überfordert, kapitulieren müßte - weil er von Haus aus nicht viel gewöhnt ist.
Nebenbei werden im Ausland viel mehr Hunde so gut auf die Zuchtschauen vorbereitet, dass sie diese Prüfung wie am Schnürchen absolvieren können, als bei uns in old Germany.. hier scheint man diese Extra-Erziehungsarbeit noch nicht für wirklich wichtig zu halten? Es gibt also Bedarf für ein solches Buch!
Für die, die es schwarz auf weiß lesen möchten und noch nicht die Möglichkeit hatten, auf Ausstellungen selbst genügend Erfahrungen zu sammeln, um zu wissen worauf es ankommt, ein empfehlenswertes Buch!
Juniorhandling wird relativ ausführlich erklärt und besprochen, viele Rassen mit Photo vorgestellt, oft mit kurzen Erklärungen zu jeder Rasse, und überhaupt gibt es viele Bilder.
Schade, dass nicht noch mehr auf einzelne Rassen und Unterschiede in verschiedenen Ländern eingegangen wird.