"Guten Morgen, Tel Aviv!" ist längst kein politisches Buch, eignet sich wohl ebenso wenig als Reiseführer - es handelt sich beim Erstlingswerk der deutschstämmigen Autorin schlicht und einfach um eine unterhaltsame Liebeserklärung an díe offenbar laute, chaotische und vielfältige Wahlheimat von Katharina Höftmann.
Letztlich kommt auch dieses laut und flott geschriebene Buch, bei aller an den Tag gelegten Leichtigkeit nicht am Nahostkonflikt und dem Holocaust vorbei - warum sollte es auch? An der Art, wie die Autorin diese beiden Themen in ihr Buch einbezieht, mag man sich als Leser u.U. reiben, evtl. sogar stören - Punktabzug gibt es hierfür von mir nicht.
PS: Mich störten übrigens auch nicht die ständig wiederkehrenden Einwürfe der offensichtlich schwer verliebten Autorin "...mein wunderbarer Lebenspartner" - ganz im Gegenteil, drücke die Daumen, dass sich weder an der Liebe zum Land, noch der Liebe zum Freund und dessen Familie etwas ändert - wäre nämlich schön, würde Frau Höftmann auch weiterhin aus dem Holy Land schreiben...