"Gute Nacht, Liebster" kaufte ich mir, da ich selbst Angehörige bin. Meine Oma leidet unter Morbus Parkinson (Demenz mit Parkinson). Und da man oft überfordert ist suchte ich ein Buch was die Lage der Angehörigen beschrieb. Und da ein normaler Ratgeber immer sehr sachlich geschrieben ist, entschied ich mich für dieses Buch.
Hilda und Hans führen eine glückliche Ehe, bis Hans an Demenz erkrankt. Dann muss sie lernen ihr Leben anderes zu führen, denn der Alltag ändert sich, dass habe ich das letzte Jahr bei meiner Oma auch intensiv erlebt, denn seitdem kümmer ich mich um sie mit meinem Opa. Demenz ist keine einfache Krankheit und Hilda zeigt, dass man auch schwere Situationen gut und vorallem sehr ruhig meistern kann. Das bewunderte ich in diesem Buch sehr. Ich persönlich bin an manchen Tagen am Ende, obwohl man versucht immer vernünftig Dinge zu erklären, aber man selber ist auch nur ein Mensch und steht desöfteren an seine Grenzen.
Hilda kümmert sich sehr liebevoll um ihren Mann und tut alles mögliche für ihn, was ich auch kenne. Bei meiner Oma ist es noch nicht so schlimm, aber nun weiss man besser was noch auf einen zukommt und kann sich viel besser darauf einstellen. Hans war bestimmt sehr stolz darauf Hilda als Frau zu haben. Und für mich zeigt es wie stark Liebe noch sein kann, auch wenn so eine schlimme Krankheit eintritt.