Naja,
ich habe das Buch bei einer Freundin rumliegen sehen und habe einfach mal ein paar Stunden Drin geschmökert. Habe nicht alles gelesen aber die einzelnen Kapitel ganz oder nur Teilweise gelesen.
Was mir auffällt ist das das ganze Buch recht oberflächlich wirkt. Die wenigen Stellen an denen die Autorin mal über Emotionen redet hat man oft das Gefühl das sie ein ziemlich selbstgerechte und arrogante Frau ist. Die Zahlreichen Tipps die sie in ihrem Buch gibt lesen sich wie eine Potpourri von paraphrasieren Frauenzeitschriften und ähnlichem.
Sie propagandiert die sexuelle Freiheit der Frau, gut das findet glaube ich kaum jemand aus der westlichen Welt wirklich schlimm, mal ausgenommen irgendwelche streng Gläubigen oder ewig gestrigen. Frauen dürfen, sollen um müssen auch beim Sex auf ihre Kosten kommen, das ist glaube ich klar. Aber ich habe beim lesen des Buches den Eindruck nicht loswerden können das die Autorin insgeheim, ohne es direkt zu sagen, in Wirklichkeit an einem "Männer sind Schweine" Syndrom leidet, andererseits ist es ja auch ganz klar ihr Buch richtet sich ganz klar an Frauen und zieht dementsprechend auch vom Leder. Aber was sie da teilweise von sich gibt hat nichts mit Emanzipation oder Selbstbewusstsein zu tun, sondern einfach nur mit einem arrogantem, selbstgerechten Gehaben anderen Menschen (in diesem Fall Männer) zu tun.
Wenn ich da schon in dem Kapitel "10 etwas andere Methoden einen Typen zu angeln und ihn wieder loszuwerden" lesen das man ihm sagen soll das man ihn nur benutzt hat finde ich hat das nichts mehr mit Selbstbewusstsein sondern einfach nur mit Arroganz, Ignoranz den Gefühlen andere Menschen gegenüber und einer unglaublichen Selbstgerechtigkeit zu tun. Und der Ratschlag wie Frauen sich einen Typen angeln. Sich ihm an den Hals werfen und sagen das man es mit ihm treiben will, hey wer hätte gedacht das das wirklich funktioniert :-)
In einem früheren Kapitel dachte ich ich würde Bravo lesen! Da werden einem alle möglichen Stellungen erklärt die es so gibt und wie Frau Mann am besten mit dem Mund befriedigt. Also wirklich Mädels sowas wusste ich schon mit 15 - 16, letztendlich kommt es doch auf die Übung an und nicht auf irgendwelches Theoretisches Fachwissen. Was zudem auch teilweise falsch zu sein scheint. In der Rubrik Fellatio ist zum Beispiel zu lesen das wenn Frau es nicht passt das Mann die Hände in ihren Nacken nimmt und ihr das zu dominant ist, sie ihm mal kräftig in sein bestes Teil beißen soll um ihn wieder zur "Vernunft zu bringen". Wenn die Frau sich ein wenig mit dem Männlichen besten Stück auskennen würde, dann würde sie wie jeder Urologe wissen, das die meisten Nervenenden hauptsächlich an der Eichel und im Bereich des Frenulums zu finden sind. Zudem sind diese Nerven sehr Druckunempfindlich und reagieren hauptsächlich auf Reibung. Zweitens ist die Haut und der Schwellkörper eines der zähsten am Menschlichen Körper. Eine Freundin von mir sprach mich mal auf dieses Thema an nachdem sie das Buch gelesen hatte und ich lies es sie testen und glauben sie mir liebe Damen es funktioniert nicht. Sie werden wahrscheinlich nur eine trockene Frage bekommen wie "Was machst du da?!"
Ein anderer Punkt ist das die Frau die Wirkung von Sexuellen Handlungen auf Männer regelmäßig überschätzt. Mir knallen jedenfalls nicht gleich alle Sicherungen durch wenn eine Frau an meinem besten Stück nuckelt, das war vielleicht bei meiner ersten Freundin so. Letztlich haben haben die meisten Frauen und Männer die gleiche Fähigkeit sich fallen zu lassen oder auch nicht.
Aber wieder zurück zum Thema. Fachlich halte ich Teilweise auch nicht sehr viel von dem Buch da teilweise (wie oben beschrieben) nur Plattitüden und Klischees aufgewärmt werden.
Frauen wacht auf Männer sing genauso Menschen wie ihr es seid. Sie haben Vorlieben, Eigenarten und jeder möchte nähe, emotionale Geborgenheit und schlicht und einfach seiner selbst geliebt werden. JA, DAS WOLLEN AUCH MÄNNER EINFACH NUR! Man müsste nur offener miteinander reden.
Insgesamt würde ich sagen:
Das Besondere soll wohl sein, daß hier mal eine Frau auf ordinäre Art und Weise längst bekanntes über Sex erzählt.
Nicht mehr nicht weniger. Also lasst euch nicht von irgendeiner komischen Autorin auf Egotrip leiten. Sondern seit einfach "echte selbstbewusste Frauen" die wissen was sie wollen ohne die Gefühle anderer Menschen zu verletzen. Selbstbewusst zu sein heißt nämlich auch unangenehme Dinge mit Bravour zu meistern.