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Gute Freunde: Die wahre Geschichte des FC Bayern München [Gebundene Ausgabe]

Thomas Hüetlin
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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Das Buch Gute Freunde handelt nicht nur von guten Freunden beim FC Bayern, sondern ist selbst ein guter Freund: nämlich für alle Fußballfans im Speziellen und für alle Liebhaber spannender und erfolgreicher Unternehmsgeschichten im Allgemeine. Dieses absolut lesenswerte Buch will man nicht nur Bayern-Freunden ans Fußballerherz legen, sondern auch Bayern-Neidern, -Skeptikern und -Hassern, die wahrscheinlich gar nicht wissen, dass selbst der deutsche Rekordmeister mit dem scheinbaren Dauerabo auf nationale Erfolge vor gar nicht allzu langer Zeit noch in der Oberliga herumdümpelte. Für eine Art Nachhilfestunde ist Hüetlins kurzweiliges Buch glänzend geeignet. Er, der sich eindeutig als guter Freund des FCB zu erkennen gibt, schreibt klar, verständlich, intelligent. Seine verbalen Konter und das hervorragende Satzstellungsspiel lassen erahnen, warum er es zum SPIEGEL-Schreiber und Erwin-Kisch-Preisträger gebracht hat. Allein die Überschriften zu den einzelnen Kapiteln („Trainieren mit Cäsar“ oder „Diese Rummelfliege“) wirken anziehend, der Text selbst ist sehr gut recherchiert, sentimental, flüssig und sinnvoll in einzelne Vereinsepochen unterteilt. Schade nur, dass Hüetlin erst mit den 1960er-Jahren beginnt. Über die interessante frühere Vergangenheit des Clubs erfährt der Leser so gut wie nichts; ein kleines Kapitel hierzu wäre toll gewesen.

Dafür bleibt mehr Raum für interessante Episoden in den vergangenen 40 Jahren: Storys über den Aufstieg und Niedergang von Gerd Müller, den Werdegang Franz Beckenbauers, die Episode vom FC Hollywood Ende der 1990er und natürlich die „Flasche leer-habe fertig“-Rede von Trappatoni, übrigens in Originalversion. Doch Hüetlin käut nicht nur Altbekanntes wieder, sondern zoomt sich noch näher heran als andere Sportjournalisten. Mitunter entsteht fast der Eindruck, dass er nicht nur bei fast allen Partien und Mannschaftssitzungen selbst dabei war, sondern auch noch in der Kabine -- Ergebnis zigfacher Gespräche, monatelangen Recherchierens und einer eigenen Leidenschaft für den Verein.

Fazit: Gute Freunde ist eines der am besten geschrieben Fußball-Bücher überhaupt und längst nicht nur für Bayern-Fans geeignet. Es ist eine einzigartige Zeitreise in die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Fußballclubs, wie sie so exakt-packend formuliert, detailliert recherchiert und kompakt zusammengefasst noch nie zu lesen war. Einziger Wermutstropfen: Hüetlin lässt seine Leser die Sympathie und Antipathie für bestimmte Personen deutlich spüren. Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer und Ottmar Hitzfeld sind offensichtlich besonders gute Freunde, Lothar Matthäus und Paul Breitner hingegen müssen viel Schelte einstecken, aus Hüetlins Sicht eben die „wahre Geschichte“. -- Christian Haas

Pressestimmen

"Thomas Hüetlin hat keine freundlich-unverbindliche Vereinschronik verfaßt. Vielmehr verdichtet er die Fülle seiner Recherchen zu einer vom ersten Satz an spannungsvollen, aufregenden, stellenweise brüllend komischen und dramaturgisch raffiniert gebauten Erzählung, deren Helden in ihren kurzen Hosen niemals lächerlich oder überschätzt wirken. Hüetlin schildert Männer, die untergehen und wieder auferstehen, die manchmal Freunde sind und manchmal Verräter, manchmal Götter und manchmal Schwammerln, und denen das Glück ebenso an den Stollen klebt wie das Pech, und die sich daran gewöhnen mußten, vom Publikum gefeiert zu werden und eine Woche später ausgebuht und verspottet." (Die Welt )

"Thomas Hüetlin will 'die wahre Geschichte des FC Bayern München' erzählen und bietet viel mehr: wunderbare Charakterporträts und eine Sittengeschichte des deutschen Fußballs." (Südwest Presse )

"Thomas Hüetlin hat gut recherchiert und die Geschichte des FC Bayern zu einem famosen Tatsachenroman verarbeitet." (GQ )

"... sehr, sehr witzig." (Amica )

"'Echte Freunde' ist ein Buch, geschrieben mit Witz und jener Dosis Pathos, die aus Herzblut gekocht wird." (Die Zeit )

"Hüetlin hat ... nicht nur aus anderen Werken abgeschrieben, sondern fleißig recherchiert, und das hebt das Buch ab von vergleichbaren Titeln. Es ist deshalb für Freund und Feind höchst amüsant." (Fränkische Nachrichten )

"Von den Anfängen in den sechszige Jahren in der Oberliga Süd bis zum heutigen Tage unterlegt Hüetlin die sportlichen Fakten der Vereinsgeschichte gekonnt mit interessanten, lustigen und persönlichen Anekdoten und Internas damaliger und aktueller Protagonisten. ... Ein gelungenes Buch über die Entwicklung vom kleinen Münchner Stadtteilklub zum europäischen Spitzenverein." (Top in Sport Bayern München Special )

"Vom Oberligateam zum Weltclub mit Kaiser Franz, Müller & Co. 'Spiegel'-Reporter Hüetlin beschreibt den Aufstieg der Bayern als eine Firmen-, Familien- und Kulturgeschichte: packend und spannend." (Penthouse )

"Bayern-Bücher gibt es viele, dies ist ein ganz Besonderes: Keine Chronik, kein Bilderbuch, kein Jubel-Organ. Sondern ein Fußball-Roman aus der Wirklichkeit, dramaturgisch geschickt aufgebaut und sprachgewaltig erzählt. ... [Hüetlins] reportagehafter Stil und seine klischeefreie, aufregende Sportsprache reißen mit, seine Beschreibungen sind frech, seine Analysen klar, seine Sympathien unverhohlen. Ein Sportbuch, fern der üblichen Produkte dieses Genres; ein Buch eben, wie es dem FC Bayern angemessen ist." (Osnabrücker Zeitung )

"Solche Clubbeschreibungen sind meist faktenreich, manchmal soziologisch fundiert, selten fesselnd. Hüetlin macht es anders: Er ist kein Chronist, er ist ein Erzähler, einer, der den Leser sogar glauben machen kann, dass er dabei ist, wenn die Granden des FCB golfen. Hüetlin kommt den Protagonisten und Randfiguren der Clubgeschichte näher als die meisten Kollegen." (bücher )

"Hüetlin hat mit seinem Buch über die Bayern in jeder Hinsicht neue Qualitätsmaßstäbe gesetzt ..." (Der Tagesspiegel )

"In lebendiger Sprache verfaßt und mit vielen spannenden Gegebenheiten gespickt, ist Autor Thomas Hüetlin ein besonderes Werk über den erfolgreichen Klub gelungen. Nicht nur für Bayern-Fans!" (Sport Bild )

"Im Gegensatz zum FC Bayern selbst ist dieses Buch reif für die Champions-League." (Manager Magazin )

"Was dieses Buch von anderen Fußballbüchern vor allem wohltuend abhebt, ist die Tatsache, dass hier kein ehemaliger Sportler einen holprigen Text zusammengestümpert hat, sondern dass ein erfahrener Journalist nach gründlicher Recherche ein flüssiges Ganzes vorgelegt hat. ... In dieser gelungenen Vereins-Biographie paart sich Leidenschaft mit Sachverstand. Es gibt über das Thema 'Fußball' wirklich nicht viele Publikationen, über die sich das sagen ließe." (Passauer Neue Presse )

"Spannend wie ein Krimi, schwungvoll wie ein Fußballspiel, feinfühlig und humorvoll, wie es ein gutes Buch nur sein kann." (Ottmar Hitzfeld )

"Ich bin verzückt von diesem Buch, das die Entwicklung des Vereins vom Oberligadurchschnittsteam zum Weltclub mit Herz und dessen große Charaktere in wunderbarer Weise und journalistisch grandios beschreibt." (Peter Brugger, Sportfreunde Stiller )

Klappentext

"Ich bin verzückt von diesem Buch, das die Entwicklung des Vereins vom Oberligadurchschnittsteam zum Weltclub mit Herz und dessen große Charaktere in wunderbarer Weise und journalistisch grandios beschreibt."
Peter Brugger, Sportfreunde Stiller

"Spannend wie ein Krimi, schwungvoll wie ein Fußballspiel, feinfühlig und humorvoll, wie es ein gutes Buch nur sein kann."
Ottmar Hitzfeld

"In lebendiger Sprache verfaßt und mit vielen spannenden Gegebenheiten gespickt, ist Autor Thomas Hüetlin ein besonderes Werk über den erfolgreichen Klub gelungen. Nicht nur für Bayern-Fans!"
Sport Bild

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Hüetlin, geboren 1961, wuchs in München auf. Der "Egon-Erwin-Kisch"-Preisträger war für den "Spiegel" Korrespondent in New York und Berlin, und heute in London. Mit Artikeln über Beckham und Kahn erregte er landesweites Aufsehen. Mit Reinhold Messner schrieb er 2004 den Bestseller "Mein Leben am Limit. Eine Autobiographie in Gesprächen". Heute lebt er in Berlin und London.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog
Es war zwei Uhr früh, vier Stunden nach Abpfiff, als Franz Beckenbauer zum ersten Mal tief durchatmen durfte. Er trug ein weißes Hemd mit gestärktem Kragen, den obersten Knopf auch jetzt noch geschlossen, und dazu, logisch, eine Krawatte. Während einige Mannschaftskameraden durch die Nürnberger Nachtlokale zogen, hatten andere sich zum Kartenspielen in einer Ecke des Kurhotels Beringersdorf versammelt, angeführt vom Mittelstürmer Gerd Müller mit den Worten: »Bin I froh, dass die Gaudi vorbei ist, jetzt tu ma an Schafkopf.«
Beckenbauer wollte von all dem nichts wissen.
Er saß unten im Speisesaal des Kurhotels und blinzelte auf das, was vom Fest übrig geblieben war: ein Wappen des FC Bayern aus Marzipan, das die Fans der Mannschaft überreicht hatten, stand da, überragt von einem silber glänzenden Kelch, von dessen Seiten sich zwei Henkel abhoben wie ein Satz riesiger Segelohren - eine der begehrtesten Trophäen des Weltfußballs, der Europacup der Pokalsieger.
Der Kelch hatte in letzter Zeit einiges aushalten müssen. Die Spieler, die ihn gewannen, brüllten ihn im Siegesrausch an. Sie füllten ihn mit Sekt, sie küssten ihn, zerrten ihn unter die Dusche, und manche nahmen ihn sogar mit ins Bett. Aber jetzt saß dieser einundzwanzig Jahre alte Bursche vor dem Kelch und starrte ihn bloß an. Er hatte hart gefightet, um ihn zu gewinnen, natürlich. Er war durch den Dreck geschlittert, hatte gekeucht und geflucht, gelegentlich hatte er eines seiner Kunststückchen zelebriert, indem er, waagerecht in der Luft hängend wie eine Eisenbahnschranke, den Ball vor den anstürmenden Schotten stoppte. Franz Beckenbauer hatte gelitten.
Aber, und das war Teil seines Stils, von diesen Leiden ließ er sich nichts anmerken. Es war, als hätte die Leichtigkeit, welche ihn umgab, die Anstrengung des Spiels geschluckt. Einfach so. Ganz selbstverständlich. Wie ein Bergsee einen Stein.
Jetzt murmelte Franz Beckenbauer: »Ah so a grausliger Schloopfen, und für den hama uns so geplagt.«
Menschen, die weiter weg standen, müssen gedacht haben, er spreche ein Gebet. Dabei war es nur eine nachmitternächtliche Bestätigung jener Haltung, die sein Spiel auf dem Platz schon immer verheißen hatte. Franz Beckenbauer ließ sich nicht in die Knie zwingen. Nicht durch die Zuschauer. Nicht durch den Gegner. Und schon gar nicht durch einen Pokal. Es gab nichts, wovor er Angst haben musste.
Außer vor seinem eigenen Talent.
Wer so spielte, war zum Siegen verdammt. Alles andere hätte das Publikum ihm nicht verziehen.
Das Dumme war nur, dass sie eigentlich keine Chance gehabt hatten, dieses Mal.
Es war Ende Mai 1967, und wie das bisweilen so ist im Süden Deutschlands, hatte es seit Tagen in Strömen geregnet. Die Wiesen waren vollgesogen mit Wasser. Sie boten wenig Halt und ertränkten schon vorab die vagen Hoffnungen der Bayern, gegen die Weltklassemannschaft der Schotten bestehen zu können. Glasgow Rangers - das waren die schnellen Außenstürmer Johnston und Henderson, die an den Außenbahnen entlangzogen, unaufhaltsam wie schwere Kugeln auf einer Kegelbahn. Und hatten die Glasgow Rangers nicht mit Hynd in der Mitte ihres Sturms einen, den sie auf der Insel einen »striker« nennen und der in die Abwehr des Gegners eindringt wie ein Meißel? Stand im Zentrum ihres Spiels nicht mit Alec Smith ein Stratege, der jedes gegnerische Mannschaftsgefüge auseinander nehmen konnte? Es war kein Zufall, dass die Rangers alles besiegt hatten, was sich ihnen auf dem Weg in dieses Europacup-Endspiel in Nürnberg entgegengestellt hatte: unter anderem Sofia, Zaragoza und Borussia Dortmund.
Die Bayern dagegen hatten das Konto glücklicher Zufälle schon überzogen, böse überzogen. Es leuchtete tiefrot.
Sie hatten Glück gehabt und dann noch mehr Glück. Das Los hatte ihnen schwache Gegner zugeteilt, die sie jedoch nur mit großer Mühe überwanden. Vereine, von denen man noch nie gehört hatte, an Orten, die auf einer normalen Landkarte nicht eingezeichnet waren, Fußballplätze, die man nur finden konnte, wenn man sich vorher Spezialatlanten besorgte. Clubs wie Tatran Presov aus der Tschechoslowakei oder die Shamrock Rovers aus Irland. Bayern besiegte sie jeweils nur mit einem Tor Unterschied, die Hinspiele hatten 1:1 geendet. Später wurden die Städte größer, aber die Spiele kaum besser. Gegen Rapid Wien erzielten sie das entscheidende Tor in der Verlängerung des Rückspiels. Erst im Halbfinale gegen Standard Lüttich gab es endlich einmal ordentliche, großzügig klingende Ergebnisse. Das Problem war bloß, sie täuschten ein wenig. Erst 2:0. Dann 3:1. Was in der nüchternen Form der Zahlen wie ein Triumph aussah, war es nicht, wenn man im April 1967 zwei Abende jeweils 90 lange Minuten auf den kalten Rängen herumgestanden hatte. Die Münchner siegten, weil die Abwehr der Belgier ungefähr so gut organisiert war wie ein Bierzelt um Mitternacht. Die Anhänger spürten keine besondere Freude, ihre Mannschaft gegen solch einen Gegner siegen zu sehen. »Das Arbeitsklima ist nüchterner geworden, die Spiele wirken nicht mehr so mitreißend.« Der Mann, der das schrieb, war kein bayernhassender Schreibsöldner. Es war ein Bursche namens Helmut Stegmann vom braven, bavariatümelnden Heimatblatt »Münchner Merkur«.
»Na und wenn schon«, wird man in der Kabine der Münchner gesagt haben. »So ist Fußball, manchmal. Was zählt, ist das Weiterkommen. Alles andere kann, muss, will man ertragen.«
Wirkliche Sorgen bereitete der Mannschaft aus München etwas anderes. Es war der Umstand, dass Gerd Müller gegen die Schotten wahrscheinlich nicht würde spielen können. Müller, den sie schon damals den »Bomber«, das »Phantom« und das »Strafraumgespenst« nannten. Dieser Müller hatte sich am 3. Mai bei einem Länderspiel in Belgrad gegen Jugoslawien den rechten Unterarm gebrochen.
Ausgerechnet er.
Von den 16 Toren, die den Weg des FC Bayern ins Endspiel pflasterten, hatte er sieben erzielt. Ohne ihn würde mehr fehlen als bloß ein Mann. Es wäre, als hätte man den halben Sturm in Gips gepackt.
Es stellte sich also nicht die Frage, ob Müller spielen konnte. Er musste. Ungewiss war nur eins: Ob er es überhaupt durfte.
Eine Woche vor dem Endspiel in Nürnberg hatte es gegen den Hamburger SV einen Test gegeben. Müller war, wie er später sagte, zum ersten Mal in seinem Leben nervös auf den Rasen gegangen. Der Grund: eine Armmanschette aus Leder, welche ihn aussehen ließ wie einen Gladiator auf einem Versteigerungspodest. Sie würde den Arm vielleicht vor Regen schützen oder wilden Tieren, aber solche Gegner waren nicht wirklich Müllers Problem. Er hatte Angst vor Stürzen. Würden die gerade zusammenwachsenden Knochen nicht beim ersten Sturz sofort wieder brechen?
Er spielte, ließ sich weder durch die Manschette noch durch seinen Gegenspieler, den Hamburger Nationalstopper Willi Schulz, einschüchtern und schwebte fast, vollgesogen von neuem Selbstvertrauen, zurück in die Kabine. »Müller war gut. Müller war unser bester Stürmer. Müller spielt in Nürnberg«, sagte Trainer Zlatko Cajkovski, und sein rundes, gutmütiges Gesicht strahlte dabei wie ein Papierlampion.
Allein die europäische Fußballvereinigung war anderer Meinung. Sie wollte sich Müllers Ledergips anschauen, und das sehr genau.
Der Regen war wieder stärker geworden, als Müller zusammen mit Vereinsarzt Dr. Erich Spannbauer die Tür zum Hotel »Reichshof« in der Innenstadt von Nürnberg öffnete. Sie baten den Portier, im Zimmer 303 anzurufen. Dort nahm ein Mann namens Lo Bello den Hörer ab. Er war für den Abend als Schiedsrichter vorgesehen. Dazu war er Italiener. »Scusi«, sagte Lo Bello mit verschlafener Stimme. »Wir waren doch um halb elf verabredet und nicht schon um halb zehn.«
Die Herren sollten hochkommen. Signore Concetto Lo Bello öffnete ihnen im Pyjama die Zimmertür.
»Sehen Sie, ich habe den Regeln zufolge zu prüfen, ob durch diese Manschette eine Verletzungsgefahr für einen Gegner bestehen könnte.«
Schließlich verlangte er, dass der Lederarm um zwei...
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