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Gute Freunde: Die wahre Geschichte des FC Bayern München [Gebundene Ausgabe]

Thomas Hüetlin
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

15. Februar 2006
Eine Klasse für sich Keine Mannschaft hat den deutschen Fußball so sehr revolutioniert wie der FC Bayern. Beckenbauers Leichtigkeit, Müllers Torhunger und das unbändige Selbstbewusstsein der Abiturienten Hoeneß und Breitner erschlossen dem Fußball neue spielerische und wirtschaftliche Dimensionen. Thomas Hüetlin, SPIEGEL-Reporter und Kenner der Fußballszene, beschreibt den Aufstieg der Bayern als eine Firmen-, Familien- und Kulturgeschichte: packend, unmittelbar wie eine Radioreportage, scharfsinnig, witzig wie ein Tom-Wolfe-Bestseller. Anfang der sechziger Jahre quälten sie sich noch in der Oberliga Süd durch die Dörfer. Dann wurde der Bauunternehmer Wilhelm Neudecker Präsident des FC Bayern. Er begriff, dass mit dem Trümmerfußball altdeutscher Prägung nichts mehr zu gewinnen war, und engagierte einen Trainer, der die jungen Spieler stürmen ließ, dass den Zuschauern der Mund offen stand. Und er verpflichtete einen Manager, der die Spielergehälter vervielfachte und seinen Stars lukrative Werbeverträge sicherte: Aus Fußballarbeitern wurden Popstars. Auf die Revolution von oben folgte die von unten. Selbstbewusste Spielertypen wie Sepp Maier erprobten erfolgreich den Aufstand gegen den autoritären Präsidenten. Allmählich übernahm die Mannschaft den Club. Es begann die Ära Hoeneß. Dieser hatte eine Vision: in einem rasant sich entwickelnden Geschäft erfolgreich sein und dennoch die Identität wahren. Rückschläge steckte er wie kein anderer weg: den Flugzeugabsturz, den er als Einziger überlebte, den Bruch mit dem Schicksalsgefährten Paul Breitner, drei tragische Niederlagen in europäischen Endspielen. Er wirtschaftete den Club trotzdem an die Spitze: Klar, es gab auch Neid, Intrigen, aber nach 40 Jahren steht ein ehemals kleiner Münchener Stadtteilclub ganz oben, und die, die es erkämpften, erst auf dem Rasen, dann an den Konferenztischen, sind immer noch da: der Uli, der Franz, der Kalle, der Sepp und sogar der Gerd. Die Mannschaft.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (15. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896672541
  • ISBN-13: 978-3896672544
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 552.621 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Das Buch Gute Freunde handelt nicht nur von guten Freunden beim FC Bayern, sondern ist selbst ein guter Freund: nämlich für alle Fußballfans im Speziellen und für alle Liebhaber spannender und erfolgreicher Unternehmsgeschichten im Allgemeine. Dieses absolut lesenswerte Buch will man nicht nur Bayern-Freunden ans Fußballerherz legen, sondern auch Bayern-Neidern, -Skeptikern und -Hassern, die wahrscheinlich gar nicht wissen, dass selbst der deutsche Rekordmeister mit dem scheinbaren Dauerabo auf nationale Erfolge vor gar nicht allzu langer Zeit noch in der Oberliga herumdümpelte. Für eine Art Nachhilfestunde ist Hüetlins kurzweiliges Buch glänzend geeignet. Er, der sich eindeutig als guter Freund des FCB zu erkennen gibt, schreibt klar, verständlich, intelligent. Seine verbalen Konter und das hervorragende Satzstellungsspiel lassen erahnen, warum er es zum SPIEGEL-Schreiber und Erwin-Kisch-Preisträger gebracht hat. Allein die Überschriften zu den einzelnen Kapiteln („Trainieren mit Cäsar“ oder „Diese Rummelfliege“) wirken anziehend, der Text selbst ist sehr gut recherchiert, sentimental, flüssig und sinnvoll in einzelne Vereinsepochen unterteilt. Schade nur, dass Hüetlin erst mit den 1960er-Jahren beginnt. Über die interessante frühere Vergangenheit des Clubs erfährt der Leser so gut wie nichts; ein kleines Kapitel hierzu wäre toll gewesen.

Dafür bleibt mehr Raum für interessante Episoden in den vergangenen 40 Jahren: Storys über den Aufstieg und Niedergang von Gerd Müller, den Werdegang Franz Beckenbauers, die Episode vom FC Hollywood Ende der 1990er und natürlich die „Flasche leer-habe fertig“-Rede von Trappatoni, übrigens in Originalversion. Doch Hüetlin käut nicht nur Altbekanntes wieder, sondern zoomt sich noch näher heran als andere Sportjournalisten. Mitunter entsteht fast der Eindruck, dass er nicht nur bei fast allen Partien und Mannschaftssitzungen selbst dabei war, sondern auch noch in der Kabine -- Ergebnis zigfacher Gespräche, monatelangen Recherchierens und einer eigenen Leidenschaft für den Verein.

Fazit: Gute Freunde ist eines der am besten geschrieben Fußball-Bücher überhaupt und längst nicht nur für Bayern-Fans geeignet. Es ist eine einzigartige Zeitreise in die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Fußballclubs, wie sie so exakt-packend formuliert, detailliert recherchiert und kompakt zusammengefasst noch nie zu lesen war. Einziger Wermutstropfen: Hüetlin lässt seine Leser die Sympathie und Antipathie für bestimmte Personen deutlich spüren. Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer und Ottmar Hitzfeld sind offensichtlich besonders gute Freunde, Lothar Matthäus und Paul Breitner hingegen müssen viel Schelte einstecken, aus Hüetlins Sicht eben die „wahre Geschichte“. -- Christian Haas

Pressestimmen

"Thomas Hüetlin hat keine freundlich-unverbindliche Vereinschronik verfaßt. Vielmehr verdichtet er die Fülle seiner Recherchen zu einer vom ersten Satz an spannungsvollen, aufregenden, stellenweise brüllend komischen und dramaturgisch raffiniert gebauten Erzählung, deren Helden in ihren kurzen Hosen niemals lächerlich oder überschätzt wirken. Hüetlin schildert Männer, die untergehen und wieder auferstehen, die manchmal Freunde sind und manchmal Verräter, manchmal Götter und manchmal Schwammerln, und denen das Glück ebenso an den Stollen klebt wie das Pech, und die sich daran gewöhnen mußten, vom Publikum gefeiert zu werden und eine Woche später ausgebuht und verspottet." (Die Welt )

"Thomas Hüetlin will 'die wahre Geschichte des FC Bayern München' erzählen und bietet viel mehr: wunderbare Charakterporträts und eine Sittengeschichte des deutschen Fußballs." (Südwest Presse )

"Thomas Hüetlin hat gut recherchiert und die Geschichte des FC Bayern zu einem famosen Tatsachenroman verarbeitet." (GQ )

"... sehr, sehr witzig." (Amica )

"'Echte Freunde' ist ein Buch, geschrieben mit Witz und jener Dosis Pathos, die aus Herzblut gekocht wird." (Die Zeit )

"Hüetlin hat ... nicht nur aus anderen Werken abgeschrieben, sondern fleißig recherchiert, und das hebt das Buch ab von vergleichbaren Titeln. Es ist deshalb für Freund und Feind höchst amüsant." (Fränkische Nachrichten )

"Von den Anfängen in den sechszige Jahren in der Oberliga Süd bis zum heutigen Tage unterlegt Hüetlin die sportlichen Fakten der Vereinsgeschichte gekonnt mit interessanten, lustigen und persönlichen Anekdoten und Internas damaliger und aktueller Protagonisten. ... Ein gelungenes Buch über die Entwicklung vom kleinen Münchner Stadtteilklub zum europäischen Spitzenverein." (Top in Sport Bayern München Special )

"Vom Oberligateam zum Weltclub mit Kaiser Franz, Müller & Co. 'Spiegel'-Reporter Hüetlin beschreibt den Aufstieg der Bayern als eine Firmen-, Familien- und Kulturgeschichte: packend und spannend." (Penthouse )

"Bayern-Bücher gibt es viele, dies ist ein ganz Besonderes: Keine Chronik, kein Bilderbuch, kein Jubel-Organ. Sondern ein Fußball-Roman aus der Wirklichkeit, dramaturgisch geschickt aufgebaut und sprachgewaltig erzählt. ... [Hüetlins] reportagehafter Stil und seine klischeefreie, aufregende Sportsprache reißen mit, seine Beschreibungen sind frech, seine Analysen klar, seine Sympathien unverhohlen. Ein Sportbuch, fern der üblichen Produkte dieses Genres; ein Buch eben, wie es dem FC Bayern angemessen ist." (Osnabrücker Zeitung )

"Solche Clubbeschreibungen sind meist faktenreich, manchmal soziologisch fundiert, selten fesselnd. Hüetlin macht es anders: Er ist kein Chronist, er ist ein Erzähler, einer, der den Leser sogar glauben machen kann, dass er dabei ist, wenn die Granden des FCB golfen. Hüetlin kommt den Protagonisten und Randfiguren der Clubgeschichte näher als die meisten Kollegen." (bücher )

"Hüetlin hat mit seinem Buch über die Bayern in jeder Hinsicht neue Qualitätsmaßstäbe gesetzt ..." (Der Tagesspiegel )

"In lebendiger Sprache verfaßt und mit vielen spannenden Gegebenheiten gespickt, ist Autor Thomas Hüetlin ein besonderes Werk über den erfolgreichen Klub gelungen. Nicht nur für Bayern-Fans!" (Sport Bild )

"Im Gegensatz zum FC Bayern selbst ist dieses Buch reif für die Champions-League." (Manager Magazin )

"Was dieses Buch von anderen Fußballbüchern vor allem wohltuend abhebt, ist die Tatsache, dass hier kein ehemaliger Sportler einen holprigen Text zusammengestümpert hat, sondern dass ein erfahrener Journalist nach gründlicher Recherche ein flüssiges Ganzes vorgelegt hat. ... In dieser gelungenen Vereins-Biographie paart sich Leidenschaft mit Sachverstand. Es gibt über das Thema 'Fußball' wirklich nicht viele Publikationen, über die sich das sagen ließe." (Passauer Neue Presse )

"Spannend wie ein Krimi, schwungvoll wie ein Fußballspiel, feinfühlig und humorvoll, wie es ein gutes Buch nur sein kann." (Ottmar Hitzfeld )

"Ich bin verzückt von diesem Buch, das die Entwicklung des Vereins vom Oberligadurchschnittsteam zum Weltclub mit Herz und dessen große Charaktere in wunderbarer Weise und journalistisch grandios beschreibt." (Peter Brugger, Sportfreunde Stiller )

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
4.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Hüetlins wunderbares Buch über die Geschichte des FC Bayern München (1960 bis 2001) beweist zum einen, wie wichtig Buchhandlungen auch in der Zeit der Internet-Versandhändler sind. Denn obwohl "Gute Freunde" schon seit drei Jahren auf dem Markt ist, habe ich es erst vor wenigen Wochen durch Zufall beim Stöbern bei Dussmann entdeckt. Zum anderen zeigt Hüetlin höchst eindrucksvoll, wie spannend und kurzweilig die Geschichte eines Vereins erzählt werden kann, über den bereits so viel geschrieben wurde. Gestützt auf gründliche Recherchen und intime Einblicke in das Innenleben des Vereins und insbesondere seiner Führungsspitze beleuchtet der Autor die Entwicklung des FC Bayern anhand des komplizierten Beziehungsgeflechts seiner Hauptprotagonisten - von Neudecker und Willi O. Hoffmann über Beckenbauer und Schwan, Lattek, Hoeneß und Breitner bis hin zu Rummenigge, Matthäus, Hitzfeld und vielen anderen. Zum größten Plus des Buches gehört dabei Hüetlins Schreibstil. Auf lockerleichte Weise jongliert er mit Worten und Wortspielen, und mehr als einmal habe ich beim Lesen laut lachen müssen. Gleichzeitig birgt das 370-Seiten-Werk aber auch Informationen, die man beispielsweise in den kürzlich erschienen Hoeneß-Biographien Hier ist Hoeneß! und Das Prinzip Uli Hoeneß - Ein Leben für den FC Bayern - die ja letztlich auch Bücher über die Geschichte des FC Bayern sind - jedenfalls in dieser Deutlichkeit nicht findet. Beispielsweise die, dass Paul Breitner 1994, als kurzzeitig eine Kampfkandidatur um das Präsidentenamt zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Fritz Scherer im Raum stand, gehofft hatte, bei einem Sieg Rummenigges Uli Hoeneß als Manager beerben zu können.

Hüetlin beginnt mit Tschik Cajkovski und dem mühsamen Beginn Anfang der 60er Jahre, wobei er schildert, wie Sepp Maier, Beckenbauer und Gerd Müller ihren Weg zum FC Bayern fanden, widmet sich dann den beiden "Kronprinzen" Hoeneß und Breitner und den Erfolgen in den 70er Jahren bis hin zum beginnenden Niedergang und dem 1979er Putsch der Mannschaft gegen Präsident Neudecker, der Max Merkel installieren wollte. Dann folgen die 80er Jahre mit Rummenigges Aufstieg, dem Bruch der Freundschaft zwischen Hoeneß und Breitner, Latteks Comeback, dem packenden Meisterschaftsduell mit Werder Bremen 1985/86, den verlorenen Europapokalendspielen gegen Aston Villa und den FC Porto und der Ablösung Latteks durch Jupp Heynckes. Im letzten Teil des Buches geht es, allerdings schon deutlich geraffter, um die 90er und 2000er Jahre mit den missglückten Trainer-Versuchen Lerby, Ribbeck und Rehhagel, der Rückkehr von Beckenbauer und Rummenigge und schließlich der Ära Hitzfeld, wobei hier insbesondere die in buchstäblich letzter Sekunde gewonnene Meisterschaft 2001 (welcher Bayern-Fan erinnert sich nicht mit größtem Vergnügen an das belämmerte Gesicht von Rudi Assauer, der sich schon als Meister feiern ließ), die 1999er Tragödie von Barcelona und der Gewinn der Champions League 2001 beleuchtet werden. An dem auch äußerlich ansprechend gestalteten Buch überzeugt neben den oben beschriebenen Pluspunkten auch der Preis: Packend beschriebene vierzig Jahre FC Bayern bekommt man für weniger als zehn Euro. Außerdem wird der Text um ein paar sehr schöne und durchaus seltene Fotos ergänzt.

Was sind die (wenigen) Minuspunkte? Da wäre zum einen der meines Erachtens missglückte Epilog zu nennen, der etwas uninspiriert wirkt und etliche Wiederholungen enthält. Ferner, dies wird auch in einer anderen Rezension deutlich, springt Hüetlin auf das eine oder andere Klischee oder sattsam bekannte und ausgewalzte Dinge (wie Beckenbauers einsamer Rasenspaziergang nach dem 1990er WM-Finale oder Mehmets Scholls "Witz" von den Grünen, die man hängen sollte, solange es noch Bäume gibt). Mitunter springt der Autor auch zeitlich ein wenig hin und her, ohne dass dafür Gründe ersichtlich sind (so wird im Kapitel über die 90er ohne Not noch einmal die Geschichte erzählt, wie Beckenbauer 1984 DFB-Teamchef wurde, oder im Kapitel über die 80er nach dem Abschnitt über Kutzops verschossenen Elfmeter im April 1986 und der kurzen Behandlung des Themas "Ablösesummen" noch einmal die Geschichte vom "Turban-Dieter" Hoeneß und dem Pokalfinale gegen Nürnberg 1982 aufgewärmt). Am meisten aber irritierte mich, dass etliche Spieler im Buch überhaupt nicht vorkommen. Der Autor bedankt sich unter "Danksagung" zwar ausdrücklich bei Manni Schwabl, im Text findet der ehemalige Mittelfeldspieler allerdings kein einziges Mal Erwähnung. Kann man die Geschichte der 80er/Anfang 90er Jahre des FC Bayern erzählen, ohne Hans Dorfner, Manni Schwabl, Michael Rummenigge oder Jürgen Wegmann (der fußballerisch viel mehr an Gerd Müller erinnerte als heute Thomas Müller) auch nur einmal anzusprechen? Muss nicht der Umstand, dass die Torwartlegende Toni Schumacher auf seine alten Tage noch einmal das Trikot des FC Bayern überstreifte, Erwähnung finden? Aber das sind letztlich kleine Nörgeleien (auch mir ist klar, dass bei 370 Seiten eine Auswahl erfolgen muss), die die Qualität des Buches nicht ernsthaft beeinträchtigen.

Fazit: Dieses Buch gehört ins Bücherregal eines jeden Bayern-Fans, ist aber auch für jene eine wunderbare Lektüre, die sich über die Bundesliga oder das Geschäft "Profifußball" informieren wollen.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant geschrieben 27. Februar 2006
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dem SPIEGEL Redakteur Thomas Hüetlin geht es in seinem Buch weniger um die historischen Fakten des Clubs (diese sind nur allzu bekannt), sondern um die Personen und wie sie den Verein prägten. Neudecker, Schwan, Hoeneß, Beckenbauer, Breitner, Rummenigge und die vielen anderen Verantwortlichen und Spieler werden ausführlich charakterisiert. Dass Hüetlin dabei auch viele Klischees bedient (Matthäus, der egozentrische Dummschwätzer, Klinsmann, der weltgewandte Sunnyboy) und manchmal etwas durcheinander bringt, stört dabei kaum: Er schreibt so packend und witzig, dass man ihm solche Details gerne verzeiht.
Oft einseitig aber immer auch mit Sympathie stellt Hüetlin die Menschen und ihre Beziehungen zueinander in den Vordergrund. Er beleuchtet ihre Stärken und Schwächen und hinterlegt sie mit (oft unbekannten) Anekdoten. Brillant, wie er zum Beispiel Effenbergs Verpflichtung beim Golfen zwischen dem 7. und 8. Loch beschreibt.
Ein weiteres Verdienst Hüetlins ist es, die entscheidenden Wendepunkte in der Geschichte des Clubs und der Verantwortlichen in packende Sequenzen zu bündeln: Der Krieg mit Werder Bremen und seine Entscheidung durch Kutzops Pfostenschuss, die Daum-Affäre und als Gipfel Andressons Tor in Hamburg 2001.
"Gute Freunde" ist höchst vergnügliche Lektüre, sowohl für den Fan wie auch für den neutralen Beobachter. Dem einen bietet sie neue, interessante Sichtweisen, dem anderen einen spannenden Abriss über den Aufstieg von Deutschlands größten und erfolgreichsten Fußballverein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch für Nicht-Bajuwaren empfehlenswert 4. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Alleine nach dem Titel und dem Cover-Design bin ich bei diesem Buch sicher nicht gegangen. Ich kann diesen Verein um's Verrecken nicht ausstehen. Doch Thomas Hüetlin gelingt es, auch dem größten Bayern-Hasser die faszinierende Erfolgsgeschichte des deutschen Vorzeigeclubs sehr interessant und häufig witzig zu erzählen. Zwar muss man einige teilweise wirre Zeitsprünge verkraften und gelegentlich muss man über die allzu rote Brille des Autoren hinwegsehen (als Werder-Fan habe ich z.B. eine komplett andere Sichtweise auf den Disput Hoeneß/Lemke), das Buch ist aber fesselnd, empfehlenswert und "liest sich weg wie nix" ...

... und für die Bayern-Hasser unter uns findet sich ja auch das ein oder andere Schmankerl, wie z.B. die Absätze rund um das CL-Finale 1999 ... ^^
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gute Freunde : Die wahre Geschichte des FC Bayern München
War ein Geschenk, ist gut angekommen. Ist zu empfehlen. Warum muß man ,so viele Wörter um eine Bewertung machen. Vielleicht könnte man dies ändern
Vor 1 Monat von Lehmann veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Tolles Geschenk
War als Geburtstagsüberraschung für einen großen Bayern-Fan der Top - Hit ! Liest sich gut und ist informativ ! ! ! ! !
Vor 4 Monaten von Stefan Broda veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schönes Buch!!!
Wer Bayern Fan ist, wird dieses Buch mögen. Mein Sohn ist keine Leseratte, aber Bayern Fan.........und siehe da, mein Sohn liest........ :-)
Kann ich nur empfehlen!! Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Susanne B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Weihnachtsgeschenk
Das Buch ist sehr niedlich geschrieben und auch informativ.
Es liest sich sehr schön.
Veröffentlicht am 25. Januar 2010 von Michael Kupsch Und Skole
5.0 von 5 Sternen Ein klasse Buch
Als FCK-Fan hatte ich lange Zeit nicht wirklich das Bedürfnis, ein Buch über die Bayern zu lesen. Aber ich habe nur Gutes gehört und das hat das Interesse geweckt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2009 von Thorsten Lelz
5.0 von 5 Sternen Ganz großartig!
Zugegeben, ich bin Bayern-Fan, daher war dieses Buch sowieso ein Muß! Aber abgesehen davon ist es absolut sauber recherchiert, man erfährt noch sehr viele Details, die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. April 2009 von Sanilicious
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert
Dieses Buch ist großartig. Thomas Hüetlin verpackt viel, viel Interessantes in den 357 Seiten und man erkennt schnell, dass er ganze Arbeit bei seinen Recherchen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2008 von Matthias Bichlmaier
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Sachbücher die ich je gelesen habe
Der Autor schafft es Gänsehaut-Atmosphäre zuschaffen, und dabei gleichzeitig die Entstehungsgeschichte der Bayern ab 1960 zu erzählen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2008 von Ein Leser
5.0 von 5 Sternen Wirklich mitreißend! Nicht nur für Fans!!
Ich bin wirklich überrascht - positiv! Und ich muss meinem Vorrezensenten zustimmen: dies ist wirklich ein Glanzstück unter vielen Fußballbiografien. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. August 2007 von PepeRoni
5.0 von 5 Sternen Thomas Hüetlin: Infos von der Quelle
Gute Freunde ist eines der am besten geschrieben Fußball-Bücher überhaupt und längst nicht nur für Bayern-Fans geeignet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. April 2007 von Sebastian Müller
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