Kurzbeschreibung
Viele wollen sie, nur wenige haben sie: Gute Arbeit ist Mangelware in Deutschland. Mehrere Millionen finden gar keine Stelle. Die anderen erleben tagtäglich eine Arbeitswelt, die aufreibender und unsicherer wird. Und die wirtschaftlichen Erschütterungen der jüngsten Zeit verstärken Zukunftsangst und Stress und bringen den Beschäftigten neue Zumutungen.
Schlechte Zeiten also für Gute Arbeit? Ja und Nein. Wer Gute Arbeit sagt, meint zwar zunächst fast immer: schlechte oder noch schlechtere Arbeit abwehren. Das gelingt aber nur mit langem Atem, und der braucht Leitbilder. Gute Arbeit ist so ein Leitbild. Die Menschen in den Betrieben und Verwaltungen haben klare Erwartungen an die Arbeitsqualität: Sie wollen faire Bezahlung, berufliche Sicherheit, Anerkennung und den Schutz der Gesundheit.
Diese Ansprüche haben die Gewerkschaften aufgegriffen und die humane Gestaltung der Arbeitswelt zu einem öffentlichen und betrieblichen Thema gemacht - in unterschiedlichen Initiativen, Projekten und Kampagnen. Gute Arbeit ist ein Handlungsfeld für Betriebe, Politik und Gewerkschaften geworden. Es geht um Weichenstellungen für die nächste Zukunft. Darum hat sich eine intensive, teils kontroverse Debatte entwickelt. Die wichtigsten Beiträge dazu sind in diesem Buch versammelt.
Sie stammen von 44 Autorinnen und Autoren aus Gewerkschaften, Politik, Wissenschaft und Verbänden.
Über den Autor
Lothar Schröder, Jg. 1963, Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte und Politischen Wissenschaften, ist Literatur-Redakteur der Rheinischen Post. Verschiedene Essays und Buch-Veröffentlichungen.