Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
1) Gut zu lesen 2) da nicht kitschig 3) sondern nur einfach schön, 2. Juni 2009
Was soll man schreiben bei augenblicklich 212 (mit meiner 213) 5-Sterne-Renzensionen?
Ich dachte mir ursprünglich, dass es sich im schlimmsten Fall um eine unsäglich kitschige Hausfrauen-Phantasie-Liebes-Schmalzstory handeln würde und ich das Buch ja immer noch auf Marketplace verscherbeln könnte.
Aber: Ich wurde angenehm überrascht und - was noch viel schöner ist - absolut von dieser Geschichte gefesselt. Mit Leo und Emmi leidet und lebt man mit, der Autor schafft es, dass man richtig in die Story hineingezogen wird und der nächsten Email entgegenfiebert - alle Achtung, das hätte ich als abgebrühter Vielleser so nicht erwartet!
Viele 1-Sterne-Rezensenten bemängeln, dass der monatelange Email-Dialog - dazu noch mit der "Sie"-Anrede - absolut unglaubwürdig bzw. unrealistisch wäre.
Das denke ich nicht, weiß selbst aus Erfahrung, wie sicher viele von uns, dass man schriftlich viel mehr rüberbringen kann, gerade viele komplexe Gedanken, die man als gesprochenes Wort so seinem Gegenüber nicht sagen würde. Das "Sie" wahrt dazu noch eine gewisse Distanz. Und wie oft hat man eine fremde Person mit netter Stimme am Telefon und stellt sich vor, wie die Person im "wahren Leben" wohl aussieht, wie sie sich benimmt (und ob man sehr enttäuscht wäre). Genauso verhält es sich doch im Berufsleben mit E-Mail-Kontakten - da kann man einiges an Überraschungen erleben, wenn die besagte Person plötzlich "real" vor einem steht. Ein interessantes Feld....
Eine schöne Geschichte, oft amüsant, manchmal ein bißchen traurig, dazu noch ohne eine kitschiges, realitätsfernes Happy End.
Fazit: Absolut empfehlenswert. Ein Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann, gerade für die beginnende Urlaubssaison - der ideale Urlaubsroman (und das ist keine Abwertung, sondern als Lob gemeint!).
Und noch ein Lesetipp, ein "Muss": "E-Mail an alle" - ein Buch, das ebenfalls nur aus Emails besteht, in der Werbebranche spielt und auf seine - wenn auch andere Art - genauso fesselt wie Gut gegen Nordwind.
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186 von 219 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Komm-Geh, 29. Juni 2007
Ich habe das Hörbuch soeben beendet. Ich bin aufgewühlt, ja aufgepeitscht. Und es ist etwas mit mit geschehen, was noch nie bei einem Hörbucherlebnis mit mir geschehen ist.
Um mit Emmi Rother zu reden
1. Ich MUSS eine Rezension schreiben
2. Ich muss JETZT eine Rezension schreiben um
3. wieder zum Alltag zurückzufinden.
Warum das so ist....
1. weil dieses Hörbuch unter die Haut geht wie selten Eines
2. weil ich möchte, daß das Buch gelesen oder noch besser das
Hörbuch gehört wird
3. weil ich nach dem Lesen in einem Ausnahmezustand bin, der
sich morgen schon verflüchtigt haben könnte... und das ohne das
das Hörerlebnis ein Flüchtiges gewesen wäre. Nein, ganz im
Gegenteil
Ich kann mich nicht am genialen Emmi- Orginalton messen, und kehre deshalb zum Orginal Doris Ton zurück, ein wenig reumütig wie ich gestehen muss. Nein, das Buch ist kein Klassiker ala Madame Bovary, Effi Briest oder Anna Karenina. Es erhebt aber keineswegs den Anspruch darauf so zu sein, obwohl es thematisch nicht sehr weit davon entfernt ist. Es hat sich unserem E-Mail Zeitalter perfekt angepasst. Auch der Schnelligkeit der zunehmend intensiven Kontakte ist direkt auf mich übergeschwappt. Konnte ich noch am Anfang des Hörbuches stundenlang den CD Player ausschalten und geduldig und voller Vorfreude ganz ähnlich wie die beiden Protagonisten auf die Fortsetzung des Hörvergnügens warten, "hechelte" ich dem Ende regelrecht entgegen. Beim Spazierengehen, im Auto, in der Badewanne, jede freie Minuten sozusagen. (Welches Ende soll hier natürlich nicht verraten werde) und war mit dem letzen Wort sozusagen schachmatt gesetzt. Fataler Weise habe ich die letzten Kapitel im Auto gehört und ich muss eine dringende Warnung aussprechen dem nachzueifern. Ich musste mein Auto am Strassenrand absetzen, weil ich nicht mehr in der Lage war mich auf den Verkehr zu konzentrieren...
In der Buchhandlung stand ich vor der schweren Entscheidung, Hörbuch (einige Euro teurer) oder Buch?! Ich habe meine Entscheidung für das Hörbuch nicht bereut. Andrea Sawatzki und Christian Berkel haben das Hörbuch nicht nur mit Bravour und Enthusiasmus vorgetragen, sondern ich spürte regelrecht die knisternde und erotisierende Wirkung die von beiden ausging, wobei ich mich natürlich naturgemäss noch mehr in die Stimme von Leo Leike verliebt habe. Diese Kommunikation zwischen den beiden spiegelte beinahe alle Facetten des Lebens wieder, Vorfreude, Neugierde, Wut, Zärtlichkeit, Enttäuschung, Verrat, Liebe, Erotik auf höchstem Niveau, Entschlossenheit, Wankelmütigkeit, Angst, Traurigkeit, Verzweiflung....
Genau eben so wie dieses Komm-Geh, das ich für meinen Titel gewählt habe. Selbst das gefühlsmässig eher enttäuschende Ende ist dabei absolut authentisch.
Gibt es noch eine Fortsetzung (irgendwie denke ich dabei an die beiden Filme Before sunrise und Before sunset)? Um mit Emmi Rother zu reden:
"Bitte, bitte, bitte!"
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76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hinreißend - und bittersüß..., 31. Dezember 2008
Dieses Buch hat mich von seiner ersten Seite an in seinen Bann gezogen, es ist so, als ob die Personen tatsächlich existieren, hin- und mitreißend.
Der Stil - das Buch ausschließlich in Form von emails zu schreiben - ist einfach genial gewählt, temporeich, und man ist sofort mitten im Geschehen, in einer Situation, die absolut jedem passieren könnte. Das macht es einem auch so leicht, sich hineinzuversetzen in die beiden, ja, sowohl in Leo als auch in Emmi, und die Entwicklung ihrer Geschichte bleibt immer stimmig.
Der Email-Austausch besteht aus einem wahren Feuerwerk an Worten, Sätzen und Dialogen, herrlich direkt, sehr zeitgemäß und emotional immer nachvollziehbar lesen sich die mails von Leo und Emmi, die sich aufgrund eines "Buchstabendrehers" virtuell begegnen - und immer mehr voneinander fasziniert sind. Man kennt den anderen nicht, bleibt in der virtuellen Welt auf beruhigende Weise anonym, und kann sich viel freier ausdrücken als im realen Leben, kann ein wenig anfangen zu flirten, hat ein spielerisches Ventil entdeckt, dem Alltag zu entfliehen.
Aber Leo ist für Emmi nicht nur "gut gegen Nordwind", der sie nicht schlafen lässt, Leo wird zu ihrem Lebensmittelpunkt, und sie für ihn zu jemandem, den er nicht mehr missen möchte - aber Emmi ist gebunden.
Man fragt sich automatisch die ganze Zeit, was man selber machen würde. Und weiß, man wäre wahrscheinlich genauso hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, den anderen endlich, endlich persönlich zu sehen und der Furcht, dadurch den einzigartigen Zauber dieser außergewöhnlichen Beziehung - fast schon Affäre - zu zerstören... und nicht nur das.
Und man weiß eigentlich auch, dass es nicht gut gehen würde - höchstwahrscheinlich. Denn schon längst sind Gefühle im Spiel, die zwar zum Teil auf einer Wunschvorstellung basieren, die aber schon so stark sind, dass sie längst Emmis Ehe beeinflussen. Schockierend fand ich Bernhards mail an Leo, tatsächlich dachte ich bei den ersten Zeilen, es sei Emmi, die auf diese Weise Leo zu verstehen geben wolle, dass er sich mit ihr treffen soll.
Wunderbar gefallen hat mir, wie auch in den ganz kurzen mails, in nur wenigen Worten so viel gesagt, so viel Emotionen ausgedrückt wurden, und ganz besonders Leos alkoholgeschwängerte Passagen voller Sehnsucht - hinreißend. In einer dieser weinseligen emails schreibt er auch die wunderbaren Sätze: "Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Wie sollte Emmi sich nicht in diese Worte verlieben?
Das Ende - will ich natürlich nicht verraten... ich fand es passend.
Aber ich freue mich trotzdem sehr auf die Fortsetzung, die Anfang 2009 erscheinen soll, ich hoffe, sie hat den gleichen "umwehenden" Effekt...
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