EUR 20,78
  • Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Nur noch 3 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon.
Geschenkverpackung verfügbar.
Menge:1
Gustav Mahler "Vereh... ist in Ihrem Einkaufwagen hinzugefügt worden
Ihren Artikel jetzt
eintauschen und
EUR 5,35 Gutschein erhalten.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Dieses Bild anzeigen

Gustav Mahler "Verehrter Herr College!": Briefe an Komponisten, Dirigenten, Intendanten Gebundene Ausgabe – 8. März 2010


Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 20,78
EUR 15,89 EUR 11,00
45 neu ab EUR 15,89 3 gebraucht ab EUR 11,00

Wird oft zusammen gekauft

Gustav Mahler "Verehrter Herr College!": Briefe an Komponisten, Dirigenten, Intendanten + Gustav Mahlers Symphonien: Entstehung, Deutung, Wirkung
Preis für beide: EUR 39,28

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 424 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag (8. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552054995
  • ISBN-13: 978-3552054998
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 3,8 x 22 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 241.571 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung

Der vorliegende Band versammelt 237 Briefe, Briefkarten, Telegramme und offizielle Schriftstücke, die Gustav Mahler von seinem 20. Lebensjahr an (1880) bis kurz vor seinem Tod 1911 in beruflichen Angelegenheiten oder aus »geschäftlichem« Anlaß geschrieben oder diktiert hat. Die hier erstmals zusammengefaßte beruflich veranlaßte Korrespondenz Mahlers stellt eine Auswahl aus mehreren tausend über die halbe Welt verstreuten Schriftstücken dar, die Mahlers Unterschrift tragen. Von ihrem Umfang her steht Mahlers Schreibleistung nahezu einzigartig in der Musikgeschichte der Neuzeit da, allein Hans von Bülow übertrifft mit rund 30000 Briefen Mahler noch bei weitem. Unter den schöpferischen Musikern des 19. und 20. Jahrhunderts jedoch, die sich aus öffentlichen Ämtern heraus über ihr Tun und ihr Werk in Briefen geäußert haben, nimmt Mahler eine Sonderstellung ein. Richard Wagner als Gründer und Leiter der Bayreuther Festspiele, Robert Schumann als rheinischer Musikdirektor und Herausgeber einer Musikzeitschrift, Johannes Brahms als Konzertdirektor der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Richard Strauss als Münchner und Berliner Hofkapellmeister: Für sie alle ist ihr kompositorisches Werk überwiegender Anlaß und zentraler Inhalt der Korrespondenz, die sie mit ihren Zeitgenossen führen. In Mahlers Briefen dagegen spiegelt sich die Dreiteilung, die seine gesamte Musikerexistenz kennzeichnet: Komponist, Interpret und Manager.
Die in diesem Band zusammengetragenen Briefe erstrecken sich über einen Zeitraum von dreißig Jahren, der weltgeschichtlich etwa von der Gründung des Deutschen Reiches bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs reicht und biographisch gleichbedeutend ist mit Mahlers dreifachem Wirken als Kapellmeister und - später berühmter - Dirigent, als Leiter musikalischer »Großbetriebe« (Erster Kapellmeister in Hamburg, Operndirektor in Budapest und Wien, Chefdirigent in New York) und als Komponist. Parallel zu Mahlers eigenem Weg durch die Theaterprovinz bis in die Spitzenpositionen läßt sich darin der seines Werks von der wenig erfolgreichen Uraufführung der Ersten bis zur triumphalen Uraufführung der Achten Symphonie verfolgen. Mit seiner beruflichen Korrespondenz hat Mahler ein Netz über die Musikund Theaterlandschaft ganz Mitteleuropas gespannt, mit der k.u.k. Doppelmonarchie und dem Deutschen Reich als Mittelpunkt, aber auch ausgreifend nach England, Frankreich, Holland, Italien und Rußland. Beeindruckend die Vielfalt der Kontakte, die er zu knüpfen und, wo in beruflicher Hinsicht nützlich, zu pflegen wußte, schier unüberschaubar die Zahl der Briefpartner, mit denen er kollegial verkehrte und die er darum gern mit »Verehrter Herr College!« anredete. Deshalb trägt auch die vorliegende Briefauswahl diesen Titel.
So wie sich Komponist, Dirigent und Theaterleiter in Mahlers Persönlichkeit zu einem einzigartigen »Gesamtkünstler« verschränken, so umfassen die nicht-privaten Briefe Mahlers das ganze Spektrum von beruflichen Kontakten aus der Musik-, Theaterund Opernwelt. Die Auswahl konzentriert sich auf Briefe an Komponisten, Dirigenten, Intendanten, Agenten und - soweit sie selbst schöpferische oder ausübende Musiker waren - Kritiker. Adressaten sind Komponisten wie Anton Bruckner, Antonín Dvo?ák, Richard Strauss, Leos Janá?ek und Arnold Schönberg, Dirigenten wie Hans von Bülow, Hans Richter, Felix Mottl, Franz Schalk, Felix Weingartner und Bruno Walter, Zelebritäten wie Cosima Wagner und Ferenc Erkel, so gut wie alle bedeutenden Opernintendanten der Zeit von Angelo Neumann bis Bernhard Pollini, von Max Staegemann bis Andreas Dippel, und nicht zuletzt die wichtigsten Theateragenten des beginnenden 20. Jahrhunderts. Großen Wert hat der Herausgeber darauf gelegt, auch unbekannte oder heute vergessene Persönlichkeiten des damaligen Musiklebens einzubeziehen, mit denen Mahler - manchmal auch nur kurzzeitig - in Verbindung stand: Komponisten wie Alfred Bruneau und Wilhelm Kienzl, Dirigenten wie Oscar Fried, Sylvain Dupuis, Kálmán Feld und Alfred Hertz. Dabei sei nicht verschwiegen, daß auch manch interessanter Brief, etwa an Ferdinand Löwe, Gerhard Schjelderup oder Max von Schillings, der unumgänglichen Beschränkung des Umfangs geopfert werden mußte.
Mit der Beschränkung auf Komponisten, Dirigenten, Theaterleiter und Agenten verzichtet die Briefauswahl - ebenso vorsätzlich wie notgedrungen - auf Mahlers Korrespondenz mit den Briefpartnern aus den vielen anderen einschlägigen »Metiers« eines Theatermannes und Komponisten, also mit Sängern und Sängerinnen, mit Instrumentalisten, mit seinen Verlegern, mit den Musikkritikern, die sich intensiv mit seinem Werk beschäftigten oder gleich als dessen Propagandisten in Erscheinung traten. Gerade die Musikkritiker der Mahler-Zeit waren vielfach selbst kompositorisch tätig (August Beer, Max Marschalk, Otto Lessmann, Richard Heuberger), sodaß sich Mahler auch hier oft an den »Kollegen« wenden konnte und nur nebenbei den Kritiker in Anspruch nehmen mußte. Eine strikte Trennung in berufliche und private Korrespondenz läßt sich freilich im Falle Mahlers überhaupt nicht bewerkstelligen: Vielfach fließen in seine Berufspost persönliche Empfindungen, Bekundungen der Freundschaft und oft privateste Bekenntnisse ein, und die privaten Briefe wiederum sind kaum jemals frei von beruflichen Nachrichten, Reflexen aus seinen öffentlichen Positionen und, vor allem, Äußerungen zum kompositorischen Werk. Diese Besonderheit auch bei der vorliegenden Briefauswahl zu respektieren und die Briefinhalte unverändert und ungekürzt zu präsentieren, war eine Selbstverständlichkeit.
Die Zahl der von Gustav Mahler in seinem Leben geschriebenen Briefe kann nur geschätzt werden, da viele durch Krieg, Vertreibung und Emigration der Briefempfänger in Privatbesitz geraten, in Bibliotheken, Archiven und Nachlässen über die ganze Welt verstreut oder gar verloren gegangen sind. Insgesamt dürften es zwischen vierund fünftausend Briefe sein, von denen heute gerade einmal rund die Hälfte erschlossen und publiziert ist. Davon entfällt wohl ein gutes Drittel auf die private Korrespondenz: mit den Familienangehörigen, mit den Freunden und Freundinnen der Studienjahre (später sind nur wenige hinzugekommen), und den Frauen »vor Alma« wie Natalie Bauer-Lechner, Anna von Mildenburg und Selma Kurz, und schließlich mit seiner Braut und späteren Frau Alma Maria Schindler. Der große Rest umfaßt die geschäftliche Korrespondenz, die sich in ihrer zahlenmäßigen wie thematischen Fülle jedem Ordnungsprinzip zu entziehen scheint. Erschwerend kommt hinzu, daß die Antwortbriefe der Briefpartner Mahlers nur in Einzelfällen und auch da nur zum Teil erhalten geblieben sind - so bei Cosima Wagner und Richard Strauss, bei den Schriftstücken, die das Wiener Haus-, Hofund Staatsarchiv verwahrt. Um die Einheitlichkeit der Briefpublikation zu gewährleisten, wurde auf den Abdruck von Antwortbriefen generell verzichtet, sie wurden jedoch, sofern sie zur Erhellung einer beruflichen Situation, eines Geschäftsvorgangs oder einer persönlichen Beziehung beitragen konnten, in die erläuternden Zwischentexte oder in die Anmerkungen eingearbeitet.
Aus der geschilderten Materialfülle eine Auswahl zu treffen, die der Reichhaltigkeit der Ereignisse gerecht wird und dennoch Interesse und Aufnahmefähigkeit des Lesers nicht überfordert, war kein leichtes Unterfangen. Ohne sich in - höchst reizvolle - Details zu verlieren, sollte sie dennoch einen Eindruck nicht nur von der Vielfalt der Themen vermitteln, die den Theatermann wie den Komponisten Mahler zeitlebens beschäftigten und zu persönlichen Stellungnahmen veranlaßten, sondern auch von der Direktheit und intellektuellen Schärfe, mit der er große und kleine Probleme behandelte, von der souveränen Verfügungsgewalt über alle Sprachmittel zwischen manchmal geradezu devoter »Diplomatie« auf der einen Seite, bald lakonischer Knappheit, bald überbordender Detailfreudigkeit auf der anderen, und nicht zuletzt von dem...


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Stichwortverzeichnis
Hier reinlesen und suchen:

Kundenrezensionen

5.0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Siehe die Kundenrezension
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tintan am 20. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Im neuen Mahler-Briefband "Verehrter Herr College", herausgegeben von Franz Willnauer, werden sowohl die einzelnen Briefe an Komponisten, Dirigenten und Intendanten kenntnisreich kommentiert als auch die Abfolge der Briefe selbst immer wieder mit für das fortlaufende Lesen unschätzbaren Überleitungstexten unterbrochen, die den jeweiligen biographischen Kontext herstellen. Das mag zunächst ein wenig trocken klingen, ermöglicht aber schon nach kurzem Einlesen einen direkten, unverstellten Blick auf den rastlosen Arbeiter Gustav Mahler. Mahler war ja ein Mensch, der nie müßig sein konnte, ein "Workaholic" und unermüdlich Planender, Strebender, Schaffender, nie zufrieden mit dem Erreichten, von Routine schnell ermüdet, immer vorwärts drängend mit unvorstellbarer Energie. Dabei zeigen die Briefe, wie geschickt er schon in frühem Alter taktierte und ein weitverzweigtes Netzwerk von Kontakten knüpfte, um seine Ziele zu erreichen. Aber neben das Bild des ausgebufften Strategen, des versierten, ja manipulierenden Verhandlungspartners tritt gleichzeitig schon früh der unangepaßte, radikal gegen den Strom schwimmende Zug seines Wesens, der sich etwa im fast gänzlichen Fehlen konzilianter Weltläufigkeit dokumentiert, wenn es um die für Mahler absoluten Werte der Kunst ging. Hier war er zu keiner Konzession bereit, verlangte von sich selbst und anderen das Äußerste an Hingabe und Einsatz. Wo er diese nicht fand oder auf Unverständnis, Bequemlichkeit, Borniertheit und Ignoranz stieß, verlor er schnell die Geduld.Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen