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Gullivers Reisen: Kinderbuchklassiker zum Vorlesen [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Swift , Elke Leger , Markus Zöller
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Gullivers Reisen
OT Travels into several remote nations of the worldOA 1726 DE 1728 Form Roman Epoche Klassizismus
Mit seinem 1726 erschienenen Roman Gullivers Reisen schuf Jonathan Swift einen Klassiker der englischen Literatur und eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Dass Gullivers Reisen in einer gekürzten und redigierten Fassung auch zu einem Kinderbuch-Klassiker wurde, ist auf die Märchenhaftigkeit der mit großer Fantasie entwickelten Geschichten zurückzuführen, täuscht jedoch über den abgründig satirischen Charakter des Werkes hinweg.
Inhalt: Der Roman erzählt in vier Büchern von den abenteuerlichen Reisen des englischen Schiffsarztes Lemuel Gulliver. Im ersten Buch bricht Gulliver 1699 zu einer Schifffahrt in die Südsee auf. Als die Mannschaft Schiffbruch erleidet, kann er sich an den Strand der Insel Liliput retten. Während er schläft, wird er von den Bewohnern Liliputs, die um ein Vielfaches kleiner sind als er, gefesselt. Gullivers Aufgeschlossenheit für die Gepflogenheiten seiner Gastgeber und seine Bereitschaft, ihnen in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit der verfeindeten Monarchie Blefuscu zu helfen, lassen ihn bald zu einem Helden werden. Durch eine Intrige verliert Gulliver schließlich das Vertrauen des Kaisers und sieht sich gezwungen, nach England zurückzukehren.
Bald tritt er seine nächste Reise an, von der im zweiten Buch berichtet wird. In der Nähe von Madagaskar gerät sein Schiff in einen Sturm. Als die Mannschaft eine Insel entdeckt, machen sich Gulliver und einige Matrosen auf, um dort Wasser zu besorgen. Zu spät erkennen sie, dass die Insel, Brobdingnag genannt, von Riesen bewohnt wird. Allein zurückgelassen, gerät Gulliver in die Hände eines Bauern, der ihn auf einer Reise durch Brobdingnag als Attraktion zur Schau stellt und an den Königshof verkauft. Er gewinnt die Gunst des Königs, mit dem er Gespräche über England führt. Nach einigen Abenteuern wird er von einem Adler in die Lüfte entführt und über dem Meer fallen gelassen. Die Besatzung eines Schiffs rettet ihn und bringt ihn im Juni 1706 zurück in die Heimat.
Trotz der erlittenen Gefahren beschließt Gulliver erneut auf Reisen zu gehen. Im dritten Buch wird er von Piraten gefangen genommen und landet auf der fliegenden Insel Laputa. Deren Bewohner befassen sich fast ausschließlich mit Mathematik, Musik und Astronomie, pflegen jedoch kaum mehr zwischenmenschliche Beziehungen. Er verlässt die Insel, um auch das zur laputischen Monarchie gehörende Festland Balnibarbi und seine Hauptstadt Lagado kennen zu lernen. Dort besucht er eine Akademie, in der an absurden Projekten wie etwa der Gewinnung von Schießpulver aus Eis oder der Mischung von Farben durch Blinde gearbeitet wird. Später gelangt Gulliver nach Japan und von dort aus zurück nach England.
Im vierten Buch des Romans sticht Gulliver als Kapitän eines Schiffes in See. Nachdem seine Leute sich gegen ihn verschworen und ihn über längere Zeit in seiner Kajüte festgehalten haben, setzen sie ihn am Ufer eines unbekannten Landes aus. Auf seinem Weg ins Landesinnere begegnet er den ersten Houyhnhnms und Yahoos. Während die affenartigen Yahoos als Sinnbilder des Irrationalen von äußerster Hässlichkeit sind, erscheinen die tugendhaften Houyhnhnms in ihrer schönen Pferdegestalt als Inkarnationen des rein Rationalen. Von den Yahoos als Houyhnhnm und von den Houyhnhnms als Yahoo betrachtet, bemüht sich Gulliver um die Gunst der Houyhnhnms, die ihn jedoch des Landes verweisen. Nach seiner Rückkehr flieht Gulliver seine Mitmenschen, wird zum Menschenfeind und verbringt fortan seine Zeit in der Gesellschaft von Pferden.
Struktur: Zahlreiche Passagen in dem Bericht Gullivers enthalten mehr oder weniger verhohlene, bissig-humorvolle Anspielungen auf die sozialen und politischen Zustände in England. Durch den satirischen Charakter der Erlebnisschilderungen wird die eher von Zweifeln überwiegende Haltung des Autors gegenüber der Utopie deutlich. Gleichzeitig beleuchtet der Roman die Relativität aller menschlichen Werte.
Wirkung: Obwohl das satirische Werk zu den meistgelesenen der abendländischen Literatur zählt, stieß es auch auf Kritik: Schriftstellerkollegen wie Sir Walter R Scott oder William Makepeace R Thackeray sahen in der Figur des Gulliver den Verfasser Swift und warfen diesem pathologische Misanthropie vor; noch George R Orwell wollte in dem Werk Swifts politisch unfortschrittliche Gesinnung aufgrund seines konservativen Republikanismus erkennen. B. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Der Verlag über das Buch

Swifts glänzend erzählte Fahrten des Kapitän Gulliver in der meisterhaften Übersetzung von Kurt Heinrich Hansen. Mit den klassischen Illustrationen von Grandville zu der Ausgabe von 1838. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Der englische Schiffsarzt Lemuel Gulliver erlebt auf seinen Reisen um die Welt zahlreiche Abenteuer, die ihn auf die Insel Liliput ins Land der Däumlinge, nach Brobdingnag ins Land der Riesen, auf die fliegende Insel Laputa und schließlich ins Land der »weißen Pferde«, der anmutigen Houyhnhnms, und deren Bediensteten, den affenartigen Yahoos, verschlagen. Märchenhaft und voller Phantasie erscheinen Gullivers Erlebnisse und Begegnungen mit Kreaturen, die in ihrem Verhalten den Menschen nicht unähnlich sind. Jonathan Swifts Klassiker der Jugend- und Weltliteratur in einer neu bearbeiteten Ausgabe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jonathan Swift, geboren 1667 in Dublin, war von 1689 bis 1694 Sekretär des Schriftstellers Sir William Temple in England, dann anglikanischer Geistlicher und von 1713 an Dekan von St. Patrick's in Dublin. Mit seinen beißenden Satiren kämpfte er gegen kirchliche und gesellschaftliche Mißstände. Er starb 1745. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Mein Vater hatte ein kleines Landgut in Nottinghamshire in Mittelengland. Ich war der dritte von fünf Söhnen und meine Eltern nannten mich Gulliver. Als ich vierzehn Jahre alt war, schickte mich mein Vater nach Cambridge, wo ich drei Jahre lang blieb und mich in meine Studien vertiefte. Obwohl ich nur ein klägliches Taschengeld erhielt, waren die Kosten für so ein bescheidenes Vermögen, wie es mein Vater besaß, viel zu hoch. So kam ich in die Lehre zu Mister James Bates, einem berühmten Chirurgen in London, bei dem ich vier Jahre lang blieb. Kleine Geldbeträge, die mir mein Vater ab und zu schickte, benutzte ich ausschließlich dazu, Schifffahrtskunde und verschiedene mathematische Wissenschaften zu studieren, die man benötigt, wenn man zur See fahren will. Ich war nämlich davon überzeugt, dass mir dies eines Tages beschieden sein werde.
Später besuchte ich die Universität in Leiden, wo ich zwei Jahre und sieben Monate lang Medizin studierte, denn ich war der Meinung, dass mir dies auf weiten Reisen nützlich sein werde. Bald nach meiner Rückkehr aus Leiden empfahl mich mein guter Lehrer, Mister Bates, als Schiffsarzt an den Kapitän der Swallow, Abraham Pannell. Hier blieb ich dreieinhalb Jahre und machte mehrere Reisen in die Levante und andere Gegenden. Als ich nach Hause zurückkehrte, ermunterte mich Mr Bates, mich in London niederzulassen, und er war es auch, der mich einer Reihe von Patienten empfahl. Da mir allgemein geraten wurde, mein Junggesellendasein aufzugeben, heiratete ich Mary Burton, zweite Tochter von Mr Edmond Burton.
Nach dem Tod meines Lehrers und einem ständigen Rückgang meiner Praxis nahm ich nach Rücksprache mit meiner Frau ein vorteilhaftes Angebot des Kapitäns William Pirchard an, der im Begriff war, mit seinem Schiff, der Antelope, eine Reise in die Südsee anzutreten. Wir stachen am 4. Mai 1699 in See und hatten anfangs eine durchaus glückliche Fahrt.
Ich will den Leser nicht mit Einzelheiten über unsere Erlebnisse während der Fahrt ermüden. Zur Information soll genügen, dass wir auf unserer Reise nach Ostindien durch einen furchtbaren Sturm nordwestlich von Tasmanien abgetrieben wurden. Am 5. November, dem Sommerbeginn in dieser Gegend, sahen wir vor uns ein Riff, aber der Wind war so stark, dass wir gerade darauf zugetrieben wurden und unmittelbar danach daran scheiterten. Sechs von uns ließen ein Boot ins Wasser und versuchten, von unserem Schiff und von den Klippen wegzukommen. Nach meiner Berechnung ruderten wir ungefähr drei Meilen weit, dann konnten wir nicht mehr; unsere Kräfte waren erschöpft. Wir ließen also unser Boot von den Wogen treiben und etwa eine halbe Stunde später kenterten wir durch eine plötzlich vom Norden her kommende Böe.
Was aus meinen Begleitern und der übrigen Mannschaft geworden ist, kann ich nicht sagen. Vermutlich ertranken sie alle. Ich für meinen Teil schwamm auf gut Glück darauflos, wohin mich Wind und Wogen trieben. Als es fast mit mir zu Ende war, fühlte ich plötzlich festen Boden unter den Füßen, und gleichzeitig flaute auch der schreckliche Sturm ab. Der Strand war so flach, dass ich etwa eine halbe Stunde weit gehen musste. Es war nach meiner Schätzung ungefähr acht Uhr abends, als ich das Ufer erreichte. Ich ging etwa eine halbe Meile weiter, konnte aber nicht die geringste Spur von Häusern oder Einwohnern entdecken, aber ich war auch so total erschöpft, dass ich kaum etwas von meiner Umgebung wahrnahm. Da ich todmüde war, legte ich mich ins Gras, das hier sehr kurz und weich war, und schlief ungefähr neun Stunden lang; ich erinnere mich nicht, jemals in meinem Leben so tief geschlafen zu haben.
Als ich erwachte, war heller Tag. Ich versuchte aufzustehen, aber ich konnte mich nicht bewegen. Ich lag auf dem Rücken und meine Arme und Beine waren auf jeder Seite an den Erdboden gefesselt. Auch meine langen, dichten Haare waren in gleicher Weise angebunden. Ich fühlte, dass mehrere dünne Stricke quer über meinen Körper gespannt waren. Ich konnte nur aufwärts blicken und sah, wie die Sonne immer höher stieg.
Nach einer Weile spürte ich etwas Lebendiges auf meinem Fuß herumkrabbeln; es kam leise über meine Brust bis dicht an mein Kinn. Ich senkte meinen Blick und sah eine menschliche Gestalt von etwa fünfzehn Zentimeter Größe, die mit Pfeil und Bogen bewaffnet war und einen Köcher auf dem Rücken trug. Gleichzeitig bemerkte ich noch an die vierzig gleicher Geschöpfe, die, wie ich vermutete, dem ersten nachfolgten. Ich war durch ihr plötzliches Auftauchen so überrascht, dass ich laut aufschrie. Meine Stimme jagte ihnen einen solchen Schrecken ein, dass sie alle entsetzt davonliefen. Wie ich später erfuhr, verletzten sich einige beim Fallen, als sie von meinem Körper hinabsprangen. Aber sie kamen bald zurück, und einer wagte sich so nahe heran, dass er mir voll ins Gesicht schauen konnte. Erstaunt hob er die Hände und rief mit lauter, deutlicher Stimme: »Hekinah degul!« Die anderen wiederholten diese Worte mehrere Male. Damals wusste ich aber noch nicht, was sie damit meinten.
Währenddessen befand ich mich in einer sehr unangenehmen Lage. Ich versuchte, mich zu befreien, und es gelang mir, die Fesseln zu sprengen und die Pfähle auszureißen, an denen mein linker Arm am Erdboden festgehalten war. Ich hob ihn in die Höhe und sah nun, wie ich gefesselt war. Gleichzeitig löste ich mit einem heftigen und sehr schmerzhaften Ruck die Stricke, mit denen meine Haare auf der linken Seite angebunden waren. Nun konnte ich meinen Kopf etwa sechs Zentimeter seitwärts drehen.
Aber die kleinen Geschöpfe rannten weg, ehe ich eines von ihnen ergreifen konnte. Alsbald erscholl ein lautes, schrilles Geschrei, und als es verstummte, hörte ich einen von ihnen laut rufen: »Tolgo phonac!« Gleichzeitig fühlte ich etwa einhundert Pfeilschüsse auf meiner linken Hand, die mich wie Nadeln stachen. Zugleich schossen sie noch eine zweite Salve in die Luft. Einige dieser Pfeile fielen auf mein Gesicht, das ich sofort mit der linken Hand bedeckte. Als dieser Pfeilregen vorüber war, stöhnte ich vor Schmerz und Unmut und versuchte nochmals, mich loszureißen. Dies trug mir eine zweite, noch reichlichere Salve ein, und einige versuchten sogar, mich mit Speeren in die Seite zu stechen. Zum Glück hatte ich ein büffelledernes Wams an, das die Kleinen nicht durchbohren konnten.
Ich fand, dass es das Klügste war, still zu liegen, und beschloss, so die Nacht abzuwarten; dann würde ich mich mit meiner linken Hand leicht losmachen können. Als das Volk sah, dass ich mich ruhig verhielt, wurden keine weiteren Pfeile gegen mich abgeschossen. Aus dem Lärm, der immer mehr wuchs, schloss ich, dass sich die Zahl der kleinen Leute vermehrte. Ungefähr vier Meter von mir entfernt vernahm ich ein Klopfen und Hämmern wie von Handwerkern an der Arbeit. Ich drehte meinen Kopf, so weit ich konnte, in diese Richtung und sah, dass dort mit fieberhaftem Eifer eine ungefähr einen halben Meter hohe Tribüne errichtet wurde, die vier von diesen Dreikäsehochs Platz bot und die sie mithilfe von Leitern erreichen konnten.
Einer von ihnen kletterte auch schon hinauf und hielt von dort eine lange Ansprache an mich, von der ich keine Silbe verstand. Es war dies ein Mann von mittlerem Alter, anscheinend eine hochgestellte Persönlichkeit, der größer war als seine Mitbürger. Ich konnte aus seiner Ansprache genau erkennen, ob er mir drohte oder etwas versprach und ob das, was er sagte, mitleidig oder freundlich gemeint war. Ich antwortete mit wenigen, aber untertänigen Worten und hob meine linke Hand und meine Augen zur Sonne, als ob ich sie zum Zeugen anrufen wollte. Da ich beinahe vor Hunger verschmachtete - ich hatte den letzten Bissen mehrere Stunden, bevor ich das Schiff verließ, zu mir genommen -, konnte ich mich nicht enthalten, vielleicht gegen die Regeln des Anstands, mehrmals meine Finger in den Mund zu stecken, um dadurch mein Verlangen nach Nahrung auszudrücken.
Der Hurgo - so nennt man dort eine hochgestellte... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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