Als Arzt hat Lemuel Gulliver in London kein Glück. Es gibt zwar genug Kranke, aber nur wenige finden zu ihm. Da entschließt sich Gulliver, wieder Schiffsarzt zu werden. Am 4. Mai 1699 verlässt die „Antilope" den Hafen und fährt nach Indien. Die ersten Monate geht alles gut. Doch dann gerät das Schiff in einen fürchterlichen Sturm, kentert und versinkt. Gulliver kann sich an Land retten. Als er am anderen Morgen aufwacht, ist er gefesselt, und mindestens vierzig winzige Menschen, die nicht größer als ein Fingernagel sind, krabbeln auf seinem Körper herum. Gulliver ist in Liliput gelandet... Die nächste Reise führt Gulliver nach Brobdingang, in das Land der Riesen. Dieses Mal geht die Reise gut, und es kommt kein Unwetter auf. Doch da die Messgeräte in Unordnung geraten sind und das Trinkwasser knapp geworden ist, entschließt sich der Kapitän, an Land zu gehen. Als Gulliver nach vergeblicher Suche nach Wasser zu seinem Schiff zurückkommt, flüchtet die Schiffsbesatzung gerade vor einem Riesen. Gulliver bleibt allein zurück... Erich Kästner begann 1961 mit der Nacherzählung des Romans von Jonathan Swift, der 1726 unter dem Titel Reisen in verschiedene ferne Länder der Erde. Von Lemuel Gulliver, zuerst Wundarzt, später Kapitän verschiedener Schiffe in England erschienen war. Kästner wählte aus Swifts Roman die ersten beiden Teile, die Reisen nach Liliput und nach Brobdingnag, aus und erzählte sie unter dem Titel Gullivers Reisen für Kinder nach. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)