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Kundenrezensionen

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2,9 von 5 Sternen
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Die Gen-Wissenschaft geht mit Siebenmeilenstiefeln voran. Und Charlotte Kerner geht in ihrem Roman "Blueprint" gedanklich noch einen Schritt weiter: "Blueprint" ist die Biographie eines Klons. Dabei passt das Wort "Biographie" eigentlich nicht mehr. Denn das Buch hört auf, als Siri - der Klon - richtig zu leben beginnt. Ein Leben, das den Tod ihrer Mutter bedingt:

Die hoch begabte Pianistin und Komponistin Iris Sellin ist gerade dreißig Jahre alt, als sie erfährt, dass sie unheilbar an Multipler Sklerose erkrankt ist. Sie handelt schnell und... lässt sich klonen.
Sie bekommt ein Mädchen, das sie Siri nennt. Ihr Lebensweg scheint genau vorherbestimmt zu sein, schließlich wurde sie zu dem Zweck geboren, das Talent und die Arbeit ihrer Mutter fortzuführen.
Doch wie lebt es sich für Siri als Kopie, als Blaupause ihrer Mutter? Wo hört Iris auf? Wo fängt Siri an? All diese Fragen werden für das Leben von Siri bestimmend, denn innerlich gelingt die Doppelung nicht. Siri empfindet sich mehr und mehr als Iris-Kopie, als »Du«, nicht als »Ich«. Wo liegen die Grenzen zwischen den beiden Persönlichkeiten? Sie scheinen zu verschwimmen.
Siri wird auf eine lange und beschwerliche Suche zu sich selbst geschickt, denn erst mit dem Tod von Iris wird die Suche nach der eigenen Identität möglich...

Nicht auf die Technik des Klonens konzentriert sich Charlotte Kerner (Informationen dazu findet der interessierte Leser im Anhang des Buches), sondern auf den Klon selbst bzw. auf dessen Psyche.
Siri ist ein deutliches Beispiel dafür, wie stark das Leben eines Menschen vorgezeichnet werden kann. Sie bekommt ihr Leben quasi vorgesetzt, statt sich selbst ihren Weg suchen zu können. Ihr "Mutter-Zwilling" Iris - "Muzwi" genannt - lebt vor, wie Siri und ihr Leben später aussehen wird. Für Siri gilt es im Grunde nur, die "Schablone" Iris auszufüllen, ohne dabei zu wissen, wo ihre eigene Persönlichkeit liegt bzw. ob sie überhaupt eine hat.
Genau das macht den Kern des Buches aus. Hinzu kommt ein anderes bedrückendes Gefühl. "Normale" Kinder entstehen aus der Liebe zwischen zwei Menschen. Siri ist lediglich das Produkt der egozentrischen Selbstverliebtheit ihrer Mutter. Und so lauert in ihr immer die Angst, nicht um ihrer selbst willen geliebt zu werden, sondern nur als Fortsetzung des Lebens ihrer Mutter. Wie eine Sklavin steckt sie in einer Haut, die irgendwie nicht so recht die eigene ist und aus der sie nicht ausbrechen kann.

Sprachlich schafft es Charlotte Kerner, ganz geschickt ihre Inhalte zu vermitteln. Sie erzählt Siris Leben aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, zwischen denen sie immer hin und her springt. Mal erzählt sie aus einer neutralen, übergeordneten Perspektive und mal in Form innerer Monologe, die Siri abhält. Besonders diese inneren Monologe haben es in sich. Siri hat teilweise eine sehr harte Art, die Dinge zu sehen und formuliert ihre Eindrücke sehr bildhaft. Oft läuft das auf Fragen und Anklagen an ihre Mutter hinaus, von der sie sich einerseits abgrenzen will, es andererseits aber nicht schafft (bzw. nicht schaffen kann) und daran beinahe verzweifelt.

Die Finesse ihrer bildhaften, symbolbehafteten Sprache trägt dazu bei, dass "Blueprint" - obwohl es ein Jugendbuch ist - ein wenig Konzentration erfordert. Zwischen den Zeilen steckt viel Stoff für eigene Gedanken, so dass das Buch auch für Erwachsene sehr interessant und ansprechend ist. Es gibt viel zu entschlüsseln, viel zu diskutieren und wer es schafft, sich diesem für manchen Leser eventuell etwas trocken erscheinenden Roman ganz zu öffnen, der nimmt nach der Lektüre eine ganze Menge mit.

Ein ganz großes Lob an die Hörbuchfassung. Wer Schwierigkeiten mit dem Perspektivenwechsel der Erzählweise hat, dem empfehle ich unbedingt die akustische Version. Durch die hervorragenden Sprecherinnen werden die zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven verständlicher gestaltet. Eva Gosciejewicz liest die Rolle der Siri mit einer Stimme, die Verletzlichkeit aber auch die wachsende innere Stärke wiedergibt, Sissy Höfferer übernimmt souverän den erzählenden Part.

Fazit: "Blueprint" ist ein faszinierendes Buch, das es verdient hat, dass man ein Weilchen innehält und über all die Fragen nachdenkt, die es aufwirft. Es ist sprachlich interessant: symbolreich und teils sehr bildhaft geschrieben. Das macht die Lektüre auf der einen Seite etwas anstrengend, andererseits erhöht es aber auch den Lesegenuss.

Das Buch ist auf jeden Fall ein sehr gelungener und lesenswerter Denkansatz zum Thema Klonen. Charlotte Kerner zwingt dem Leser nicht ihre Meinung auf, sondern vermittelt anhand von Siri einen glaubwürdigen und sehr anschaulichen Eindruck davon, wie sich ein Klon fühlen könnte.

Sie wirft mit ihrem Roman Fragen auf, über die man sich zuvor nur wenig Gedanken gemacht hat. Sie fügt der Debatte um die ethische Vertretbarkeit des Klonens eine zusätzliche Facette hinzu.

Siris verstörende Geschichte ist keine leichte, aber eine zum Nachdenken animierende Geschichte.
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am 23. Januar 2004
Charlotte Kerners Blueprint besticht durch eine eigene Sprache, eine selbstreflektierte Sprache, vor allen in den Passagen, in denen Siri, der Klon von Iris spricht. Diese Abschnitte wechseln sich ab mit den klar formulierten auktorialen Abschnitten, in denen das Innenverhältnis der beiden von außen beleuchtet wird - und es ist ein schweres Verhältnis, eines das von Verwirrung, Täuschung, Spiegelung geprägt ist.
Es ist vielleicht ein Haken an der Geschichte, denn der Leser erfährt nicht viel von Iris; doch nach der Lektüre des Buches weiß er, dass auch viel von Iris' Gedanken dringesteckt hat, denn Siri fühlt sich wie eine "Weiterentwicklung" von Iris, geboren mit den Erfahrungen der 32jährigen Mutter, die in den Genen liegen können... Diese, aber auch viele andere kluge Gedanken von Charlotte Kerner machen dieses Buch zu einem sehr wichtigen. Wer sich mit der Klonthematik auseinandersetzen will, vor allem mit all den zahllosen ethischen Aspekten, die heute noch nicht abzusehen sind (denn es gibt noch keine Siri), dem ist dieses Buch wärmstens ans Herz zu legen.
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am 12. Dezember 2004
Bestseller, Jugendliteraturpreis, wissenschaftlicher Hintergrund. Das allein würde mich ja nicht unbedingt zwingen hier eine schlechte Bewertung zu geben. Aber ich habe das Buch nunmal lesen müssen; in der Schule (gymnasiale Oberstufe!), was ich mir bis heute nicht erklären kann. Im Mittelpunkt steht die enge Mutter-Tocher Beziehung die sich durch die aufkommende Identitätsfrage der Tochter natürlich immer weiter auflöst. Allerdings hat die Autorin versucht die Geschichte mit ihrem umfangreichen wissenschaftlichen Wissen zu untermauern und das ganze in verständliche Jugendsprache zu übersetzen. Keine Frage, nach 10 Seiten weiß man wie das Buch ausgehen wird, wie sich Siri und Iris entwickeln werden - die Geschichte hält keine Überaschungen bereit, Spannung oder ansatzweise interessante Stellen, die einen zum Schmunzeln bringen könnten, auch nicht. Dafür bekommt man immer wieder kindische Wortspiele zu hören (wie "Muzwi" für Mutterzwilling) und natürlich die üblichen unpassenden Beispiele aus Mythologie und Sprichwörtern. Zwingt man sich wirklich die 200 Seiten zu lesen könnte man meinen, einen theoretischen Aufsatz gelesen zu haben, von einem Laien flüchtig niedergeschrieben und anschliessend in schlechtes Deutsch übersetzt. Wahrscheinlich hat Frau Kerner nach dem ihr Buch circa 50 Seiten enthielt und eigentlich fertig war, den Rest mit sinnlosen Passagen auf 200 Seiten aufgefüllt, um für sowas irrsinniges wie einen Jugendliteraturpreis der solche Bücher ehrt, nominiert zu werden. Das Buch ist seine Zeit nicht wert (auch nicht die der Jugendlichen), die eindeutige, intolerante Moral und Aussage des Buches kann man sich auch in zwei Sätzen erklären lassen.
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am 8. März 2002
Der von Charlotte Kerner verfasste Roman "Blueprint" spielt in der nahen Zukunft und beschäftigt sich mit der unheilbar kranken Komponistin Iris Sellin, die sich klonen lässt, damit dieses große von ihr getragene Talent nicht mit ihr untergeht.
Die Fragen der Autorin befassen sich mit der Problematik der Individuumssuche des Klones.
Im Verlauf des Buches wird deutlich, dass sich die Autorin gegen das Klonen wendet, was sie anhand vieler Beispiele aufzeigt, indem sie Iris (des Klones) gespaltene Seele beschreibt.
Mir persönlich hat dieser Roman nicht besonders gefallen, was weniger an der fachlichen Thematik lag, sondern mehr an dem Schreibstil der Autorin, welcher mir etwas langatmig erscheint.
Als abschließendes Urteil bleibt festzuhalten, dass dieser Roman nicht für einen Deutsch- Leistungskurs der gymnasialen Oberstufe, sondern eher für den Werte und Normen - Unterricht oder dem Privatgebrauch geeignet ist, da es den heutigen wissenschaftlichen Fortschritt verdeutlicht und zum Nachdenken über den Wert des menschlichen Individuums anregt, nicht aber besonders ergiebig für eine Textanalyse ist.
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am 12. Juni 2016
Ich habe "Blueprint" vor vielen Jahren gelesen und konnte mich erinnern, dass es mich damals schon fasziniert hat. Nun habe ich nochmal zu der Geschichte als Hörbuch gegriffen und diese noch einmal ganz neu für mich entdeckt.

Das Buch ist bereits 1999 erschienen, in einer Zeit, in der das Klonen von Menschen noch Utopie war.
Inzwischen haben sich einige Werke und Filme mit dem Thema beschäftigt, ich denke da etwa an BETA oder Die Insel.
Ihnen allen war gleich, dass sie den Klonen ursprünglich eine spezielle Existenzberechtigung zugeschrieben haben, wie etwas das "Dienen" in BETA oder als "menschliches Ersatzteillager" in Die Insel.

Siri (rückwärts gelesen: Iris) soll das Leben ihrer kranken Mutter weiterführen, wird zur Starpianistin erzogen, ohne eigenen Willen.
Dass dies nicht möglich ist und dass jedes Leben auch andere Wege gehen kann, zeigt das Buch eindringlich.

Es ist dabei chronologisch aufgebaut, von der "Zeugung" Siris bis zum Tod ihrer Mutter - und in Abschnitte unterteilt, die zeigen, wie ein Leben von der Kindheit über Jugend bis zum Erwachsensein ohnehin Entwicklungsschritte durchläuft, welche durch die Existenz als Klon noch sehr viel stärker verkompliziert werden.
Diese Entwicklung zeigt Charlotte Kerner eindringlich, differenziert und sprachgewaltig. Unterstützt wird dies im Hörbuch noch durch zwei verschiedene Sprecherinnen, wobei die Sprecherin der Siri in "Ich-Form" erzählt (so dass man dieser als Hörerin sehr viel näher ist, zumal sie meistens ihrer Mutter direkt anspricht, wie in einem Brief), die zweite Sprecherin zwar Iris meint, aber immer in der "Sie-Form".

Man leidet mit Siri, man versteht ihren Wunsch nach Individualität und Loslösen und begreift gleichzeitig die Schwierigkeiten, die sich darin auftun, wenn die Mutter zugleich die Zwillingsschwester ist. Für alle Beteiligten.

Fazit:
Großartiges Buch über das Erwachsenwerden und das Gehen eigener Wege - mit zusätzlichem Nachdenken über das Klonen und das Recht am eigenen Sein. Selten sind die Gefahren des Klonens so zuende gedacht worden.
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am 2. Juni 2016
Ich denke, vielen wird dieses Buch ein Begriff aus ihrer Schulzeit sein. Auch ich habe es während dieser Zeit gelesen und bin mir heute nicht mehr sicher, wie es mir damals gefiel - deshalb habe ich es mir einfach nochmals gegönnt.

Sehr gut gewählt, fand ich hier die zwei unterschiedlichen Stimmen. Ich finde, das hätte man im Buch auch so deutlich abgrenzen können: einmal die Gedanken von Siri, einmal die Geschichte aus Iris ihrer Sicht.

Das Thema, um was es hier geht, nämlich 'Klonen' ist ja schon sehr brisant. 1999, als das Buch erschien, war sicher noch nicht so viel bekannt, wie es heute der Fall ist. Aber scheinbar hat man auch schon damals darüber nachgedacht und Experimente gemacht.

Für mich ist es sehr erschreckend, aus welchem Grund Siri "entsteht", denn wenn ich wüsste, dass ich nur gemacht wurde, um meine Mutter weiterleben zu lassen - und zwar als Klon und nicht als eigenständiger Mensch -, dann wäre das schon sehr traurig.

Siri versucht zu beschreiben, wie sie sich fühlt. Wie es ihr in ihrer Kindheit erging. Was sie aus ihrem Leben gemacht hat, nachdem ihre Mutter verstorben ist. Oft hatte ich sehr großes Mitleid mit ihr. Und verstehen konnte ich sie auch.

Vielleicht ist es als Schullektüre durch die etwas anspruchsvollere Sprache nicht wirklich geeignet, auch wenn das Thema an sich sehr interessant ist. Dafür wird die Thematik 'Klonen' jedoch ein wenig zu einseitig gesehen. (wobei man im Unterricht dann natürlich 1000 Möglichkeiten hat, das auszubauen und andere Literatur mit einzubeziehen) Stoff zum Diskutieren gibt es definitiv genug. Und wer nicht spätestens nach dem Buch anfängt, über dieses Thema nachzudenken, der hat das Buch einfach nicht verstanden..

Ich finde das Buch von Charlotte Kerner durchaus lesenswert. Gerade auch, weil es kein alltägliches Thema ist und größtenteils aus der Sicht eines Klons beschrieben wird. Wer also mal etwas aus der Reihe lesen mag, dem kann ich diese Lektüre empfehlen.

©2016
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am 13. Mai 2016
Der 1999 erschienene und ein Jahr später mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Zukunftsroman „Blueprint-Blaupause“ von Charlotte Kerner handelt von der hochbegabten Pianistin Iris Sellin, die unheilbar an Multiple Sklerose erkrankt ist und sich deshalb klonen lässt. In ihrer Tochter Siri, die zugleich auch ihr eineiiger Zwilling ist, soll ihr Talent weiterleben. Siri, Iris rückwärts gelesen, ist der perfekte Klon, der alle Gene von Iris mit auf den Weg bekommen hat. Siri soll nämlich eine genauso gute Pianistin wie ihr Mutterzwilling werden und lebt von Anfang an ein geplantes und vorgelebtes Leben. Doch im Laufe des Romans versucht sie mehrmals, sich von ihrer Mutter abzuspalten und ihr eigenes „Ich“ zu entwickeln. Denn ihr wird klar, dass ihr Leben keinerlei Individualität besitzt, sondern nur eine Kopie des Lebens ihrer Mutter ist.
Charlotte Kerner greift in „Blueprint-Blaupause“ ein brisantes poolitisches Thema auf. Erzählt wird aus zwei Perspektiven: einer übergeordneten in der dritten Person sowie in Form innerer Monologe, die Siri hält. Auch wenn man sich über Form und Schreibstil streiten kann, so ist der Roman, allein wegen seiner Aktualität, als lesenswert einzustufen. Zudem regt die Lektüre zum Nachdenken über die Einzigartigkeit und Individualität eines jeden Menschen an.
Der erste Teil des Romans ist sehr sperrig zu lesen, da der Erzähler ziemlich poetische und doppeldeutige Sätze benutzt. Dadurch verliert man beim Lesen etwas das Mitgefühl. Doch zum Ende hin schloss sich für mich der Kreis, und ich verstand, wie Siri fühlte, und konnte mich sehr gut in sie hereinversetzen. Die Geschichte von Siri ist alles in allem ein gut gelungener Roman, der ein wichtiges Thema aufgreift, doch wird der Leser im Laufe des Buches mit immer denselben Konflikten konfrontiert. An manchen Stellen wirkt dies wie eine Art „Rumgejammer“ von Siri.
Empfohlen ist Blueprint für Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren. Wir haben diesen Roman in der 7. Klasse gelesen, und ich muss sagen, dass dieses Thema noch etwas zu schwer zu verdauen war.
„Blueprint-Blaupause“ ist eine Empfehlung für alle, die sich genauer mit den ethischen und moralischen Aspekten des Klonens befassen wollen und die poetische sowie um Genauigkeit bedachte Sprache bevorzugen.
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am 10. April 2013
Charlotte Kerner Blueprint Blaupause" Rezension

Blueprint Blaupause" ist eine Art Biografie, die von Charlotte Kerner geschrieben wurde. Es hat bereits einen Jugendliteraturpreis gewonnen und wird vom Verlag Guliver für 6,95 verkauft.

In dem Roman geht es um eine erfolgreiche Pianistin namens Iris Sellin, die an der Krankheit Multiple Sklerose erkrankt ist. Um ihr Talent weiterzuvererben lässt sie sich von dem Wissenschaftler Mortimer G. Fisher als Erste überhaupt zu klonen. Ihre Tochter und gleichzeitige Zwillingsschwester, die sie geschaffen hat, heißt Siri Sellin und wird als Einling geboren. Sie wird Iris mit der Zeit äußerlich immer identischer. Siri wird in ihrer Kindheit von der Großmutter als Monster" bezeichnet, weshalb die Frage aufkommt: Kopie oder Individuum?". Im Laufe des Buches will Siri ihre eigene Identität mit allen Mitteln entwickeln. Sie zieht von ihrer Mutter weg, verändert sich äußerlich, doch das erste Mal, dass sie sich als Ich" bezeichnen kann ist als ihre Zwillingsschwester stirbt.

Am Anfang des Buches ist man leicht verwirrt, da man sich erst mal mit dem Thema Klonen" auseinandersetzen muss, doch wenn man das Buch verstanden hat, kann man die Personen und die Situation gut nachvollziehen. Außerdem ist es sehr realistisch, denn es wird sich ja wirklich die Frage gestellt, ob Klonen erlaubt werden sollte oder nicht. Der Leser weiß durch das Buch, wie sich ein Klon Kind wahrscheinlich fühlen würde. Charlotte Kerner hatte den gleichen Gedanken: Die aktuelle Diskussion endet immer mit der Frage: Klonen oder nicht? Deshalb lasse ich zum ersten Mal einen Klon sprechen. Das macht es meiner Meinung auch interessant, da man sich Gedanken über dieses Thema macht. Manchmal wird es andererseits etwas eintönig, da das Buch immer abwechselnd in Kommentar und Ich-Perspektive geschrieben ist. Diese vielen Ich-Perspektiven können zwar langweilig werden, geben aber einen noch tieferen Einblick wie sich der Klon wirklich fühlt Es berührt und interessiert die Jugendlichen", so die Autorin.
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am 9. Mai 2005
Iris Sellin ist 30 , als sie erfährt , dass sie an Multipler Sklerose erkrannt ist.
Sie weiß, dass ihre Körperfunktionen und ihre Bewegungsfähigkeiten bald zunehmend eingeschränkt sein werden und dass das in geraumer Zeit zu ihrem Tod führen wird. Da sie eine berühmte Pianistin und Komponistin ist, möchte sie ,dass ihr Talent erhalten bleibt. Durch Zufall liest Iris dann einen Zeitungsartikel von Dr. Mortimer G. Fisher aus Montreal, der schon wissenschaftlich weit genug geforscht hat um Menschen klonen zu können. Iris trifft sich mit Dr. Fischer und beschließt schließlich, sich klonen zu lassen .Sie bringt eine gesunde Tochter zur Welt, die Kopie von ihr selbst ,wie ein „eineiiger Zwilling", der aber zeitversetzt geboren ist. Um diese „Zwillingsbeziehung" auch im Namen zu verdeutlichen, gibt sie ihrer Tochter den Namen Siri, ihren eigenen Namen rückwärts gelesen. Obwohl Iris nicht oft zu Hause ist ,weil sie viel als Pianistin unterwegs ist, ist ihre Beziehung zu einander sehr gut . Dann aber beginnt sich das Mutter-Tochter Verhältnis langsam zu verschlechtern, Siri hat ihren eigenen Willen und Iris versucht ihr mit allen Mitteln klar zu machen, für was sie eigentlich bestimmt ist, für die Musik. Iris organisiert ein Konzert , dass ihre Tochter geben soll, bei dem Siri aber scheitert. Siri verlässt ihre Mutter und zieht nach Hamburg um ein neues Leben zu beginnen . Damit sind Iris Zukunftspläne gescheitert. Sie verfällt immer mehr ihrer Krankheit. Als sie sich schließlich überwindet und einen letzten verzweifelten Versuch macht, ihre Tochter für sich zurückzugewinnen, und nach Hamburg fährt, muss sie erfahren, dass diese ihren eigenen Weg gefunden hat und sich gegen die Forderungen und Wünsche ihrer Mutter behauptet: „Ich höre nur noch auf mich." (S. 130)
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am 3. Mai 2005
Wir haben dass Buch "Blueprint" im Deutschuntericht behandelt und gelesen und ich bin der Meinung dass ein interessantes Thema (Klonen) sehr schlecht umgesetzt wurde. Es war sehr langweilig, die Spannungskurve war eher eine Wellenlinie ohne Höhepunkt und es gab auch kaum spannedere stellen z.B. als Siri dass Messer hatte hätte man einen guten Höhepunkt unterbringen können. Siri hätte Iris oder sich umbringen sollen oder man hätte ein anderer dramatischer Höhepunkt ausgestallten können. Dass einzig gute am Buch war dass Thema!
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