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Bis Mitte der 1980er Jahre hatte Friedrich Gulda ein Vierteljahrhundert lang die Musikwelt in Atem gehalten. Mit Beethoven, Mozart und Debussy. 1986 kehrte Gulda aber zu einen Komponisten zurück, mit dem er seine Karriere angefangen hatte: Frédéric Chopin. So beseelte er beim Münchner Klaviersommer 1986 ein Chopin-Nocturne mit einer wundersam meditativen Freiheit. Dieses wertvolle Tondokument rundet nun eine Doppel-CD ab, die den Chopin-Pianisten Gulda porträtiert. Und dies anhand von zahllosen, jetzt erstmals veröffentlichten Live-Mitschnitten aus den Jahren 1955 bis 1960. Neben all den Aufnahmen aus dem Privat-Archiv der Familie Gulda gibt es zudem seine offizielle Einspielung des 1. Klavierkonzerts von 1954 bei Decca - die er rückblickend einmal als "verdammt gut" bezeichnet hatte. Zu Wort kommt der Jazzpianist Gulda aber auch noch: In einer neukomponierten O-Ton-Collage aus Chopin-Improvisationen, exklusiv zusammengestellt von seinem Sohn Paul Gulda.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alt aber unübertroffen,
Von Mélomane (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Gulda Spielt Chopin (Audio CD)
Die Aufnahmen aus der Mitte der 1950er Jahre können natürlich nicht mit den heutigen technischen Möglichkeiten mithalten und erfordern eine gewisse Gewöhnung. Nimmt man sich aber Zeit und hört hinein, wie großartig Gulda die Tempi wählt, wie innig und leise die schmerzvollen Melodie in unglaublicher Klarheit hingehaucht sind - so intim und verletzlich, wie es wahrscheinlich Chopin in seinen Konzerten vor kleinem Publikum in begrenztem Rahmen wollte. Guldas Sohn Paul berichtet im Booklet, was Alexander Jenner und Jörg Demus nach einem Chopin-Abend des 19-jährigen Friedrich Gulda 1949 sagten: ""Wir können alle einpacken..." - das denkt man sich, wenn man die Interpretation der Préludes durch F.G. mit der Alexander Volodins bei den diesjährigen "Folles journées de Nantes" vergleicht. Guldas Spiel ist klar und hat eine unnachahmliche innere Spannung, wo Volodins Spiel derb und verschwommen klingt. Gulda spielt so, als ob es sein letztes Mal wäre.Der "Epitaph für eine Liebe" auf der 2. CD zeigt, wie sehr Gulda die Tonsprache Chopins zu seiner eigenen machen konnte. 2 CDs für alle, die wissen, dass technische Perfektion nichts ist, wenn man nicht den Geist hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
gulda's frühe chopin raritäten,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gulda Spielt Chopin (Audio CD)
gulda-raritäten und erstaunliche dokumente seiner frühen technisch-pianistischensowie gestalterischen kunstfertigkeit. in späteren jahren seiner zunehmenden berühmtheit (und zunehmenden berüchtigt- seins) hat gulda einen bogen um chopin und andre sog. klavier-romantiker gemacht zu den 'klassikern' bach, mozart, beethoven und viel eigenwillig-jazzig-popiges. leider, denn wir hören doch höchst individuell phrasierte preludes-und balladen-geschichten, die viel agogisches gespür für strukturiertes timing darlegen, bei aller jugendlich spielfreudigen rasanz. früh genialisches musikantentum. die 'deutsche grammophon' hat aufnahmen veröffentlicht, die klangtechnisch nicht dem künstlerischen niveau entsprechen: die balladen und konzerte klingen weniger, die preludes leider umsomehr dumpf-mulmig und wenig präsent. dennoch, nicht nur für gulda-fans, allemal hörenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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