Für mich ist es schon ein Ritual. Jedes Jahr im Herbst gönne ich mir die neue Ausgabe des Klassikers unter den Rekordbüchern. Seit Jahrzehnten erfreuen uns die Guinness-Statistiker mit den Superlativen dieser Welt, "normalen" Rekorden (wie etwa aus dem Sport), abseitigen Höchstleistungen (Sackhüpfen) und völligem Nonsens, der auf die Spitze getrieben wird (davon verrate ich nichts). Vor allem Letzteres macht das Book of Records zur unterhaltsamen Lektüre. Was mir fehlt, sind Negativrekorde, die einen so zum Schmunzeln oder ungläubigen Kopfschütteln bringen wie etwa in Marcel Dreykopfs herrlich abgedrehtem Buch "Fußball Das Allerletzte". Aber vielleicht ist das, was Dreykopf treibt zu speziell und ironisch für ein allgemein gehaltenes Rekordbuch. Wie auch immer - das Guinness-Buch ist ein toller Klassiker - absolut rekordverdächtig.