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Che Guevara. Eine Biographie.
 
 
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Che Guevara. Eine Biographie. [Broschiert]

Jorge G. Castaneda
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Produktinformation

  • Broschiert: 640 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518395904
  • ISBN-13: 978-3518395905
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 504.716 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jorge G. Castañeda
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die bolivianische Armee beging den entscheidenden Fehler, indem sie seine Leiche, um sie Journalisten als Beweis zu präsentieren, herausputzte. Man reinigte den ausgemergelten Körper, stutzte seinen Bart und kämmte ihn, dann wurde er aufgebahrt und das legendäre Foto ging um die Welt. Was man um jeden Preis hatte verhindern wollen, war erreicht: Eine Ikone war geboren. Aus Che Guevara war endgültig der Christus von Vallegrande geworden.

Den merkwürdigen Lebensgang des Ernesto Guevara de la Serna, Che genannt, von den großbürgerlichen Anfängen in Argentinien bis zu seinem gewaltsamen Tod 1967 in Bolivien, beschreibt diese exzellente Biographie Castañedas in fast schon romanhaft spannender Manier, die an manche der großen lateinamerikanischen Erzähler denken läßt.

Die Familie gehörte zur Elite Argentiniens. Allein daher schon muß es Mutter Celia, einer willensstarken, zupackenden Demokratin, hoch angerechnet werden, daß sie ihren asthmakranken Sohn keine der standesgemäßen Eliteschulen besuchen ließ und, ohne Rücksicht auf Klassenunterschiede, immer wieder mittellose Mitschüler Ches in ihrem Haus unterrichtete. Castañeda sieht im Vorbild der Mutter das prägende Beispiel für den späteren Lebensweg Guevaras. Beide liebten die Gefahr, waren rebellische Naturen und besaßen tiefes Mitgefühl ihren Mitmenschen gegenüber. Eine ähnlich dominante Rolle im Leben Ches sollte erst wieder Fidel Castro im Jahre 1955 einnehmen.

Den nun folgenden Kampfes- und Leidensweg voller Brüche, geographisch wie emotional, beginnend mit dem politischen Hauptereignis seiner Jugend, der Machtergreifung Peróns 1945, über das Medizinstudium plus erster Liebe in Buenos Aires, bis hin schließlich zum radikalen Bruch mit der Geliebten, seiner Heimat, seiner Familie im Jahre 1953, der die Historiker heute noch beschäftigt, dieses reiche, oft armselige und tragische Leben, das in den bolivianischen Bergen endete und auf den Postern der 68er fortdauerte, legt Castañeda in ruhigem, epischem Ton dar. Wer diesen schätzt, wird mit einem spannenden Buch belohnt. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

"Castañedas Schilderung ist flüssig wie ein Roman, dessen Sinn letztlich darin besteht, festzustellen, warum das größte Symbol der Rebellion der sechziger Jahre noch heute ein Banner der Jugendlichen ist. Dies ist das packende Vermächtnis des Che und anderer großer lateinamerikanischer Mythen des Jahrhunderts." (Tomás Eloy Martínez )

"Castañeda stutzt die überlebensgroße Figur auf menschliches Maß zurück. Indem er das Versagen Che Guevaras als Wirtschaftspolitiker in Kuba und als Revolutionär in Bolivien detailgenau beschreibt, auf breiter Quellenbasis, nimmt er der Lichtgestalt einiges von ihrer Aura. Er tut es aber ohne Häme, als Lateinamerikaner, der die Donquichotterien seines Helden und vielmehr noch seines Anti-Helden gut verstehen kann. Es geht ihm offenkundig auch nicht partout um die Entmystifizierung eines Mythos, um die Demontage des linken "Säulenheiligen". Er macht vielmehr verständlich, womit die Faszination zusammenhängt, die trotz seines Scheiterns von Che Guevara ausging." (Frankfurter Allgemeine Zeitung ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannend und durchaus kritisch, 17. November 2002
Der Behauptung, das Buch läse sich wie ein Roman, kann ich zwar nicht oder nur bedingt beipflichten, aber trotzdem liest es sich sehr spannend und ist aufgrund seiner Detaillierheit auch äusserst informativ. Auch Kritik kommt nicht zu kurz, so wird z.B. unter anderem die Verfolgung von freier Presse und Dissidenten infolge der kubanischen Revolution weder ausgeblendet noch beschönigt, ebensowenig wie Che Guevaras Rolle bei den Erschiessungen auf der Festung La Cabana. Der Autor verfällt im Allgemeinen weder in das eine (linksgerichteter Heldenkult) noch in das andere (antikommunistische Hexenjagd) Extrem, sondern schafft es, ein kritisches Bild vom Che und dessen Leben im Kontext der Geschichte zu entwerfen- und das trotz der Tatsache, dass man ihm eine gewisse Sympathie zur "revolutionären Sache" anmerkt. Somit ist es für mich auch klar, dass der vorhergehende Kommentator das Buch nicht gelesen haben kann, denn seine unqualifizierten Aussagen treffen auf dieses Werk nicht zu.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Detailiert bis ins letzte...., 13. Januar 2001
Bei Lektüre dieses Buch fällt sofort auf, das der versprochene Romanstil eigentlich nicht geboten wird. Jedoch wird dies diejenigen Leser, die diese Biografie nicht als Unterhaltungsliteratur lesen, sondern sie viel mehr als Anstoß zum eigenen Denken und als Erweiterung des eigenen Bildungshorizontes nutzen, nicht stören.

Denn dieses Buch gibt nicht nur, in einer höchstwissenschaftlich detailierten Art und Weise, das Leben, Wirken und den Tod Che Guevaras wieder, sondern bietet auch einen ersten Einblick in die Ideologie, die sein Leben prägte. Zu behaupten, das es leicht zu lesen wäre, wäre sicherlich falsch, jedoch bietet es thematisch interessierten Lesern eine hervoragende Möglichlichkeit auch selbst einmal ins Grübeln zu kommen. Auch wenn zugegeben die große Zeit der Revoluzzer vorbei ist.

Also keine leichte Lektüre, aber durchweg zu empfehlen.

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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lesenswerte Biographie, 19. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Che Guevara (Taschenbuch)
Die Biographie von Che Guevara von J. Castaneda lohnt sich auf jeden Fall zu lesen. Es handelt sich um ein sehr gut recherchiertes Buch, das durch eine detaillierte Darstellung des Lebensweg und zahlreiche Quellenangaben (ca. 100 Seiten!) am Ende des Buches besticht. Einige Stellen des Buches muten allerdings etwas wissenschaftlich an, was an der Tatsache liegen mag, dass der Autor als Professor tätig ist.
Das Buch ist meiner Meinung nach deshalb besonders für Leser geeignet, denen eine oberflächliche Abhandlung der Stationen Ches nicht genügt, sondern die an Erklärungsmodellen für seine Motivation interessiert sind und den geschichtlichen Kontext dabei nicht aus den Augen verlieren möchten. Hierbei berücksichtigt der Autor nicht nur die politischen, sondern auch die persönlichen Umstände in Ches Leben. Letztlich hat mich an dem Buch die Objektivität Castanedas gegenüber Ches fasziniert, dadurch hat der Leser die Möglichkeit, sich aufgrund von Tatsachen sein eigenes Bild über Che Guevara zu machen.
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