Der Behauptung, das Buch läse sich wie ein Roman, kann ich zwar nicht oder nur bedingt beipflichten, aber trotzdem liest es sich sehr spannend und ist aufgrund seiner Detaillierheit auch äusserst informativ. Auch Kritik kommt nicht zu kurz, so wird z.B. unter anderem die Verfolgung von freier Presse und Dissidenten infolge der kubanischen Revolution weder ausgeblendet noch beschönigt, ebensowenig wie Che Guevaras Rolle bei den Erschiessungen auf der Festung La Cabana. Der Autor verfällt im Allgemeinen weder in das eine (linksgerichteter Heldenkult) noch in das andere (antikommunistische Hexenjagd) Extrem, sondern schafft es, ein kritisches Bild vom Che und dessen Leben im Kontext der Geschichte zu entwerfen- und das trotz der Tatsache, dass man ihm eine gewisse Sympathie zur "revolutionären Sache" anmerkt. Somit ist es für mich auch klar, dass der vorhergehende Kommentator das Buch nicht gelesen haben kann, denn seine unqualifizierten Aussagen treffen auf dieses Werk nicht zu.