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Guerilla Gardening: Ein botanisches Manifest
 
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Guerilla Gardening: Ein botanisches Manifest [Broschiert]

Richard Reynolds , Max Annas
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 269 Seiten
  • Verlag: Orange Press; Auflage: 2., Aufl. (November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936086443
  • ISBN-13: 978-3936086447
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 15,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 83.063 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Richard Reynolds
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Saatbomben, Tomatenpflanzen auf Abrissplätzen, Moosbilder an Betonmauern: Eine besondere Form des Gartenbaus, unter dem Namen »Guerilla Gardening« erstmals im Manhattan der Siebzigerjahre bekannt geworden, ist zu einer weltweiten Bewegung angewachsen und gewinnt immer mehr Anhänger. Gärtnern ist cool geworden! Guerilla-Gärtner sind heimlich unterwegs: Bei Nacht und Nebel bepflanzen sie Verkehrsinseln, besetzen brachliegende Flächen, indem sie sie fruchtbar machen oder gehen mit Blumen gegen die Verwahrlosung des eigenen Wohnblocks vor - denn der öffentliche Raum gehört allen, und nicht dem Grünflächenamt. Der Londoner Richard Reynolds, selbst seit fünf Jahren im Einsatz als urbaner Gartenguerillero, bietet mit seiner Website www.guerillagardening.org einen virtuellen Treffpunkt für diese internationale Community von Botanik-Aktivisten, die sich darüber auch zu gemeinsamen Begrünungsaktionen verabreden. Als Inhaber eines Diploms der Royal Horticultural Society betreibt der 32-Jährige das Gärtnern mit ebensoviel botanischer Leidenschaft wie Willen zum zivilen Ungehorsam und ist heute Europas bekanntester Guerilla-Gärtner. In seinem Buch beschreibt er das politische/soziale/künstlerische Phänomen von den Ursprüngen des Guerilla-Begriffs bis zu aktuellen Beispielen für die blühenden Spuren, die Outlaw-Gärtner in aller Welt hinterlassen haben. Mit 64 Fotoseiten und vier großen Kapiteln zu Taktik, Öffentlichkeitsarbeit und natürlich praktischer Beratung im Umgang mit den botanischen Waffen. Ein Buch für alle, denen etwas an der Welt außerhalb der eigenen vier Wände liegt und die daran glauben, dass wir sie selber gestalten können.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
... ist das Guerilla-Gärtnern. Diese Bewegung ist rundum positiv, weil wir alle etwas davon haben, wenn sich Leute anonym aufmachen, um aus brachliegenden, vermüllten Grundstücken und verwahrlosten öffentlichen Flächen blühende Blickfänge zu machen. Mir ist es ehrlich gesagt dann auch wurscht, ob das dann vielleicht nicht ganz legal war. Hauptsache etwas hässliches, unnützes Totes wird dadurch schön und lebendig.

Sonst bin ich ja überhaupt kein Freund von kriegerischen Guerilla-Taktiken, aber die Untergrundgärtner haben meine volle Sympathie und wenn ich jemals einen antreffe, bekommt der meine Unterstützung.

In diesem Buch gibt es ein wenig Hintergrundgeschichte - insbesondere zur Entstehung der Guerilla-Gardening-Bewegung in den USA und England. Wer das Grundwissen sucht, welche Pflanzen sich für welchen Standort eignen, und wie man am besten vorgeht, um unbehelligt auf einem Grundstück zu gärtnern, das einem nicht gehört, ohne dabei Ärger zu kriegen, der kann sich hier kundig machen. Dieser Teil des Buches ist übrigens auch für legale Gartenfreunde nützlich. Der Foto-Teil des Buches ist besonders interessant, weil man hier richtig Ergebnisse sehen kann. Und die können sich wirklich sehen lassen. Ob nun ein kümmerlicher Randstreifen mit Stiefmütterchen bepflanzt wurde, ein verwahrloster öffentlicher Blumenkübel wieder gepflegt wird oder eine karge Baumscheibe plötzlich erblüht. Diese Untergrundbewegung verschönert die Umwelt und trägt dazu bei, dass die Menschen auch einmal selbst etwas Positives bewirken können. Ich liebe es, wenn sich im Internet Leute verabreden, um in einer Nacht-und Nebel-Aktion eine Verkehrsinsel zu bepflanzen. Eigentlich verdienen die einen Orden und nicht Ärger mit Behörden. Es gehört sich auch nicht, sein Grundstück verwahrlosen zu lassen, und dann ausgerechnet diejenigen anzuzeigen, die es in Ordnung bringen, gell?

Gärtnern kann übrigens mehr als nur schöne Blumen und leckeres Gemüse hervorbringen, es kann aus großer seelischer Not helfen: Schon Nelson Mandela hat sich in seiner dreißig Jahre währenden Gefangenschaft auf Robben Island durch Gärtnern über Wasser gehalten. Auch dort gab es keinen Garten - es wurden längs aufgeschnittene Ölfässer mit Erde befüllt und darin Gemüse gezüchtet. Mandela schreibt darüber in seiner Autobiographie.

Gärtnern ist geil. Man fühlt sich wirklich gut, nachdem man im Boden gebuddelt hat und danach etwas gedeiht, das man dort eingesetzt hat. Wer keinen eigenen Garten hat, und trotzdem was Sichtbares in der Gesellschaft verändern will, der soll das Buch lesen und sich mal in seiner Umgebung umschauen...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Katja Maria Weinl (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Die meisten Menschen leben in Städten. Und auch wenn die meisten von ihnen keinen Garten besitzen, haben doch viele den Wunsch, ein Stück Natur selbst zu bewirtschaften - egal ob in Form eines Nutz- oder Ziergartens. Wem es dabei vor allem um den Akt des Gärtnerns an sich geht, um das Arbeiten in und mit der Natur, der sollte sich beim Gärtnern nicht von der Tatsache abhalten lassen, dass er keinen Garten besitzt. Denn wer mit offenen Augen durch die Welt geht, wird viele Orte entdecken, für die sich niemand zu interessieren scheint. Diese Orte sind die perfekte Gelegenheit, zum Guerillagärtner zu werden. Auch wem die verwahrloste Verkehrsinsel am Ende seiner Straße nicht gefällt, kann Hand anlegen und diese verschönern, ohne jemanden fragen zu müssen; auch das ist Guerilla Gardening. Doch natürlich muss man sich über manches im Klaren sein: Hat man aus einem scheinbar verwahrlosten Stück Land ein kleines Gartenparadies erschaffen, kommt vielleicht der Besitzer und erkennt endlich das Potenzial, das bisher verborgen war. Vielleicht wird die gerade wunderschön blühende Verkehrsinsel auf Geheiß der Stadt komplett gemäht. Vielleicht aber wird aus einem Garten, der von gärtnernden Guerillas angelegt wurde, auch ein öffentlich anerkannter und damit geschützter Gemeinschaftsgarten.

Die Möglichkeiten und Ausgänge des Guerilla Gardening sind vielfältig und Richard Reynolds beschreibt in seinem Buch verschiedenen Projekte und deren Ausgang auf der ganzen Welt. Da liest man Motivierendes und Frustrierendes, aber vor allem liest man von einer stetig anwachsenden Gemeinschaft von Guerillagärtnern, die weltweit tätig sind (und von denen man einige mitsamt ihren Projekten auf GuerillaGardening.org finden kann). Doch Reynolds stellt nicht nur die Menschen und ihre Projekte vor, sondern gibt zudem allen Neueinsteigern hilfreiche Tipps an die Hand, die beim Einstieg ins Guerilla Gardening helfen. So sollte man natürlich zunächst auf kleinere Areale zurückgreifen und nicht gleich in den nächstbesten Baumarkt fahren und teure Pflanzen kaufen. Vielleicht kann man auch zunächst anfangen, kleine Saatbomben zu bauen, die man dann auf dem Weg zur Arbeit an geeigneter Stelle abwirft und im Verlauf der Zeit beobachtet, ob etwas davon gedeiht. Denn letztlich muss ein Guerillagärtner noch viel mehr als ein normaler" Gartenbesitzer im Einklang mit der Natur gärtnern, wenn er Ergebnisse erzielen will, und dazu ist sowohl Wissen über die Bedingungen vor Ort als auch die passenden Pflanzen wichtig. All das erhält der beginnende Guerillagärtner in diesem Buch und als zusätzliches Schmankerl findet er hier 64 Seiten mit Fotos verschiedener Projekte.

Eine bunte Anleitung zu zivilem Ungehorsam, die Lust macht, die nächstbeste Verkehrsinsel zu verschönern, und gleichzeitig die Augen für gärtnerisches Potenzial im öffentlichen Raum öffnet.
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Guter Überblick 3. Mai 2012
Von Janalina
Format:Broschiert
Vom Guerilla Gardening hatte ich durch einen Fernsehbeitrag gehört, und da wurde auch das Buch erwähnt. Der Autor ist offenbar ein bisschen wie von selbst zum Wortführer dieser 'Bewegung' geworden, weil er wohl der Erste war, der da drüber geschrieben hat und weil er das in England sehr stark propagiert, sogar Workshopps gibt usw.
Toll ist der Bildteil, weil da vieles ist, was man sonst nie sieht, zum Beispiel von den Anfängen im New York der siebziger Jahre, und die vielen Beispiele von gelungenen Pflanzaktionen mitten in den Städten. Was mich ein bisschen erstaunt hat an dem Buch, das ist, dass es eigentlich nicht besonders lustig ist. Ich hatte bei Guerilla Gardening immer auch ein bisschen an Spaßguerilla oder sowas gedacht, aber das ist eigentlich alles recht trocken geschrieben. Und die Pflanzen in den Bildunterschriften werden nur bei ihren lateinischen Namen genannt, so dass man als Laie oft nicht weiß, was das jetzt eigentlich ist. Es ist auch wahnsinnig viel Text, ich habe gar nicht alles komplett lesen können. Aber es ist soviel ich weiß das einzige Buch direkt zu dem Thema, und dafür ist es ziemlich informativ und bietet einen guten Überblick.
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