Guano Apes

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GuanoApes

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Biografie

Diese Band ist über jeden Zweifel erhaben. Sie existieren genauso lange wie Pearl Jam, haben weltweit über vier Millionen Platten verkauft, drei Echos und einen MTV Europe Music Award gewonnen und ihre letzten drei Alben enterten die Charts von null auf eins. Worum es aber eigentlich geht, ist die Musik. Ihre Songs tragen schon lange eine eigene Handschrift, obwohl die Guano Apes immer auch für Experimentierfreudigkeit stehen. „Offline“, das neue Album, klingt frisch, cool und aufsässig – und gleichzeitig klarer denn je. Wie geht das?

Sandra: »Wir machen uns vor jedem neuen Album frei von ... Lesen Sie mehr

Diese Band ist über jeden Zweifel erhaben. Sie existieren genauso lange wie Pearl Jam, haben weltweit über vier Millionen Platten verkauft, drei Echos und einen MTV Europe Music Award gewonnen und ihre letzten drei Alben enterten die Charts von null auf eins. Worum es aber eigentlich geht, ist die Musik. Ihre Songs tragen schon lange eine eigene Handschrift, obwohl die Guano Apes immer auch für Experimentierfreudigkeit stehen. „Offline“, das neue Album, klingt frisch, cool und aufsässig – und gleichzeitig klarer denn je. Wie geht das?

Sandra: »Wir machen uns vor jedem neuen Album frei von allem Alten und lassen musikalisch erst mal alles zu. Dieses Maximum an Freiheit ist unser Motor und lässt neue Impulse zu. „Bel Air“ war ein neuer Schritt für uns und hört sich dementsprechend leicht und vielleicht tanzbarer an. „Offline“ hingegen klingt kantiger, rockiger und hat eine ganz eigene Farbwelt, was auch mit unseren beiden Produzenten Philipp „Philsen“ Hoppen (Kraftklub, Marteria) und Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Donots) zu tun hat, die ja ihrerseits auch neue Impulse setzen. Das Schöne aber ist, dass man uns immer gut heraushören kann, egal welche Farben wir beim Komponieren nutzen.« Henning: »Obwohl das Album so viele neue Facetten hat, stellen wir mehr und mehr fest, dass wir als Band frei sind. Wir können jedes Genre angehen und alle Spielarten ausleben – unsere Songs werden trotzdem immer nach den Apes klingen. Das ist ein roter Faden, der uns ziemlich stolz macht und total befreit. Wie Sandra mit dem Hinweis auf Philsen und Kurt schon angedeutet hat: Man muss so eine Produktion nicht alleine machen, auch wenn man es vielleicht könnte. Produzenten sind eine wichtige Mischung aus Freund und Kritiker – jemand, der einem die Meinung sagt, mit dem Reibung entsteht. Und trotzdem klingt „Offline“ besonders klar. Es gab früher mal die Maxime, uns schon im Studio daran zu orientieren, die Songs live 1:1 umsetzen zu können. Jetzt sehen wir das anders: Gut ist, was uns gefällt. Außerdem haben wir das Glück, dass die Bandbreite, die Sandra mit ihrer Stimme abdecken kann, uns fast alle Stile erlaubt.« Sandra: »Für mich war es immer wichtig, verschiedene Genres auszuprobieren. Angefangen habe ich mit HipHop und Rap, diese Einflüsse hört man auf unserer ersten Platte und nun auch wieder auf „Offline“. Es gibt auf diesem Album einige ruhige, atmende Zwischenpassagen, in denen ich in sehr tiefe Tonlagen wechsele, aber auch in die für unsere Band typischen Shoutings, wie schon bei „Open Your Eyes“. Der Wechsel zwischen hart und zart ist spannend für mich. Über die Jahre hat sich meine Stimme sicher verändert, aber ich würde heute manches einfach auch nicht mehr so singen wie vor zehn Jahren. Ich habe Spaß daran, mit der Weiblichkeit in meiner Stimme zu spielen und muss heute nicht mehr schreien, um Kraft zu demonstrieren.«

[Entstehungsprozess]

Sandra: »Die ersten Skizzen zu den Songs entstehen ganz klassisch als Band. Im Januar 2013 waren wir eine gute Woche zusammen in einem Haus im Harz und haben Songs geschrieben. Ganz normal, wie im Proberaum. Danach nehme ich die Basics mit in mein Studio nach Berlin und tüftle daran herum, schreibe die Texte auf meine ursprünglichen Gesangslinien und recorde diese dann auch immer selbst. Im besten Fall ist ein Song schon so weit, dass es keine Änderungen am Arrangement mehr geben muss. Manchmal muss ich aber doch etwas ändern. So tüfteln wir alle und es entwickelt sich ein permanenter kreativer Prozess bis alles sitzt.« Henning: »Wir sind ja über Berlin, München und Göttingen verteilt, arbeiten einzeln oder in Teams und schicken uns dann die Files – das ermöglicht uns extrem flexibles Arbeiten.« Sandra: »Das mag ein bisschen unromantisch klingen, ist aber andererseits auch sehr kreativ: Man kann bis zuletzt alles umwerfen, an jedem Detail schrauben und sich auch immer wieder neu inspirieren – für uns führt das ständige Filtern und Aussieben jedenfalls dazu, dass die Songs immer besser werden.«

[Single & Albumtracks]

Henning: »Es gibt Songs, die muss man ein paar Mal hören, bevor sie sich einem erschließen – das sind dann vielleicht sogar die Lieblingssongs der Band – und dann gibt es welche, die erklären sich sofort. Die hissen die Fahne und zeigen alle Komponenten, die das Album auszeichnen. Das sind perfekte Singles. Wir sind aber auch verdammt stolz auf Songs wie „Hey Last Beautiful“, die ganz anders sind als das, was wir sonst gemacht haben. Unsere typischen Apes-Rocker haben wir diesmal um neue Gegengewichte und viel modernen Sound ergänzt.«

Sandra: »Ich liebe andererseits auch „Fake“, eine richtig schön rotzige Nummer. Ganz schlicht, aber dadurch auch besonders schön – ähnlich wie „Tiger“ auf „Bel Air“. Zu solchen Songs fällt es mir witzigerweise leichter Texte zu schreiben. Wenn sie aus einem einzigen Riff bestehen, ist mehr Raum für die Gesangsmelodie. Es gibt Songs, die leben von ihrer Raffinesse und es gibt Songs, die ganz schlicht und dadurch groß sind – in die man sich reinfallen lassen kann. Henning: »„Numen“ finde ich auch klasse. Mit dem Text kann jeder etwas Persönliches verbinden und auch die Komposition ist sehr spannend. Sandra: »Ich spiele ja bekanntermaßen gerne mit Worten und habe eine eher bildhafte Auffassung vom Texten. Oft haben die Worte mehrere Bedeutungen, so auch in „Numen“. Allgemein kann man sagen, dass dieses Album recht kritisch und auch politisch ist – aber wir legen uns da nicht fest. Wie bei „Jiggle“, in dem es darum geht, sich frei zu machen und auch mal rumzukaspern. Ich möchte die Leute ja auch aus einem schlechten Gefühl ziehen, wenn sie eins haben. Das ist ein total wichtiger Aspekt von Musik.«

[Albumtitel]

Sandra: »Wir sind natürlich nicht blind und taub für das, was um uns herum vorgeht. Es herrscht Informations-Overkill. Man weiß gar nicht mehr, was man zuerst verarbeiten soll – alles wird in Frage gestellt, keiner traut dem anderen mehr. Vielleicht sollten wir mal ein paar Schritte Abstand nehmen und uns auf die wichtigen Dinge im Leben rückbesinnen. Es mag kitschig klingen, aber Musik hat auch eine gewisse Reinheit und Wahrheit: entweder sie berührt und gefällt – oder eben nicht.« Henning: »Musik ist immer auch eine Instant-Emotion und live kann man den Menschen dabei sogar ins Gesicht sehen. Wir hatten schon so viele schöne Erlebnisse auf Tour, wo das Unmittelbare im Gegensatz zum Mittelbaren noch deutlicher wird. Musik ist einfach ein Grundbedürfnis und ab und zu „Offline“ sein eventuell auch.«

[Chartpositionen]

Sandra: »Ich versuche mich mit solchen Gedanken gar nicht zu beschäftigen – Charts und Kritiken schaue ich mir kaum an.« Henning: »Man macht sich sonst auch verrückt. Das haben wir eigentlich schon bei unserem zweiten Album verstanden. Damals war auch schon viel Druck drauf – damit muss man einfach klarkommen. Erst mal müssen wir cool finden was wir machen, dann können wir auch mit breiter Brust rausgehen und ein neues Album als Abschnitt unserer Entwicklung betrachten.« Sandra: »Ich finde es sowieso schwierig, Qualität an Erfolg festzumachen. Das ist nicht so einfach messbar. Einige der größten Musiker überhaupt sind nicht erfolgreich. Deswegen rechnen wir auch grundsätzlich erst mal nicht damit, hoch in die Charts zu gehen – sonst kann man auch schnell enttäuscht werden.«

[Zukunft]

Henning: »Zunächst mal sind wir froh, uns wiedergefunden zu haben. Unsere Musik hält uns zusammen und hat uns auch immer wieder zusammengeführt. Die Mischung aus unterschiedlichen Charakteren und Vorlieben in der Band, aber auch der Grad der Verschmelzung ist außergewöhnlich und verbindet uns seit fünf Alben und zwanzig Jahren.« Sandra: »Unsere Chemie ist schwer zu erklären – wir haben einfach Glück gehabt, die richtigen Leuten zu treffen. Jeder hat einen anderen Blick, eine andere Rezeptur, aber man hört uns schnell raus, was nicht vielen Künstlern gelingt.« Henning: »Es geht um eine gemeinsame Sprache, die wir uns erhalten wollen solange wir etwas zu sagen haben.« Sandra: »Wir müssen keine Preise gewinnen. Ich bin jetzt schon ziemlich stolz auf das, was wir geschafft haben. Der Weg ist das Ziel: Ich freue mich, wenn wir von unserer Passion leben können und das machen dürfen, was wir wollen. Im Mai geht es erst mal auf eine kleine Russlandtour, dann kommen Festivals und im Herbst steht dann eine große Europatour an. Wir werden auch sicher wieder viel im Ausland spielen – es war uns ja schon immer wichtig, da zu spielen, wo die Leute uns hören wollen – von Sibirien bis Portugal.« Henning: »Live spielen ist einfach unsere Leidenschaft – der Kontakt zu den Menschen ist ja eigentlich der Hauptgrund, warum wir Musik machen. Diese magischen Momente wenn z.B. während eines Konzertes live mit 2000 Fans ein neuer Song entsteht. Letztlich wollen wir die Leute mit auf eine Reise nehmen und dabei soll sich niemand langweilen – auch nicht wir selbst.«

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Diese Band ist über jeden Zweifel erhaben. Sie existieren genauso lange wie Pearl Jam, haben weltweit über vier Millionen Platten verkauft, drei Echos und einen MTV Europe Music Award gewonnen und ihre letzten drei Alben enterten die Charts von null auf eins. Worum es aber eigentlich geht, ist die Musik. Ihre Songs tragen schon lange eine eigene Handschrift, obwohl die Guano Apes immer auch für Experimentierfreudigkeit stehen. „Offline“, das neue Album, klingt frisch, cool und aufsässig – und gleichzeitig klarer denn je. Wie geht das?

Sandra: »Wir machen uns vor jedem neuen Album frei von allem Alten und lassen musikalisch erst mal alles zu. Dieses Maximum an Freiheit ist unser Motor und lässt neue Impulse zu. „Bel Air“ war ein neuer Schritt für uns und hört sich dementsprechend leicht und vielleicht tanzbarer an. „Offline“ hingegen klingt kantiger, rockiger und hat eine ganz eigene Farbwelt, was auch mit unseren beiden Produzenten Philipp „Philsen“ Hoppen (Kraftklub, Marteria) und Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Donots) zu tun hat, die ja ihrerseits auch neue Impulse setzen. Das Schöne aber ist, dass man uns immer gut heraushören kann, egal welche Farben wir beim Komponieren nutzen.« Henning: »Obwohl das Album so viele neue Facetten hat, stellen wir mehr und mehr fest, dass wir als Band frei sind. Wir können jedes Genre angehen und alle Spielarten ausleben – unsere Songs werden trotzdem immer nach den Apes klingen. Das ist ein roter Faden, der uns ziemlich stolz macht und total befreit. Wie Sandra mit dem Hinweis auf Philsen und Kurt schon angedeutet hat: Man muss so eine Produktion nicht alleine machen, auch wenn man es vielleicht könnte. Produzenten sind eine wichtige Mischung aus Freund und Kritiker – jemand, der einem die Meinung sagt, mit dem Reibung entsteht. Und trotzdem klingt „Offline“ besonders klar. Es gab früher mal die Maxime, uns schon im Studio daran zu orientieren, die Songs live 1:1 umsetzen zu können. Jetzt sehen wir das anders: Gut ist, was uns gefällt. Außerdem haben wir das Glück, dass die Bandbreite, die Sandra mit ihrer Stimme abdecken kann, uns fast alle Stile erlaubt.« Sandra: »Für mich war es immer wichtig, verschiedene Genres auszuprobieren. Angefangen habe ich mit HipHop und Rap, diese Einflüsse hört man auf unserer ersten Platte und nun auch wieder auf „Offline“. Es gibt auf diesem Album einige ruhige, atmende Zwischenpassagen, in denen ich in sehr tiefe Tonlagen wechsele, aber auch in die für unsere Band typischen Shoutings, wie schon bei „Open Your Eyes“. Der Wechsel zwischen hart und zart ist spannend für mich. Über die Jahre hat sich meine Stimme sicher verändert, aber ich würde heute manches einfach auch nicht mehr so singen wie vor zehn Jahren. Ich habe Spaß daran, mit der Weiblichkeit in meiner Stimme zu spielen und muss heute nicht mehr schreien, um Kraft zu demonstrieren.«

[Entstehungsprozess]

Sandra: »Die ersten Skizzen zu den Songs entstehen ganz klassisch als Band. Im Januar 2013 waren wir eine gute Woche zusammen in einem Haus im Harz und haben Songs geschrieben. Ganz normal, wie im Proberaum. Danach nehme ich die Basics mit in mein Studio nach Berlin und tüftle daran herum, schreibe die Texte auf meine ursprünglichen Gesangslinien und recorde diese dann auch immer selbst. Im besten Fall ist ein Song schon so weit, dass es keine Änderungen am Arrangement mehr geben muss. Manchmal muss ich aber doch etwas ändern. So tüfteln wir alle und es entwickelt sich ein permanenter kreativer Prozess bis alles sitzt.« Henning: »Wir sind ja über Berlin, München und Göttingen verteilt, arbeiten einzeln oder in Teams und schicken uns dann die Files – das ermöglicht uns extrem flexibles Arbeiten.« Sandra: »Das mag ein bisschen unromantisch klingen, ist aber andererseits auch sehr kreativ: Man kann bis zuletzt alles umwerfen, an jedem Detail schrauben und sich auch immer wieder neu inspirieren – für uns führt das ständige Filtern und Aussieben jedenfalls dazu, dass die Songs immer besser werden.«

[Single & Albumtracks]

Henning: »Es gibt Songs, die muss man ein paar Mal hören, bevor sie sich einem erschließen – das sind dann vielleicht sogar die Lieblingssongs der Band – und dann gibt es welche, die erklären sich sofort. Die hissen die Fahne und zeigen alle Komponenten, die das Album auszeichnen. Das sind perfekte Singles. Wir sind aber auch verdammt stolz auf Songs wie „Hey Last Beautiful“, die ganz anders sind als das, was wir sonst gemacht haben. Unsere typischen Apes-Rocker haben wir diesmal um neue Gegengewichte und viel modernen Sound ergänzt.«

Sandra: »Ich liebe andererseits auch „Fake“, eine richtig schön rotzige Nummer. Ganz schlicht, aber dadurch auch besonders schön – ähnlich wie „Tiger“ auf „Bel Air“. Zu solchen Songs fällt es mir witzigerweise leichter Texte zu schreiben. Wenn sie aus einem einzigen Riff bestehen, ist mehr Raum für die Gesangsmelodie. Es gibt Songs, die leben von ihrer Raffinesse und es gibt Songs, die ganz schlicht und dadurch groß sind – in die man sich reinfallen lassen kann. Henning: »„Numen“ finde ich auch klasse. Mit dem Text kann jeder etwas Persönliches verbinden und auch die Komposition ist sehr spannend. Sandra: »Ich spiele ja bekanntermaßen gerne mit Worten und habe eine eher bildhafte Auffassung vom Texten. Oft haben die Worte mehrere Bedeutungen, so auch in „Numen“. Allgemein kann man sagen, dass dieses Album recht kritisch und auch politisch ist – aber wir legen uns da nicht fest. Wie bei „Jiggle“, in dem es darum geht, sich frei zu machen und auch mal rumzukaspern. Ich möchte die Leute ja auch aus einem schlechten Gefühl ziehen, wenn sie eins haben. Das ist ein total wichtiger Aspekt von Musik.«

[Albumtitel]

Sandra: »Wir sind natürlich nicht blind und taub für das, was um uns herum vorgeht. Es herrscht Informations-Overkill. Man weiß gar nicht mehr, was man zuerst verarbeiten soll – alles wird in Frage gestellt, keiner traut dem anderen mehr. Vielleicht sollten wir mal ein paar Schritte Abstand nehmen und uns auf die wichtigen Dinge im Leben rückbesinnen. Es mag kitschig klingen, aber Musik hat auch eine gewisse Reinheit und Wahrheit: entweder sie berührt und gefällt – oder eben nicht.« Henning: »Musik ist immer auch eine Instant-Emotion und live kann man den Menschen dabei sogar ins Gesicht sehen. Wir hatten schon so viele schöne Erlebnisse auf Tour, wo das Unmittelbare im Gegensatz zum Mittelbaren noch deutlicher wird. Musik ist einfach ein Grundbedürfnis und ab und zu „Offline“ sein eventuell auch.«

[Chartpositionen]

Sandra: »Ich versuche mich mit solchen Gedanken gar nicht zu beschäftigen – Charts und Kritiken schaue ich mir kaum an.« Henning: »Man macht sich sonst auch verrückt. Das haben wir eigentlich schon bei unserem zweiten Album verstanden. Damals war auch schon viel Druck drauf – damit muss man einfach klarkommen. Erst mal müssen wir cool finden was wir machen, dann können wir auch mit breiter Brust rausgehen und ein neues Album als Abschnitt unserer Entwicklung betrachten.« Sandra: »Ich finde es sowieso schwierig, Qualität an Erfolg festzumachen. Das ist nicht so einfach messbar. Einige der größten Musiker überhaupt sind nicht erfolgreich. Deswegen rechnen wir auch grundsätzlich erst mal nicht damit, hoch in die Charts zu gehen – sonst kann man auch schnell enttäuscht werden.«

[Zukunft]

Henning: »Zunächst mal sind wir froh, uns wiedergefunden zu haben. Unsere Musik hält uns zusammen und hat uns auch immer wieder zusammengeführt. Die Mischung aus unterschiedlichen Charakteren und Vorlieben in der Band, aber auch der Grad der Verschmelzung ist außergewöhnlich und verbindet uns seit fünf Alben und zwanzig Jahren.« Sandra: »Unsere Chemie ist schwer zu erklären – wir haben einfach Glück gehabt, die richtigen Leuten zu treffen. Jeder hat einen anderen Blick, eine andere Rezeptur, aber man hört uns schnell raus, was nicht vielen Künstlern gelingt.« Henning: »Es geht um eine gemeinsame Sprache, die wir uns erhalten wollen solange wir etwas zu sagen haben.« Sandra: »Wir müssen keine Preise gewinnen. Ich bin jetzt schon ziemlich stolz auf das, was wir geschafft haben. Der Weg ist das Ziel: Ich freue mich, wenn wir von unserer Passion leben können und das machen dürfen, was wir wollen. Im Mai geht es erst mal auf eine kleine Russlandtour, dann kommen Festivals und im Herbst steht dann eine große Europatour an. Wir werden auch sicher wieder viel im Ausland spielen – es war uns ja schon immer wichtig, da zu spielen, wo die Leute uns hören wollen – von Sibirien bis Portugal.« Henning: »Live spielen ist einfach unsere Leidenschaft – der Kontakt zu den Menschen ist ja eigentlich der Hauptgrund, warum wir Musik machen. Diese magischen Momente wenn z.B. während eines Konzertes live mit 2000 Fans ein neuer Song entsteht. Letztlich wollen wir die Leute mit auf eine Reise nehmen und dabei soll sich niemand langweilen – auch nicht wir selbst.«

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Diese Band ist über jeden Zweifel erhaben. Sie existieren genauso lange wie Pearl Jam, haben weltweit über vier Millionen Platten verkauft, drei Echos und einen MTV Europe Music Award gewonnen und ihre letzten drei Alben enterten die Charts von null auf eins. Worum es aber eigentlich geht, ist die Musik. Ihre Songs tragen schon lange eine eigene Handschrift, obwohl die Guano Apes immer auch für Experimentierfreudigkeit stehen. „Offline“, das neue Album, klingt frisch, cool und aufsässig – und gleichzeitig klarer denn je. Wie geht das?

Sandra: »Wir machen uns vor jedem neuen Album frei von allem Alten und lassen musikalisch erst mal alles zu. Dieses Maximum an Freiheit ist unser Motor und lässt neue Impulse zu. „Bel Air“ war ein neuer Schritt für uns und hört sich dementsprechend leicht und vielleicht tanzbarer an. „Offline“ hingegen klingt kantiger, rockiger und hat eine ganz eigene Farbwelt, was auch mit unseren beiden Produzenten Philipp „Philsen“ Hoppen (Kraftklub, Marteria) und Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Donots) zu tun hat, die ja ihrerseits auch neue Impulse setzen. Das Schöne aber ist, dass man uns immer gut heraushören kann, egal welche Farben wir beim Komponieren nutzen.« Henning: »Obwohl das Album so viele neue Facetten hat, stellen wir mehr und mehr fest, dass wir als Band frei sind. Wir können jedes Genre angehen und alle Spielarten ausleben – unsere Songs werden trotzdem immer nach den Apes klingen. Das ist ein roter Faden, der uns ziemlich stolz macht und total befreit. Wie Sandra mit dem Hinweis auf Philsen und Kurt schon angedeutet hat: Man muss so eine Produktion nicht alleine machen, auch wenn man es vielleicht könnte. Produzenten sind eine wichtige Mischung aus Freund und Kritiker – jemand, der einem die Meinung sagt, mit dem Reibung entsteht. Und trotzdem klingt „Offline“ besonders klar. Es gab früher mal die Maxime, uns schon im Studio daran zu orientieren, die Songs live 1:1 umsetzen zu können. Jetzt sehen wir das anders: Gut ist, was uns gefällt. Außerdem haben wir das Glück, dass die Bandbreite, die Sandra mit ihrer Stimme abdecken kann, uns fast alle Stile erlaubt.« Sandra: »Für mich war es immer wichtig, verschiedene Genres auszuprobieren. Angefangen habe ich mit HipHop und Rap, diese Einflüsse hört man auf unserer ersten Platte und nun auch wieder auf „Offline“. Es gibt auf diesem Album einige ruhige, atmende Zwischenpassagen, in denen ich in sehr tiefe Tonlagen wechsele, aber auch in die für unsere Band typischen Shoutings, wie schon bei „Open Your Eyes“. Der Wechsel zwischen hart und zart ist spannend für mich. Über die Jahre hat sich meine Stimme sicher verändert, aber ich würde heute manches einfach auch nicht mehr so singen wie vor zehn Jahren. Ich habe Spaß daran, mit der Weiblichkeit in meiner Stimme zu spielen und muss heute nicht mehr schreien, um Kraft zu demonstrieren.«

[Entstehungsprozess]

Sandra: »Die ersten Skizzen zu den Songs entstehen ganz klassisch als Band. Im Januar 2013 waren wir eine gute Woche zusammen in einem Haus im Harz und haben Songs geschrieben. Ganz normal, wie im Proberaum. Danach nehme ich die Basics mit in mein Studio nach Berlin und tüftle daran herum, schreibe die Texte auf meine ursprünglichen Gesangslinien und recorde diese dann auch immer selbst. Im besten Fall ist ein Song schon so weit, dass es keine Änderungen am Arrangement mehr geben muss. Manchmal muss ich aber doch etwas ändern. So tüfteln wir alle und es entwickelt sich ein permanenter kreativer Prozess bis alles sitzt.« Henning: »Wir sind ja über Berlin, München und Göttingen verteilt, arbeiten einzeln oder in Teams und schicken uns dann die Files – das ermöglicht uns extrem flexibles Arbeiten.« Sandra: »Das mag ein bisschen unromantisch klingen, ist aber andererseits auch sehr kreativ: Man kann bis zuletzt alles umwerfen, an jedem Detail schrauben und sich auch immer wieder neu inspirieren – für uns führt das ständige Filtern und Aussieben jedenfalls dazu, dass die Songs immer besser werden.«

[Single & Albumtracks]

Henning: »Es gibt Songs, die muss man ein paar Mal hören, bevor sie sich einem erschließen – das sind dann vielleicht sogar die Lieblingssongs der Band – und dann gibt es welche, die erklären sich sofort. Die hissen die Fahne und zeigen alle Komponenten, die das Album auszeichnen. Das sind perfekte Singles. Wir sind aber auch verdammt stolz auf Songs wie „Hey Last Beautiful“, die ganz anders sind als das, was wir sonst gemacht haben. Unsere typischen Apes-Rocker haben wir diesmal um neue Gegengewichte und viel modernen Sound ergänzt.«

Sandra: »Ich liebe andererseits auch „Fake“, eine richtig schön rotzige Nummer. Ganz schlicht, aber dadurch auch besonders schön – ähnlich wie „Tiger“ auf „Bel Air“. Zu solchen Songs fällt es mir witzigerweise leichter Texte zu schreiben. Wenn sie aus einem einzigen Riff bestehen, ist mehr Raum für die Gesangsmelodie. Es gibt Songs, die leben von ihrer Raffinesse und es gibt Songs, die ganz schlicht und dadurch groß sind – in die man sich reinfallen lassen kann. Henning: »„Numen“ finde ich auch klasse. Mit dem Text kann jeder etwas Persönliches verbinden und auch die Komposition ist sehr spannend. Sandra: »Ich spiele ja bekanntermaßen gerne mit Worten und habe eine eher bildhafte Auffassung vom Texten. Oft haben die Worte mehrere Bedeutungen, so auch in „Numen“. Allgemein kann man sagen, dass dieses Album recht kritisch und auch politisch ist – aber wir legen uns da nicht fest. Wie bei „Jiggle“, in dem es darum geht, sich frei zu machen und auch mal rumzukaspern. Ich möchte die Leute ja auch aus einem schlechten Gefühl ziehen, wenn sie eins haben. Das ist ein total wichtiger Aspekt von Musik.«

[Albumtitel]

Sandra: »Wir sind natürlich nicht blind und taub für das, was um uns herum vorgeht. Es herrscht Informations-Overkill. Man weiß gar nicht mehr, was man zuerst verarbeiten soll – alles wird in Frage gestellt, keiner traut dem anderen mehr. Vielleicht sollten wir mal ein paar Schritte Abstand nehmen und uns auf die wichtigen Dinge im Leben rückbesinnen. Es mag kitschig klingen, aber Musik hat auch eine gewisse Reinheit und Wahrheit: entweder sie berührt und gefällt – oder eben nicht.« Henning: »Musik ist immer auch eine Instant-Emotion und live kann man den Menschen dabei sogar ins Gesicht sehen. Wir hatten schon so viele schöne Erlebnisse auf Tour, wo das Unmittelbare im Gegensatz zum Mittelbaren noch deutlicher wird. Musik ist einfach ein Grundbedürfnis und ab und zu „Offline“ sein eventuell auch.«

[Chartpositionen]

Sandra: »Ich versuche mich mit solchen Gedanken gar nicht zu beschäftigen – Charts und Kritiken schaue ich mir kaum an.« Henning: »Man macht sich sonst auch verrückt. Das haben wir eigentlich schon bei unserem zweiten Album verstanden. Damals war auch schon viel Druck drauf – damit muss man einfach klarkommen. Erst mal müssen wir cool finden was wir machen, dann können wir auch mit breiter Brust rausgehen und ein neues Album als Abschnitt unserer Entwicklung betrachten.« Sandra: »Ich finde es sowieso schwierig, Qualität an Erfolg festzumachen. Das ist nicht so einfach messbar. Einige der größten Musiker überhaupt sind nicht erfolgreich. Deswegen rechnen wir auch grundsätzlich erst mal nicht damit, hoch in die Charts zu gehen – sonst kann man auch schnell enttäuscht werden.«

[Zukunft]

Henning: »Zunächst mal sind wir froh, uns wiedergefunden zu haben. Unsere Musik hält uns zusammen und hat uns auch immer wieder zusammengeführt. Die Mischung aus unterschiedlichen Charakteren und Vorlieben in der Band, aber auch der Grad der Verschmelzung ist außergewöhnlich und verbindet uns seit fünf Alben und zwanzig Jahren.« Sandra: »Unsere Chemie ist schwer zu erklären – wir haben einfach Glück gehabt, die richtigen Leuten zu treffen. Jeder hat einen anderen Blick, eine andere Rezeptur, aber man hört uns schnell raus, was nicht vielen Künstlern gelingt.« Henning: »Es geht um eine gemeinsame Sprache, die wir uns erhalten wollen solange wir etwas zu sagen haben.« Sandra: »Wir müssen keine Preise gewinnen. Ich bin jetzt schon ziemlich stolz auf das, was wir geschafft haben. Der Weg ist das Ziel: Ich freue mich, wenn wir von unserer Passion leben können und das machen dürfen, was wir wollen. Im Mai geht es erst mal auf eine kleine Russlandtour, dann kommen Festivals und im Herbst steht dann eine große Europatour an. Wir werden auch sicher wieder viel im Ausland spielen – es war uns ja schon immer wichtig, da zu spielen, wo die Leute uns hören wollen – von Sibirien bis Portugal.« Henning: »Live spielen ist einfach unsere Leidenschaft – der Kontakt zu den Menschen ist ja eigentlich der Hauptgrund, warum wir Musik machen. Diese magischen Momente wenn z.B. während eines Konzertes live mit 2000 Fans ein neuer Song entsteht. Letztlich wollen wir die Leute mit auf eine Reise nehmen und dabei soll sich niemand langweilen – auch nicht wir selbst.«

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