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Gruppenbild mit Dame: Roman
 
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Gruppenbild mit Dame: Roman (Broschiert)

von Heinrich Böll (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 467 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: N.-A. (1. Januar 1974)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423009594
  • ISBN-13: 978-3423009591
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,1 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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    Nr. 21 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker des 20. Jahrhunderts > Deutschsprachige Autoren > Böll, Heinrich

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Gruppenbild mit Dame
OA 1971 Form Roman Epoche Moderne
Heinrich Bölls umfangreichster Roman Gruppenbild mit Dame gilt als sein bedeutendster. Die Erstauflage von 50 000 Exemplaren war bereits bei Erscheinen vergriffen, eine zweite Auflage in gleicher Höhe wurde sofort nachgedruckt. Die Geschichte einer illegalen Liebe ist durchdrungen von politischen Aspekten und variiert Motive aus Bölls früheren Werken.
Inhalt: Ein Erzähler, der sich selbst als »Verf.« bezeichnet, recherchiert die Lebensgeschichte der 48-jährigen Leni, die jede gesellschaftliche Anpassung ablehnt und den Hass der konsum-, leistungs- und gewinnorientierten Umwelt auf sich zieht. Helene Maria Pfeiffer (Leni), 1922 als Tochter des Bauunternehmers Gruyten geboren, wurde in einer Klosterschule erzogen, war Mitglied beim Bund deutscher Mädel und heiratete nach einer flüchtigen Liebesbeziehung den Unteroffizier Alois Pfeiffer, der bald an der Ostfront starb. Leni wurde als Kranzbinderin in einer Friedhofsgärtnerei dienstverpflichtet, wo sie sich in den russischen Kriegsgefangenen Boris Koltowski verliebte. Nach dem Krieg kam er – von Leni mit einem gefälschten deutschen Militärpass ausgestattet – in französische Gefangenschaft und starb bei einem Bergwerksunglück in Lothringen. Ihren gemeinsamen Sohn Lev erzog Leni zu einem Menschen, der sich jeglicher Art von Profitdenken entgegenstellt. Nun sitzt der 23-jährige Müllmann wegen Urkundenfälschung für drei Monate im Gefängnis. Er wollte seiner Mutter helfen, die vor der Zwangsräumung ihrer Wohnung steht, weil sie sich der Angleichung ihrer Miete an die Marktpreise verweigert. Eine Straßenblockade durch Wagen der Müllabfuhr und ein extra gegründetes Hilfskomitee, dem zuletzt auch der »Verf.« beigetreten ist, verhindert, dass Leni ihr Elternhaus räumen muss.
Aufbau: Die vom fiktiven Verfasser gesammelten und montierten fiktiven und authentischen Protokolle, Briefe, Schriftstücke und Zeugenaussagen werden u. a. im Original wiedergegeben, zitiert oder nacherzählt. Hinzu kommen die bei der Befragung der 51 Auskunftspersonen zu Tage tretenden persönlichen und politischen Erlebnisse, so dass sich in 14 Kapiteln ein Panorama von Schicksalen quer durch die deutsche Geschichte von 1922 bis 1970 entfaltet. Mit dem Leser plaudernd, kommentiert der Verfasser häufig ironisch und mit trockenem Humor die Ergebnisse seiner Recherche, womit er zum Kritiker der geschilderten gesellschaftlichen Verhältnisse wird. Auch verlässt er zunehmend die durch den nachgeahmten juristisch-dokumentarischen Tonfall vermeintlich vorgegebene Ebene objektiver Berichterstattung und wird selbst Teil der Erzählung.
Wirkung: Kritik und Forschung widmeten sich insbesondere der Form des Romans. Neben dem häufig geäußerten Vorwurf der willkürlichen Anordnung des Materials gab es vielfältige Versuche, das Kompositionsprinzip zu verstehen. Die Struktur wurde u. a. mit dem Ablauf eines Gerichtsprozesses und mit einer Seligsprechung verglichen, da Leni mehrfach mit der Mutter Gottes in Beziehung gesetzt wird. Ein Jahr nach Erscheinen seines kontrovers diskutierten Romans erhielt Böll den Literaturnobelpreis.

Kurzbeschreibung

»Ein Erzähler, dessen Beobachtungsgabe kaum zu übertreffen ist und dessen Sensibilität und Phantasie keine Grenzen kennt, schöpft aus dem vollen.« Marcel Reich-Ranicki Leni Pfeiffer, geborene Gruyten, Jahrgang 1922, lernt während des Krieges den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben, besorgt ihm einen deutschen Pass und muß erfahren, daß er in einem Lager der Amerikaner umkommt. Inzwischen ist sie achtundvierzig, und ihr gemeinsamer Sohn sitzt im Gefängnis, weil er auf seine Weise ein an der Mutter begangenes Unrecht korrigieren wollte ...

Ein ironisch als »Verf.« eingeführter Autor rekonstruiert aus hinterlassenen Zeugnissen, aus Gesprächen und Erinnerungen das Leben dieser Frau. Heinrich Böll ist mit diesem inzwischen zum Klassiker gewordenen Roman ein gestalten- und episodenreiches Panorama der deutschen Vor- und Nachkriegsgeschichte gelungen. PUBCOMMENTS: »Noch nie war bei Böll eine solche Fülle der Motive und Milieus, der Fakten und Figuren, der Stoffe und Schauplätze zu finden. In manchen Kapiteln jagt förmlich ein Einfall den nächsten. Ein Erzähler, dessen Beobachtungsgabe kaum zu übertreffen ist und dessen Sensibilität und Phantasie keine Grenzen kennt, schöpft aus dem vollen.« Marcel Reich-Ranicki in der ›Zeit‹


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkt empfehlenswert!, 8. Februar 2006
Von Manuel Müller "Müller" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Der als Verf. bezeichnete Erzähler rekonstruiert das Leben der Leni Pfeiffer. Der Roman ist dargestellt als Dokumentation. „Ich habe versucht, das Schicksal einer deutschen Frau von etwa Ende Vierzig zu beschreiben oder zu schreiben, die die ganze Last dieser Geschichte zwischen 1922 und 1970 mit und auf sich genommen hat." sagte Böll selbst zu seinem Werk.
Leni Pfeiffer ist intelligent, gutherzig aber ungebildet. Ihre Familie ist wohlhabend, verliert nach Ausbruch des Weltkrieges durch mehrere Schicksalsschläge sowohl materiell als auch menschlich sehr viel. Die letzten Jahre des Krieges arbeitet sie in einer Kranzbinderei und lernt dort einen sowjetischen Kriegsgefangenen kennen, Boris, mit dem sie eine Liebe und schliesslich ein Sohn verbindet. Tragischerweise stirbt ihr Geliebter in den letzten Kriegstagen in französischer Gefangenschaft. In der zweiten Romanhälfte geht es dann vorwiegend um die Nachkriegszeit und Lenis Schwierigkeiten, sich den gängigen gesellschaftlichen Konventionen unter zu ordnen. Ihr sind ihre humanitären Massstäbe nach wie vor wichtiger als die Meinung der anderen. So gerät sie und ihr Sohn Lev in mehrere Schwierigkeiten, aus denen sie aber mit Hilfe ihrer Freunde herausfindet.
Ich war sowohl von der Geschichte, als auch von der Erzähltechnik ungeheuer beeindruckt und glaube, dass ich nie einen besseren Roman von Heinrich Böll gelesen habe. Das Buch ist voll von packenden Kriegs- und Nachkriegsschicksalen und uneingeschränkt empfehlenswert!
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Anstrengende Lektüre, 19. März 2004
Nachdem ich vor Jahren bereits begeistert "Ansichten eines Clowns" gelesen habe, wollte ich nach unzähligen Büchern der U-Literatur (soweit man diese Unterscheidung wirklich machen sollte, denn eigentlich wollen doch alle Bücher unterhalten) endlich wieder ein Werk der E-Literatur lesen und entschied mich für Bölls "Gruppenbild mit Dame". Die Erzählung über das Leben der Leni Pfeiffer machte auf den ersten Seiten einen sehr interessanten Eindruck auf mich. Aus Sicht eines Verfassers wird das Leben der jungen Frau in der deutschen Vor- und Nachkriegszeit geschildert, bei dem es mehr um die persönlichen Dramen Lenis geht als um das eigentliche Kriegsgeschehen. Sehr spannend wird zu Beginn die Person der Leni Pfeiffer dargestellt und psychologisch ausgeleuchtet. Im Laufe des Romans wird es jedoch sehr anstrengend, dem Buch weiterhin zu folgen. Zu irritierend wirkt die Erzählweise des Verfassers, der in einer Art Aufzeichnung seiner Recherchen über zu viele Personen berichtet, die in irgendeiner Art und Weise an Lenis Geschichte beteiligt waren. Sicher läßt sich aufgrund der komplizierten verwobenen Handlungsstränge, aus denen dieser Roman besteht, erkennen, dass es sich um das Werk eines meisterhaften Autors handelt, dessen Sensibilität und Phantasie keine Grenzen kennt, wie Marcel Reich-Ranicki treffend bemerkt hat. Aber für mich als durchschnittlichen Leser und Bücherwurm war das Buch einfach ein bißchen zu kompliziert zu lesen und zu verstehen. Ab einem gewissen Punkt empfand ich die Lektüre als anstrengend und langatmig, so dass ich mehrere Monate brauchte um mich durch das Buch zu "kämpfen".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Umfassendes Gesellschaftsbild von etwa 80 Jahren, 24. November 1999
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Gruppenbild mit Dame. (Broschiert)
Heinrich Böll hat in einem Interview angegeben, daß er lediglich die Geschichte einer Frau nachzeichnen wollte, die "die ganze Last dieser Geschichte (von 1890 bis etwa 1970) mit und auf sich genommen hat". Ein etwas schwerfälliger und ironischer "Verf." erzählt die Geschichte der Helene Maria Pfeiffer Gruyten, an der sich die ganze Unmenschlichkeit der Gesellschaft vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg widerspiegelt. Das Personal des Romans ist ungeheuer vielfältig. Zahlreiche Motive (z. B. weibliche Trinität, das "Abfällige", die Unmenschlichkeit der Gesellschaft im allgemeinen), die schon aus vorherigen Erzählungen Bölls bekannt sind, finden hier ihren Niederschlag. An der Person der Leni Pfeiffer und der Gruppe, die sich langsam um sie formiert, wird die deutsche Geschichte unserer Epoche mehrfach ironisch gebrochen. Das "Gruppenbild" ist dann auch ein Querschnitt durch die Gesellschaft: Kriegsgewinnler, Konformisten, Nonkonformisten, ausländische Müllfahrer, Beamte und - nicht zu vergessen - der Herr "Hochgestellt" geben ein glaubwürdiges Bild der dargestellten Zeitspanne ab. Böll ist mit seinem umfassendsten Werk ein eindrucksvolles Porträt deutscher Zeitgeschichte gelungen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2.0 von 5 Sternen Langatmig
Habe fast alle Bücher von Heinrich Böll beeistert gelesen,
aber dieses Buch habe ich aufgegeben zu lesen,
es ist allerdings schon über 15 Jahre her und... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Eva Literati veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Köln und Umgebung
Als die Erzählung erschien, wurden die Ereignisse und Personen sofort mit dem Ende der Gruppe 47 unter der Leitung von Hans Werner Richter verglichen, dem die Erzählung auch... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Polar veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Einzigartig
Heinrich Bölls Roman "Gruppenbild mit Dame" erschien 1971. Er erzählt die Geschichte der 48-jährigen Leni Pfeiffer, die 1922 geboren wurde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2004 von wiebke_1985

4.0 von 5 Sternen Erzählerische Klippen gemeistert
"Gruppenbild mit Dame" ist als gelungenster Böll-Roman anerkannt. Das Nobelpreis-Komitee bezog sich ausdrücklich auf diesen Roman. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2003 von riosadjoe

5.0 von 5 Sternen Für Böll Fans genau das Richtige!!!
Dieses Buch Bölls hat mich von den ersten Seiten an vollkommen begeistert. Der typisch oftmals verwirrende Stil Bölls, geprägt von Rüchblenden und Zukunftsvisionen, findet sich in... Lesen Sie weiter...
Am 13. November 2000 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Beste, menschenmoegliche Kunst


Boell ist ein grossartiger Stilist, und das Gruppenbild mit Dame ist ein Hoehepunkt seiner stilistischen Kunst. Lesen Sie weiter...
Am 28. Juli 2000 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Auf die Dauer anstrengend
Nach der Lektüre so grossartiger Bücher Bölls wie "Ansichten eines Clowns" und "Haus ohne Hüter" muss "Gruppenbild mit Dame" enttäuschen. Lesen Sie weiter...
Am 6. Juli 2000 veröffentlicht

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