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Grundriss der Geschichte der Philosophie : Die Philosophie der Antike: 2/2
 
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Grundriss der Geschichte der Philosophie : Die Philosophie der Antike: 2/2 [Gebundene Ausgabe]

Helmut Holzhey , Vilem Mudroch , Friedrich Ueberweg , Hellmut Flashar , Michael Erler
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 792 Seiten
  • Verlag: Schwabe; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3796522378
  • ISBN-13: 978-3796522376
  • Größe und/oder Gewicht: 31,5 x 19 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.081.706 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Band steht in der von Friedrich Ueberweg und Karl Praechter vertretenen Tradition philosophiehistorischer Darstellung, die sich durch eine enge Verbindung von Philosophie und Philologie auszeichnet. Denn zur Philosophiegeschichte gehört die Erklärung der philosophischen Dogmatik, die in der Antike aber oft durch fragmentarischen und literarischen Charakter der Quellen erschwert ist und deshalb philologischer Kompetenz bedarf. Dies ist auch und gerade bei Platon und seinem dialogischen Werk der Fall. Deshalb wird eine systematische Darstellung platonischer Lehre durch eine ausführliche Werkbeschreibung ergänzt, welche auch die literarischen Besonderheiten platonischer Dialogkunst berücksichtigt und dabei für die systematischen Teile, aber auch die einzelnen Schriften den Stand der wissenschaftlichen Diskussion dokumentiert. Die Werkbeschreibung geben dem Leser die Möglichkeit einer ersten Orientierung über den Inhalt von Platons umfangreichem Werk. Die systematischen Teile informieren über wesentliche Aspekte der Philosophie Platons wie seine besonderen Philosophiebegriffe, seine Epistemologie, Ontologie, Psychologie, Kosmologie und politische Philosophie ebenso wie über Einzelaspekte wie Platons Haltung zur Bildung, zur Musik oder Mathematik. Auch hier wird der jeweilige Stand der Diskussion in die Darstellung einbezogen.

Der philologische Aspekt der Darstellung kommt darüber hinaus in einem ausführlichen Kapitel "Platon als Autor" zur Geltung. Hier werden die Besonderheiten platonischer Dialogkunst und ihrer Beziehung zur philosophischen Aussage des Werkes untersucht, in der Erkenntnis, dass literarische Ausdrucksform und philosophische Botschaft gerade bei Platon nicht zu trennen sind. Durch die Verbindung von Werkbeschreibung und Doxographie soll Platon in seiner ganzen philosophischen und literarischen Bedeutung gewürdigt werden, im Bewusstsein, dass seine Philosophie sich kaum systematisieren und in jene philosophischen Teilbereiche aufteilen lässt, die sich bei Platons Nachfolgern dann herausgebildet haben.

Die Darstellung zeichnet ein Gesamtbild Platons und vermittelt einen Eindruck davon, dass und warum wir es bei Platon nicht nur mit dem bedeutendsten Philosophen, sondern auch wichtigsten Prosakünstler der Antike zu tun haben, bei dem sich nur zum Nachteil für ein angemessenes Verständnis philosophische und literarische Aspekte trennen lassen.

Über den Autor

Helmut Holzhey ist Ordinarius für Geschichte der Philosophie am Philosophischen Institut der Universität Zürich.Der Philosoph Friedrich Ueberweg (1826 -1871) stand vor allem in der aristotelischen Tradition und lehnte den Kantianismus ab - seine zahlreichen Schriften zählen noch heute zu den Standardwerken in philosophischen Fachkreisen. Nach Studium und Habilitation lehrte Ueberweg zunächst als Privatdozent an der Universität Bonn, ehe er 1862 als außerordentlicher Professor nach Königsberg berufen wurde. Sechs Jahre später wurde er zum ordentlichen Professor ernannt.

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Von Amazon bestätigter Kauf
Über zwanzig Jahre nachdem der erste Band des neuen "Überweg" erschien, liegt nun die Platon-Darstellung dieser Reihe vor. Einziger Verfasser ist Michael Erler, der die Aufgabe vom ursprünglich beauftragten, aber zwischenzeitlich verstorbenen, Konrad Gaiser übernahm.

Der Text ist in bewährter Form gegliedert. Auf einen kurzen Abriss des Forschungsstandes folgen zunächst biographische Angaben und ein Kapitel über "Platon als Autor", dann die ausführliche Zusammenfassung aller echten und unechten Schriften des Philosophen (240 Seiten) und eine systematische Darstellung seines Denkens (180 Seiten). Abschließend wird die Nachwirkung Platons in der europäischen Geistesgeschichte umrissen.

Ebenso erfreulich wie Erlers klarer, leicht lesbarer Stil ist die gelungene Verknüpfung von Philologie und Philosophie sowie der Umstand, dass die neueren Erkenntnisse (H. Krämer, K. Gaiser, G. Reale) über Platons "ungeschriebene Lehre" in die Darstellung einbezogen werden.

In Umfang, Akribie und Gelehrsamkeit sprengt das Buch alle Maßstäbe. Allein die Bibliographie umfasst nahezu 200 Seiten (6559 Titel!), was sie länger macht als den gesamten Platon-Abschnitt der letzten Auflage des "Überweg". Die Aufmerksamkeit, die Platon hier zuteil wird, ist im Rahmen einer allgemeinen Philosophiegeschichte einzigartig und wird selbst von den meisten Monographien nicht erreicht.

Wer sich eingehender mit dem vielleicht bedeutendsten Philosophen Europas beschäftigen möchte, sollte den hohen Preis nicht scheuen. Das Buch ist jeden Cent wert.
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