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Kritisch sehe ich vor allem zwei Punkte. Erstens vermisse auch ich den roten Faden. Dies wird durch die Wahl klangvoller aber wenig hilfreicher Kapitelüberschriften (z.B. "Gefangen in Petrinetzen") noch verstärkt. Zweitens begreife ich nicht, warum das Buch stellenweise so unverständlich geschrieben ist (Schulmeister kann es eigentlich besser). Da reiht sich dann Fremdwort an Fachwort, wobei die Fachwörter oft nicht erklärt werden, sondern lediglich weiterführende Literatur zitiert wird. Hier sei allerdings angemerkt, dass das Literaturverzeichnis auf seinem Gebiet in Qualität und Quantität wohl einmalig ist - insbesondere für ältere Literatur vor den 90ern.
Wer also gerade an der didaktischen Entwicklungsgeschichte hypermedialer Lernsysteme interessiert ist, dem würde ich das Buch empfehlen.
Breiten Raum nimmt auch die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema ein, bei denen sich oft herausstellt, daß sie nur sehr bedingt Aussagen über den Wert computergestützter Lernmethoden ermöglichen, da sie meist sehr stark auf eine bestimmte Technik festgelegt sind, die schon bald überholt sein kann. Außerdem prüfen Untersuchungen oft Extremhypothesen pro oder contra multimediales Lernen - und diese sind ohnehin nicht sehr wahrscheinlich.
Was leider fehlt ist eine Auseinandersetzung mit dem Themenbereich unter dem Aspekt von Bildung im Gegensatz zu reinem Lernen. Gerade, wenn es um den Einsatz von Computerlernen im bereich allgemeinbildender Schulen geht, wäre dies aber dringend erforderlich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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