Es macht Spaß darin zu schmökern, man kann es auch einfach von vorn bis hinten durchlesen. Grundkurs ist m.E. eine zutreffende Beschreibung, denn es verschafft Schülern/Lehrern einen grundsätzlichen Überblick über das, was Film ist. Beginnend bei einfachen Dingen wie Kameraeinstellung, Akteure und Rezeption liefert es auch einige Anstöße für eigene kleine Produktionen, spart auch den Bereich Video und Fernsehen nicht aus.
Für Filminteressierte ein lohnendes Werk, für den Einsatz in der Schule aber in vielen Bereichen sehr komplex, da es ein hohes Maß an Vorwissen voraussetzt.
Die Auswahl der Beispiele ist recht akademisch und entspricht mehr dem Geschmack der Macher als dem "normalen" Sehverhalten von Schülern. Hier sollte man sich selber Alternativen überlegen, die es durchaus gibt. Andererseits kann man die vorgeschlagenen Filmausschnitte auch und gerade wegen der Distanz zum Alltag der Schüler benutzen, weil man nicht in "ihren" Filmen arbeitet. Die tollen Kapitel über "Schwarzfahrer" von Pepe Danquart könnten da möglicherweise eine Brücke schlagen.
Die Arbeitsvorschläge sind, so man sie denn ernst nimmt, zu umfangreich. Einen eigenen kleinen Animationsfilm mit Plastilinfiguren zu realisieren...damit kann man ein ganzes Schuljahr verbringen und dafür sind die Informationen im Buch selbst zu wenig.
Alles in allem aber ein gelungenes Werk mit vielen schönen Ideen und Darstellungen. Und wenn man die Möglichkeit hat, sich mit Film außerhalb des Fachunterrichts zu beschäftigen, dann ist es eine prima Grundlage. Als bloße Hilfe zur Filmanalyse im Sprachenunterricht ist es aber zu speziell und umfangreich.